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Thema

Mobilitätswende

Von Klimaschutz ist der deutsche Verkehrssektor weit entfernt – Szenarien für die Verkehrswende, alternative Antriebe und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte
© plainpicture / Martin Wimmer

Die Treibhausgasemissionen des Verkehrs sollen bis zum Jahr 2030 auf 85 Millionen Tonnen sinken. Gegenüber 2019 ist das nahezu eine Halbierung. Bis zum Jahr 2045 muss der Verkehrssektor klimaneutral sein. Doch nach wie vor ist der Klimaschutzbeitrag des Verkehrssektors unbefriedigend. Die CO2-Emissionen sind bis zum Jahr 2019 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 nicht gesunken. Die Herausforderungen sind gewaltig und es kann nur mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik gelingen, die Emissionen zu senken. Gleichzeitig muss das ohne politische Lenkung wachsende Verkehrsaufkommen nachhaltig gestaltet werden durch alternative Antriebe und eine Abkehr vom Verbrennungsmotor, durch vernetzte Mobilitätsangebote, gemeinsame Nutzung wie beim Carsharing und eine höhere Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel sowie des Fuß- und Radverkehrs.

Welche Szenarien das Erreichen der Klimaziele ermöglichen, welche Maßnahmen und Instrumente welche konkreten Beiträge zum Klimaschutz erbringen können und wie sich die Kombination verschiedener Instrumente auswirkt, steht im Fokus der Arbeit des Öko-Instituts zur Mobilitätswende. Die Wissenschaftler*innen

  • entwerfen Strategien für die Klima- und Ressourcenpolitik,
  • bewerten konkrete Maßnahmen auf ihre Wirkung,
  • prüfen und entwickeln alternative Mobilitäts- und Antriebskonzepte und
  • machen Vorschläge für den umweltfreundlichen Güterverkehr.

 

Illustration: Zwei Personen stecken ein Ladekabel in ein E-Auto
FAQ des Öko-Instituts

Verbrenner-Aus 2035 und Elektromobilität

Ab 2035 dürfen in der EU keine neuen Pkw mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden. Das FAQ des Öko-Instituts beantwortet Fragen zum Verbrenner-Aus sowie zu Elektroautos, E-Fuels und Chancen für die Autoindustrie.

Jetzt informieren!

Aktuelles

Infografiken

  • Die Grafik zeigt Einschätzungen zur Marktrelevanz alternativer Lkw-Antriebe und Kraftstoffe für 2030. Verglichen werden Transportbranche und E-Lkw-Pionierunternehmen. In der Transportbranche steigt die erwartete Marktrelevanz von E-Lkw zwischen 2021 und 2025 von etwa 1,6 auf 2,0 Punkte. Wasserstoff-Lkw werden dagegen niedriger eingeschätzt als 2021. Biokraftstoffe, Erdgas und E-Fuels liegen 2025 darunter beziehungsweise im mittleren Bereich. Bei E-Lkw-Pionierunternehmen werden E-Lkw 2024 und 2026 mit Abstand am relevantesten eingeschätzt und steigen von rund 2,2 auf 2,4 Punkte. Alle anderen Optionen – Wasserstoff, Biokraftstoffe, Erdgas und E-Fuels – liegen deutlich niedriger, meist unter 1 Punkt.

    Batterieelektrische Lkw etablieren sich aus Sicht der Transportbranche zunehmend als dominante Technologieoption für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Wasserstoffbasierte Antriebsoptionen verlieren hinsichtlich ihrer Marktbedeutung bis zum Jahr 2030 deutlich. Strombasierte Kraftstoffe, Biokraftstoffe und Erdgas werden zwar weiterhin als mögliche Ergänzungen gesehen, jedoch mit deutlich geringerem Potenzial als batterieelektrische Antriebe. 
    In dieser generellen Einschätzung zeigen die Gesamtbranche und die Pionierunternehmen mit E-Lkw-Erfahrung ein sehr ähnliches Bild. Auffällig ist jedoch, dass Unternehmen, die bereits E-Lkw im Einsatz haben, die Marktperspektive von E-Lkw noch deutlich optimistischer und die weiteren Alternativen deutlich pessimistischer als die Gesamtbranche einschätzt. Die positiven Erfahrungen aus dem realen Fahrzeugeinsatz überzeugen anscheinend. Die hohe technische Zuverlässigkeit, die Fahrerakzeptanz sowie die zunehmende Eignung für Regional- und Fernverkehr stimmen die Pionierunternehmen zuversichtlich.
    Gleichzeitig bleibt der weitere Markthochlauf eng an wirtschaftliche Rahmenbedingungen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie regulatorische Planungssicherheit gekoppelt.
    Weitere Informationen in der Studie „Zwischen Orientierung und Optimierung: Status quo und Perspektiven von batterieelektrischen Lkw in der Transportwirtschaft.“ (<a href="https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%e2%80%8bZwischen-Orientierung-und-Optimierung.pdf" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-...</a>) des Öko-Instituts

