Technical study on indirect emissions in the CBAM
Diese Studie liefert - im Auftrag der Europäischen Kommission - eine politische Analyse zur Unterstützung der Umsetzung und der möglichen Weiterentwicklung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) im Hinblick auf indirekte Emissionen, die in aus Drittländern importierten Waren enthalten sind. Sie befasst sich mit drei Fragen:
- Wie lassen sich operative Standardemissionsfaktoren für indirekte Emissionen festlegen?
- Unter welchen Bedingungen sollte es Anmeldern gestattet sein, tatsächliche indirekte Emissionen anzugeben, einschließlich Anforderungen an direkte technische Verbindungen, Stromabnahmeverträge (PPAs) und die Überprüfung?
- Ob und wie könnte die Erfassung indirekter Emissionen auf weitere CBAM-Sektoren ausgeweitet werden?
Die Analyse kombiniert eine methodische Bewertung, eine Untersuchung der derzeit geltenden CBAM-Vorschriften, Szenario-Tests und strukturierte Beiträge von Interessengruppen. Sie bewertet Abwägungen zwischen der Gewährleistung der Umweltintegrität (einschließlich der Risiken einer Ressourcenverlagerung), der Verhinderung von CO₂-Verlagerung, der administrativen Durchführbarkeit und der Sicherstellung einer Gleichbehandlung von EU- und Nicht-EU-Herstellern. Besonderes Augenmerk wird auf die Risiken der Ressourcenverlagerung, Datenbeschränkungen, die Komplexität der Überprüfung sowie die Notwendigkeit gelegt, einen doppelten Schutz vor Carbon Leakage durch den Ausgleich indirekter Kosten zu vermeiden.
Die Ergebnisse liefern eine Faktengrundlage für die Entwicklung operativer Vorschriften für den endgültigen Zeitraum ab 2026 und klären die Gestaltungsbedingungen, unter denen eine erweiterte Erfassung indirekter Emissionen die Wirksamkeit des CBAM stärken würde, während gleichzeitig die rechtliche Robustheit und die praktische Durchführbarkeit gewahrt bleiben.