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Schwerpunkt

Baustoffe

© plainpicture / Monty Rakusen

Der Bausektor ist besonders materialintensiv: Für den Neubau von Gebäuden, Straßen und weiteren Infrastrukturen wie Brücken, Schienen etc. werden jährlich etwa 28 Millionen Tonnen Zement und rund 15 Millionen Tonnen Stahl benötigt. Zugleich stellen mineralische Bauabfälle eine der größten Abfallanteile in Deutschland dar. Damit der Bausektor nachhaltig wirtschaften kann, muss er Rohstoffe sorgfältig einsetzen und seine Abfälle im Sinne der Circular Economy möglichst vollständig und hochwertig wiederverwerten. Gleichzeitig wächst das sogenannte anthropogene Lager, also das durch menschliche Tätigkeiten entstandene Stofflager, stetig weiter und stellt ein immenses Sekundärrohstoffpotenzial dar. Das Urban Mining, mit dem Recycling und der Wiedergewinnung von Rohstoffen daraus, wird zu einer Hauptaufgabe für die Ressourcenwende.

Das Öko-Institut arbeitet wissenschaftlich zu verschiedenen Aspekten nachhaltiger Herstellung, Nutzung und Verwertung von Baustoffen. Es

  • berechnet und prognostiziert den Rohstoffverbrauch,
  • analysiert Stoffströme und Verwertungswege von Metallen ebenso wie von mineralischen Rohstoffen und
  • entwickelt Szenarien für den nachhaltigen Umgang mit Baustoffen.

 

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Infografiken

  • Laut einer Analyse für den WWF Deutschland hat die Erzeugung von Eisen und Stahl den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen im Industriesektor.

    Laut einer Analyse für den WWF Deutschland hat die Erzeugung von Eisen und Stahl den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen im Industriesektor. Die ersten 13 Ränge entfallen auf Anlagen dieser Branche. Die sechs integrierten Stahlwerke verursachen mit 44,2 Mio. t CO2e insgesamt 86 Prozent der Emissionen der Eisen und Stahlerzeugung in Deutschland – die Hälfte davon allein in Duisburg: www.oeko.de/aktuelles/2023/dirty-thirty-eisen-und-stahlindustrie-dominiert-die-emissionen-im-industriesektor

    CO2-Emissionen aus der Stahlindustrie

    Bild08.06.2023
    Laut einer Analyse für den WWF Deutschland hat die Erzeugung von Eisen und Stahl den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen im Industriesektor.
  • Klimaschutz durch Circular Economy: Bauen im Fokus

    Die Grafik zeigt Umweltentlastungspotenziale der Kreislaufwirtschaft, die sich für vier zirkuläre Praktiken – Life Cycle Designing, Nutzungsdauerverlängerung, Nutzungsintensivierung und Materialneunutzung – in Berlin ergeben. Diese stehen beispielhaft für eine Vielzahl an konkreten Optionen, durch Kreislaufwirtschaft die Umwelt zu entlasten. Die Zahlen beruhen auf einer Analyse des Öko-Instituts und zeigen neben den vermiedenen Mengen Abfall auch das Potenzial der Kreislaufwirtschaft, durch eine Reduktion des Gesamtmaterials zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen. Für den Bausektor ergeben sich für die beispielhaft untersuchten zirkulären Praktiken für Berlin jährliche Einsparpotenziale von 244.606 Tonnen CO2-Äquivalenten.

    Klimaschutz durch Circular Economy: Bauen im Fokus

    Bild10.12.2021
    Die Grafik zeigt Umweltentlastungspotenziale der Kreislaufwirtschaft, die sich für vier zirkuläre Praktiken – Life Cycle Designing, Nutzungsdauerverlängerung, Nutzungsintensivierung und Materialneunutzung – in Berlin ergeben. Diese stehen beispielhaft für eine Vielzahl an konkreten Optionen, durch Kreislaufwirtschaft die Umwelt zu entlasten.