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Schwerpunkt

Stromnetze

© plainpicture/Peer Hanslik

Der Aus- und Umbau der Strominfrastruktur ist eine der zentralen Herausforderung für die Energiewende. Je mehr Strom aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Photovoltaik stammt, desto mehr räumliche und zeitliche Flexibilität muss auch die Infrastruktur bieten. Stromnetze und -speicher müssen bedarfsgerecht ausgebaut werden, um genügend Strom aus Windenergie von Nord nach Süd zu transportieren und die Schwankungen der Stromerzeugung zwischen Tag und Nacht oder windreichen und windarmen Zeiten auffangen zu können.

Die Ausgestaltung und Steuerung der Flexibilitäten im Stromsystem, insbesondere der Stromverteilnetze, steht im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten des Öko-Instituts. Dabei spielen Szenarien für flexible Stromerzeuger und Verbraucher eine besondere Rolle, um Potenziale für die Netzentlastung und die kosteneffiziente Entwicklung der Stromnetze zu ermitteln. Die Wissenschaftler*innen entwickeln auf Basis dieser Szenarien Empfehlungen zur Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen, damit das Stromsystem auch in Zukunft sicher, wirtschaftlich und klimaneutral arbeiten kann. Das ist Grundlage dafür, dass erneuerbare Energien optimal genutzt werden und dadurch die Kosten der Stromerzeugung sinken können.

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Infografiken

  • Die Karte zeigt Windenergieanlagen inn Baden-Württemberg, die bereits in Betrieb sind oder sich noch in Planung befinden. Dabei werden Windvorranggebiete und regionenspezifische Flächenbeitragswerte nach aktuellem Stand der Teilfortschreibungen aufgezeigt.

    Windenergie in Baden-Württemberg

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    Die Karte zeigt Windenergieanlagen inn Baden-Württemberg, die bereits in Betrieb sind oder sich noch in Planung befinden. Dabei werden Windvorranggebiete und regionenspezifische Flächenbeitragswerte nach aktuellem Stand der Teilfortschreibungen aufgezeigt.
  • Netzflexibilisierung

    Szenarienberechnungen zeigen, dass dezentrale, flexible Erzeuger und Verbraucher – vor allem Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – die jährlichen Kosten der Stromerzeugung um bis zu eine Milliarde Euro reduzieren können. Im Jahr 2020 lag das technische Flexibilitätspotenzial dezentraler Erzeuger und Verbraucher bei rund zehn Terawattstunden (TWh). Das waren knapp zwei Prozent des Stromverbrauchs (558 TWh). Bis zum Jahr 2050 kann sich die flexibilisierbare Strommenge auf rund 220 TWh verzwanzigfachen (Infografik).
    Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen geändert werden. Diese hat ein Forschungsteam des Öko-Instituts erarbeitet und in einem Policy Brief zusammengefasst.

    Zur PM "Mit dezentralen Flexibilitäten eine Milliarde Euro Stromerzeugungskosten sparen und Stromnetze entlasten" https://www.oeko.de/presse/archiv-pressemeldungen/presse-detailseite/2022/mit-dezentralen-flexibilitaeten-eine-milliarde-euro-stromerzeugungskosten-sparen-und-stromnetze-entlasten

    Szenarienberechnungen zeigen, dass dezentrale, flexible Erzeuger und Verbraucher – vor allem Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – die jährlichen Kosten der Stromerzeugung um bis zu eine Milliarde Euro reduzieren können. Im Jahr 2020 lag das technische Flexibilitätspotenzial dezentraler Erzeuger und Verbraucher bei rund zehn Terawattstunden (TWh). Das waren knapp zwei Prozent des Stromverbrauchs (558 TWh). Bis zum Jahr 2050 kann sich die flexibilisierbare Strommenge auf rund 220 TWh verzwanzigfachen (Infografik).
    Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen geändert werden. Diese hat ein Forschungsteam des Öko-Instituts erarbeitet und in einem Policy Brief zusammengefasst.

