Spenden
Schwerpunkt

Elektromobilität

© plainpicture / Andreas Körner

Die Elektromobilität ist die zentrale Technologie, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Verkehrssektor zu verringern und dessen klimaschädliche Treibhausgasemissionen zu senken. Wichtigste Einflussfaktoren für ihren Klimavorteil sind der Einsatz erneuerbaren Energien beim Fahren und die bessere Energieeffizienz gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Dennoch hängt ihr ökologische Gesamtnutzen vor allem davon ab, wie sie gestaltet wird. Denn klimafreundliche Mobilität ist nicht allein eine Frage der technologischen Entwicklung. Darüber hinaus muss sowohl ein Bewusstsein für ein nachhaltiges Verkehrsverhalten entstehen als auch politische Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass ein solches Verhalten belohnt wird.

Die Wissenschaftler*innen des Öko-Institut bewerten die Potenziale der Elektromobilität aus einer umfassenden Perspektive. Sie

  • analysieren die Chancen und Herausforderungen für den Markthochlauf der neuen Antriebstechnologien,
  • beurteilen deren Klima- und Ressourcenbilanz,
  • berechnen die Auswirkungen auf die Stromnachfrage in Deutschland,
  • beschreiben Kosten- und Emissionseinsparungen im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor,
  • erörtern Fragen der Ladeinfrastruktur und 
  • nehmen eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung bei eingesetzten Rohstoffen entlang der Lieferkette vor.

 

 

Aktuelles

Illustration: Zwei Personen stecken ein Ladekabel in ein E-Auto
FAQ des Öko-Instituts

Verbrenner-Aus 2035 und Elektromobilität

Ab 2035 dürfen in der EU keine neuen Pkw mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden. Das FAQ des Öko-Instituts beantwortet Fragen zum Verbrenner-Aus sowie zu Elektroautos, E-Fuels und Chancen für die Autoindustrie.

Jetzt informieren!

Infografiken

  • Die Grafik zeigt Einschätzungen zur Marktrelevanz alternativer Lkw-Antriebe und Kraftstoffe für 2030. Verglichen werden Transportbranche und E-Lkw-Pionierunternehmen. In der Transportbranche steigt die erwartete Marktrelevanz von E-Lkw zwischen 2021 und 2025 von etwa 1,6 auf 2,0 Punkte. Wasserstoff-Lkw werden dagegen niedriger eingeschätzt als 2021. Biokraftstoffe, Erdgas und E-Fuels liegen 2025 darunter beziehungsweise im mittleren Bereich. Bei E-Lkw-Pionierunternehmen werden E-Lkw 2024 und 2026 mit Abstand am relevantesten eingeschätzt und steigen von rund 2,2 auf 2,4 Punkte. Alle anderen Optionen – Wasserstoff, Biokraftstoffe, Erdgas und E-Fuels – liegen deutlich niedriger, meist unter 1 Punkt.

    Batterieelektrische Lkw etablieren sich aus Sicht der Transportbranche zunehmend als dominante Technologieoption für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Wasserstoffbasierte Antriebsoptionen verlieren hinsichtlich ihrer Marktbedeutung bis zum Jahr 2030 deutlich. Strombasierte Kraftstoffe, Biokraftstoffe und Erdgas werden zwar weiterhin als mögliche Ergänzungen gesehen, jedoch mit deutlich geringerem Potenzial als batterieelektrische Antriebe. 
    In dieser generellen Einschätzung zeigen die Gesamtbranche und die Pionierunternehmen mit E-Lkw-Erfahrung ein sehr ähnliches Bild. Auffällig ist jedoch, dass Unternehmen, die bereits E-Lkw im Einsatz haben, die Marktperspektive von E-Lkw noch deutlich optimistischer und die weiteren Alternativen deutlich pessimistischer als die Gesamtbranche einschätzt. Die positiven Erfahrungen aus dem realen Fahrzeugeinsatz überzeugen anscheinend. Die hohe technische Zuverlässigkeit, die Fahrerakzeptanz sowie die zunehmende Eignung für Regional- und Fernverkehr stimmen die Pionierunternehmen zuversichtlich.
    Gleichzeitig bleibt der weitere Markthochlauf eng an wirtschaftliche Rahmenbedingungen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie regulatorische Planungssicherheit gekoppelt.
    Weitere Informationen in der Studie „Zwischen Orientierung und Optimierung: Status quo und Perspektiven von batterieelektrischen Lkw in der Transportwirtschaft.“ (<a href="https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%e2%80%8bZwischen-Orientierung-und-Optimierung.pdf" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-...</a>) des Öko-Instituts