    Marktrelevanz alternativer Lkw-Antriebe und Kraftstoffe

    Bild01.07.2026
    Batterieelektrische Lkw etablieren sich aus Sicht der Transportbranche zunehmend als dominante Technologieoption für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Wasserstoffbasierte Antriebsoptionen verlieren hinsichtlich ihrer Marktbedeutung bis zum Jahr 2030 deutlich. Strombasierte Kraftstoffe, Biokraftstoffe und Erdgas werden zwar weiterhin als mögliche Ergänzungen gesehen, jedoch mit deutlich geringerem Potenzial als batterieelektrische Antriebe.
  • Die Grafik vergleicht die erwartete technische Zuverlässigkeit von E-Lkw in Transportunternehmen mit den Erfahrungen von E-Lkw-Pionierunternehmen. Bei den Transportunternehmen erwarten rund 9 Prozent, dass E-Lkw zuverlässiger sind als Diesel-Lkw, etwa 48 Prozent erwarten eine gleich hohe Zuverlässigkeit und rund 42 Prozent halten sie für weniger zuverlässig. Bei den E-Lkw-Pionierunternehmen berichten dagegen rund 41 Prozent, dass E-Lkw zuverlässiger sind als Diesel-Lkw, etwa 33 Prozent sehen eine gleich hohe Zuverlässigkeit und nur rund 16 Prozent bewerten sie als weniger zuverlässig.

    E-Lkw sind in der Klasse >16/18 Tonnen erst seit wenigen Jahren als Serienmodelle verfügbar. Dennoch bewerten bereits heute E-Lkw-Pionierunternehmen die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ausgesprochen positiv – in der Tendenz sogar als technisch zuverlässiger als vergleichbare Diesel-Lkw. Ganz anders schätzen Transportunternehmen ohne relevante Praxiserfahrung mit E-Lkw die Zuverlässigkeit ein. Nur eine kleine Minderheit erwartet eine höhere Zuverlässigkeit von E-Lkw im Regelbetrieb. 
    Die großen Unterschiede veranschaulichen den „Erfahrungs-Gap“ und die Bedeutung von Wissenstransfer in der aktuellen Marktphase zwischen Pionieren und Gesamtbranche für den erfolgreichen Markthochlauf von E-Lkw.
    Weitere Informationen in der Studie „Zwischen Orientierung und Optimierung: Status quo und Perspektiven von batterieelektrischen Lkw in der Transportwirtschaft.“ (<a href="https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-Orientierung-und-Optimierung.pdf" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-...</a>) des Öko-Instituts

    Technische Zuverlaessigkeit von E-Lkw

    Bild01.07.2026
    E-Lkw sind in der Klasse >16/18 Tonnen erst seit wenigen Jahren als Serienmodelle verfügbar. Dennoch bewerten bereits heute E-Lkw-Pionierunternehmen die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ausgesprochen positiv – in der Tendenz sogar als technisch zuverlässiger als vergleichbare Diesel-Lkw.
  • Infografik, die zeigt: Ärmere Haushalte verügen seltener über ein Auto

    Die Grafik zeigt: Der Pkw-Besitz in Deutschland ist klar einkommensabhängig. In Haushalten mit einem Monatseinkommen unter 1.500 Euro besitzt ein großer Teil der Menschen kein eigenes Auto – fast die Hälfte dieser Haushalte ist autofrei. Mit steigenden Einkommen verschiebt sich dieses Bild deutlich: In den mittleren Einkommensgruppen dominiert der Besitz eines einzigen Fahrzeugs, während der Anteil an Haushalten ohne Auto stark zurückgeht. In höheren Einkommensklassen wiederum nehmen Mehrfachbesitz von Autos sichtbar zu – hier verfügen viele Haushalte über zwei oder sogar drei und mehr Fahrzeuge.

    Ärmere Haushalte verfügen seltener über ein eigenes Auto

    Bild26.11.2025
    Die Grafik zeigt: Der Pkw-Besitz in Deutschland ist klar einkommensabhängig. In Haushalten mit einem Monatseinkommen unter 1.500 Euro besitzt ein großer Teil der Menschen kein eigenes Auto – fast die Hälfte dieser Haushalte ist autofrei. Mit steigenden Einkommen verschiebt sich dieses Bild deutlich: In den mittleren Einkommensgruppen dominiert der Besitz eines einzigen Fahrzeugs, während der Anteil an Haushalten ohne Auto stark zurückgeht. In höheren Einkommensklassen wiederum nehmen Mehrfachbesitz von Autos sichtbar zu – hier verfügen viele Haushalte über zwei oder sogar drei und mehr Fahrzeuge.