    Zur PM "Mit dezentralen Flexibilitäten eine Milliarde Euro Stromerzeugungskosten sparen und Stromnetze entlasten" (<a href="https://www.oeko.de/presse/archiv-pressemeldungen/presse-detailseite/2022/mit-dezentralen-flexibilitaeten-eine-milliarde-euro-stromerzeugungskosten-sparen-und-stromnetze-entlasten" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/presse/archiv-pressemeldungen/presse-detailse...</a>)
    Zum Policy Brief „Dezentrale Flexibilitätsoptionen: Bausteine einer klimaneutralen Stromversorgung“ (<a href="https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/Policy-Brief_Oeko-Institut_Dezentrale-Flexibilitaet-Uebertragungsnetz-Strommarkt.pdf" rel="noreferrer nofollow">www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/Policy-Brief_Oeko-Institut_...</a>)

    Quellen für die Zahlen im Jahr 2020: Anzahl batterieelektrischer Fahrzeuge (358.000): Verband der Automobilindustrie (<a href="http://www.vda.de" rel="noreferrer nofollow">www.vda.de</a>); jährlicher Stromverbrauch eines batterieelektrischen Fahrzeugs (3.000 kWh/Fahrzeug): genehmigter Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan 2030 (Version 2021); Anzahl Wärmepumpen (1 Million): Bundesverband Wärmepumpe e.V. (<a href="http://www.waermepumpe.de" rel="noreferrer nofollow">www.waermepumpe.de</a>); jährlicher Stromverbrauch einer Wärmepumpe (3.200 kWh/Wärmepumpe): genehmigter Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan 2030 (Version 2021); Speicherkapazität von PV-Heimspeichern (1,9 GWh): Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (<a href="http://www.solarwirtschaft.de" rel="noreferrer nofollow">www.solarwirtschaft.de</a>); installierte Leistung von Erdgas-BHKW (3,8 GW): Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (<a href="http://www.bundesnetzagentur.de" rel="noreferrer nofollow">www.bundesnetzagentur.de</a>); Volllaststunden von Erdgas-BHKW (5.000): Netzentwicklungsplan Strom 2035 (Version 2021); Stromerzeugung aus Biogas-BHKW (29 TWh): Erneuere Energien in Zahlen (<a href="http://www.erneuerbare-energie.de" rel="noreferrer nofollow">www.erneuerbare-energie.de</a>)

     

    Netzflexibilisierung

    Bild31.03.2022
    Szenarienberechnungen zeigen, dass dezentrale, flexible Erzeuger und Verbraucher – vor allem Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – die jährlichen Kosten der Stromerzeugung um bis zu eine Milliarde Euro reduzieren können.
  • Die soziale Seite der Energiewende: Strom

    Die Energiewende ist ein Großprojekt – für Wirtschaft und Politik, aber auch für die Menschen, die von der Umsetzung unterschiedlich stark betroffen sind. Deshalb ist eine sozialverträgliche Gestaltung der Energiewende sehr wichtig, um die Teilhabe aller Menschen an einer nachhaltigen Zukunft zu ermöglichen. Und deshalb müssen die staatlichen Anreize und Rahmenbedingungen zur Ausgestaltung der Energiewende stimmen.

    Politische Maßnahmen, die für eine verursachergerechte Bepreisung von Energie und Ressourcen sorgen oder Anreize und Standards für klimafreundliche Investitionen oder Verhaltensweisen setzen, haben unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen.

    Die Grafik zeigt, dass Haushalte mit geringem Einkommen in Deutschland einen erheblich höheren Anteil ihres Budgets für die Stromversorgung ausgeben als die finanziell besser gestellten: Fließen bei der untersten Einkommensgruppe fünf Prozent ihrer monatlich verfügbaren Mittel in die Stromkosten, so sind es bei den einkommensstärksten Haushalten nur 1,2 Prozent, obwohl letztere fast doppelt so viel Strom verbrauchen.

    Weitere Informationen des Öko-Instituts:

     https://www.oeko.de/forschung-beratung/themen/energie-und-klimaschutz/energiewende-verursachergerecht-und-sozialvertraeglich

    https://blog.oeko.de/energiearmut-studie-wenn-das-licht-auszugehen-droht/
     
    https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/CO2-Bepreisung-sozial-ausgewogen.pdf

    https://www.oeko.de/publikationen/p-details/policies-and-measures-to-alleviate-energy-poverty-in-germany-learning-from-good-practices-in-other/

    Quelle: FDZ der statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013, Berechnungen Öko-Institut.

    Die soziale Seite der Energiewende: Strom

    Bild17.07.2020
    Die Grafik zeigt, dass Haushalte mit geringem Einkommen in Deutschland einen erheblich höheren Anteil ihres Budgets für die Stromversorgung ausgeben als die finanziell besser gestellten: Fließen bei der untersten Einkommensgruppe fünf Prozent ihrer monatlich verfügbaren Mittel in die Stromkosten, so sind es bei den einkommensstärksten Haushalten nur 1,2 Prozent, obwohl letztere fast doppelt so viel Strom verbrauchen.