Spenden
Schwerpunkt

Ernährung

© plainpicture / Emily Suzanne McDonald

Wie Lebensmittel produziert werden, welche Zutaten sie enthalten und wo wir sie einkaufen, hat vielfältige Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. So verursachen

  • Anbau,
  • Verarbeitung,
  • Transport,
  • Lagerung,
  • Zubereitung von Lebensmitteln und
  • die Entsorgung von Resten

rund 15 Prozent der Treibhausgasemissionen des privaten Konsums. Werden andere Umweltbelastungen mitbetrachtet, wie beispielsweise die Belastung von Böden und Gewässern durch den Eintrag von Nitrat oder der Schwund von Biodiversität durch Pestizide und Monokulturen, steigt der Anteil auf über 25 Prozent der durch privaten Konsum verursachten Schäden für Umwelt und Klima. Gleichzeitig wird nur ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln genutzt, dagegen mehr als die Hälfte für die Bereitstellung von Futtermitteln für Tiere.

Das Öko-Institut berät Behörden, Unternehmen, Kommunen und Verbände auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in Sachen Lebensmittel. Verbraucher*innen erhalten Tipps, wie sie ihren Speiseplan nachhaltiger und gleichzeitig gesünder gestalten können. Darüber hinaus erstellen die Wissenschaftler*innen Lebenszyklusanalysen von Produkten sowie Produktportfolios im Lebensmittelbereich und bewertet und begleiten neue Technologien. Dabei spielt neben den Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Klima und Umwelt auch die soziale Dimension eine Rolle.

 

 

Aktuelles

Infografiken

  • Infografik, die zeigt, wieso Haushalte mit geringerem Einkommen prozentual mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben

    Haushalte mit niedrigem Einkommen sind stärker durch Nahrungsmittelausgaben belastet. Obwohl sie weniger Lebensmittel kaufen, geben sie prozentual deutlich mehr von ihrem Einkommen dafür aus.

    Die Infografik zeigt, wie das Einkommen die Nahrungsmittelausgaben von Haushalten beeinflusst. Sie vergleicht vier Haushaltstypen mit unterschiedlichem monatlichem Nettoeinkommen (1.300 Euro, 2.700 Euro, 4.400 Euro und 10.700 Euro).

    Der obere Teil der Grafik verdeutlicht dabei, welche Mengen an pflanzlichen, tierischen und fleischbasierten Produkten durchschnittlich gekauft werden. Es zeigt sich, dass Haushalte mit geringem Einkommen insgesamt weniger Lebensmittel kaufen – 32 Kilogramm bei einem Haushaltseinkommen von 1.300 Euro – während wohlhabendere Haushalte mehr kaufen (51 Kilogramm bei 4.400 Euro und 10.700 Euro).

    Der untere Teil der Grafik zeigt die Ausgaben für Nahrungsmittel absolut sowie als Anteil am Haushaltsnettoeinkommen. Es wird deutlich, dass je höher das Einkommen, desto mehr Geld wird in absoluten Zahlen für Lebensmittel ausgegeben: von 204 Euro bei 1.300 Euro bis 416 Euro bei 10.700 Euro. Relativ zum Einkommen zeigt sich jedoch das Gegenteil: Haushalte mit geringem Einkommen geben einen deutlich höheren Anteil ihres Budgets für Nahrungsmittel aus (etwa 16% Prozent), während Haushalte mit hohem Einkommen nur etwa vier Prozent aufwenden.

    Wie das Einkommen die Nahrungsmitteleinkäufe beeinflusst

    Bild12.08.2025
    Haushalte mit niedrigem Einkommen sind stärker durch Nahrungsmittelausgaben belastet. Obwohl sie weniger Lebensmittel kaufen, geben sie prozentual deutlich mehr von ihrem Einkommen dafür aus.
  • Wie sich eine Ernährungsumstellung auf die Emissionen von Treibhausgasen auswirkt

    Tofu-Bratwurst, veganes Chili, Seitan-Braten, vegetarisches Schnitzel, Bohnenburger, Sojasteak –meist wird davon ausgegangen, dass eine fleischreduzierte Ernährung nicht nur das eigene Gewissen, sondern auch die Umwelt entlastet. Doch stimmt das wirklich? Um diese Frage zu beantworten, haben Expertinnen und Experten des Öko-Instituts bislang zu diesem Thema erschienenen wissenschaftlichen Studien ausgewertet.

    Lohnt sich die Ernährungsumstellung für die Umwelt?

    Ja sie lohnt sich! Bei dem vorliegenden Screening ist herausgekommen, dass die Hypothese breit und robust bestätigt wird: Die meisten Fleischersatzprodukte sind in Bezug auf das Treibhausgaspotenzial und den Bedarf landwirtschaftlicher Flächen günstiger zu bewerten als Fleisch und Fleischprodukte.

    Mehr: blog.oeko.de/umweltwirkung-fleisch-und-fleischersatzprodukte

    Wie sich eine Ernährungsumstellung auf die Emissionen von Treibhausgasen auswirkt

    Bild06.04.2020
    Tofu-Bratwurst, veganes Chili, Seitan-Braten, vegetarisches Schnitzel, Bohnenburger, Sojasteak –meist wird davon ausgegangen, dass eine fleischreduzierte Ernährung nicht nur das eigene Gewissen, sondern auch die Umwelt entlastet. Doch stimmt das wirklich? Um diese Frage zu beantworten, haben Expertinnen und Experten des Öko-Instituts bislang zu diesem Thema erschienenen wissenschaftlichen Studien ausgewertet.