    Marktrelevanz alternativer Lkw-Antriebe und Kraftstoffe

    Bild01.07.2026
    Batterieelektrische Lkw etablieren sich aus Sicht der Transportbranche zunehmend als dominante Technologieoption für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Wasserstoffbasierte Antriebsoptionen verlieren hinsichtlich ihrer Marktbedeutung bis zum Jahr 2030 deutlich. Strombasierte Kraftstoffe, Biokraftstoffe und Erdgas werden zwar weiterhin als mögliche Ergänzungen gesehen, jedoch mit deutlich geringerem Potenzial als batterieelektrische Antriebe.
  • Die Grafik vergleicht die erwartete technische Zuverlässigkeit von E-Lkw in Transportunternehmen mit den Erfahrungen von E-Lkw-Pionierunternehmen. Bei den Transportunternehmen erwarten rund 9 Prozent, dass E-Lkw zuverlässiger sind als Diesel-Lkw, etwa 48 Prozent erwarten eine gleich hohe Zuverlässigkeit und rund 42 Prozent halten sie für weniger zuverlässig. Bei den E-Lkw-Pionierunternehmen berichten dagegen rund 41 Prozent, dass E-Lkw zuverlässiger sind als Diesel-Lkw, etwa 33 Prozent sehen eine gleich hohe Zuverlässigkeit und nur rund 16 Prozent bewerten sie als weniger zuverlässig.

    E-Lkw sind in der Klasse >16/18 Tonnen erst seit wenigen Jahren als Serienmodelle verfügbar. Dennoch bewerten bereits heute E-Lkw-Pionierunternehmen die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ausgesprochen positiv – in der Tendenz sogar als technisch zuverlässiger als vergleichbare Diesel-Lkw. Ganz anders schätzen Transportunternehmen ohne relevante Praxiserfahrung mit E-Lkw die Zuverlässigkeit ein. Nur eine kleine Minderheit erwartet eine höhere Zuverlässigkeit von E-Lkw im Regelbetrieb. 
    Die großen Unterschiede veranschaulichen den „Erfahrungs-Gap“ und die Bedeutung von Wissenstransfer in der aktuellen Marktphase zwischen Pionieren und Gesamtbranche für den erfolgreichen Markthochlauf von E-Lkw.
    Weitere Informationen in der Studie „Zwischen Orientierung und Optimierung: Status quo und Perspektiven von batterieelektrischen Lkw in der Transportwirtschaft.“ (<a href="https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-Orientierung-und-Optimierung.pdf" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/ELV-Live_%E2%80%8BZwischen-...</a>) des Öko-Instituts

    Technische Zuverlaessigkeit von E-Lkw

    Bild01.07.2026
    E-Lkw sind in der Klasse >16/18 Tonnen erst seit wenigen Jahren als Serienmodelle verfügbar. Dennoch bewerten bereits heute E-Lkw-Pionierunternehmen die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ausgesprochen positiv – in der Tendenz sogar als technisch zuverlässiger als vergleichbare Diesel-Lkw.
  • Climate protection in road freight transport: Trucks in long-haul operation particularly relevant

    The climate protection targets for Germany require a reduction in transport-related greenhouse gas emissions of at least 40 % by 2030 and thus a significant trend reversal compared to the development of the past decades. By 2050, emissions from transport must fall to virtually zero in order to meet Germany's international obligations.

    Climate protection in road freight transport: Trucks in long-haul operation particularly relevant

    Bild31.10.2023
    The climate protection targets for Germany require a reduction in transport-related greenhouse gas emissions of at least 40 % by 2030 and thus a significant trend reversal compared to the development of the past decades. By 2050, emissions from transport must fall to virtually zero in order to meet Germany's international obligations.