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Schwerpunkt

Batterien

© Öko-Institut

Der Bausektor ist besonders materialintensiv: Für den Neubau von Gebäuden, Straßen und weiteren Infrastrukturen wie Brücken, Schienen etc. werden jährlich etwa 28 Millionen Tonnen Zement und rund 15 Millionen Tonnen Stahl benötigt. Zugleich stellen mineralische Bauabfälle eine der größten Abfallanteile in Deutschland dar. Damit der Bausektor nachhaltig wirtschaften kann, muss er Rohstoffe sorgfältig einsetzen und seine Abfälle im Sinne der Circular Economy möglichst vollständig und hochwertig wiederverwerten. Gleichzeitig wächst das sogenannte anthropogene Lager, also das durch menschliche Tätigkeiten entstandene Stofflager, stetig weiter und stellt ein immenses Sekundärrohstoffpotenzial dar. Das Urban Mining, mit dem Recycling und der Wiedergewinnung von Rohstoffen daraus, wird zu einer Hauptaufgabe für die Ressourcenwende.

Das Öko-Institut arbeitet wissenschaftlich zu verschiedenen Aspekten nachhaltiger Herstellung, Nutzung und Verwertung von Baustoffen. Es

  • berechnet und prognostiziert den Rohstoffverbrauch,
  • analysiert Stoffströme und Verwertungswege von Metallen ebenso wie von mineralischen Rohstoffen und
  • entwickelt Szenarien für den nachhaltigen Umgang mit Baustoffen.

 

Aktuelles

Infografiken

  • More and more traction batteries for electromobility in the EU

    In view of the currently rapidly growing number of used batteries from electric vehicles, buses and e-scooters, the question of proper end-of-life management is becoming more and more urgent (see infographic). Although recycling capacities are being built up in the EU, the logistics and recycling processes are usually associated with considerable costs.

    "There is currently a trend to 'donate' used batteries to other countries," says battery researcher Dr Johannes Betz of the Oeko-Institut. Many manufacturers argue that used batteries can still be used – for example in solar projects in Africa. More and more projects and press releases are praising this so-called repurposing approach as a solution. "Repurposing of used Li-ion batteries can certainly yield many environmental benefits”, says Betz. "But it is hard to understand why the focus is on shipping old batteries to low- and middle-income countries, given the great need for electricity storage in Germany and the EU”.

    More and more traction batteries for electromobility in the EU

    Bild15.06.2022
    In view of the currently rapidly growing number of used batteries from electric vehicles, buses and e-scooters, the question of proper end-of-life management is becoming more and more urgent (see infographic). Although recycling capacities are being built up in the EU, the logistics and recycling processes are usually associated with considerable costs.
  • Immer mehr Antriebsbatterien für die Elektromobilität in der EU

    Angesichts der derzeit rasant wachsenden Zahl an Altbatterien aus Elektrofahrzeugen, Bussen und E-Scootern wird die Frage immer dringlicher, was nach deren Gebrauch mit ihnen geschieht. Obwohl in der EU Recyclingkapazitäten aufgebaut werden, sind die Logistik- und Recyclingprozesse meist teuer.

    "Es gibt derzeit einen Trend, Altbatterien in andere Länder zu spenden'", sagt Batterieforscher Dr. Johannes Betz vom Öko-Institut. Viele Hersteller argumentieren, dass gebrauchte Batterien noch verwendet werden können - zum Beispiel in Solarprojekten in Afrika. Immer mehr Projekte und Pressemitteilungen preisen diesen sogenannten Repurposing-Ansatz als Lösung an. "Die Wiederverwendung von gebrauchten Li-Ionen-Batterien kann sicherlich viele Vorteile für die Umwelt bringen", sagt Betz. "Es ist jedoch unverständlich, warum der Schwerpunkt auf der Verschiffung von Altbatterien in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen liegt, obwohl der Bedarf an Stromspeichern in Deutschland und der EU so groß ist".

    Weitere Informationen in der Pressemitteilung: "Gebrauchte Lithium-Ionen-Akkus nach Afrika spenden? Klare Regeln dringend nötig": https://www.oeko.de/presse/archiv-pressemeldungen/presse-detailseite/2022/gebrauchte-lithium-ionen-akkus-nach-afrika-spenden-klare-regeln-dringend-noetig

    Immer mehr Antriebsbatterien für die Elektromobilität in der EU

    Bild14.06.2022
    Angesichts der derzeit rasant wachsenden Zahl an Altbatterien aus Elektrofahrzeugen, Bussen und E-Scootern wird die Frage immer dringlicher, was nach deren Gebrauch mit ihnen geschieht. Obwohl in der EU Recyclingkapazitäten aufgebaut werden, sind die Logistik- und Recyclingprozesse meist teuer.
  • Einsatzbereiche der Lithium-Ionen-Batterien

    Lithium und Kobalt sind Rohstoffe, die nicht nur für Lithium-Ionen-Batterien in den Elektro-Fahrzeugen gewonnen werden. Der Einsatz der beiden Schlüsselrohstoffe ist vielfältig. Neben Lithium-Ionen-Batterien (65%) wird Lithium in der Keramik- und Glasproduktion (18%), in Schmierfetten (5%), der Polymerproduktion (3%), der Luftbehandlung (1%) und weiteren Anwendungen (8%) eingesetzt. Der Anteil für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen und liegt heute bei ca. 65% (USGS 2020). Kobalt wird neben den Lithium-Ionen-Batterien (44%) auch in Superlegierungen (17%), chemischen Anwendungen (12%), Karbiden und Diamantwerkzeugen (9%) auch in Magneten (5%) und sonstigen Anwendungen (13%) eingesetzt (BGR). Mehr als die Hälfte der Energie (kWh) der produzierten Lithium-Ionen-Batterien (64%) findet derzeit schon Anwendung in Elektro-Fahrzeugen. Aber auch in vielen anderen Anwendungen mit wiederaufladbaren Batterien werden Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt: in  elektronischen Geräten (z.B. Smartphones, Laptops, Powertools), industriellen Anwendungen (wie Gabelstaplern oder stationäre Netzspeicherung) und anderen Anwendungen (wie medizinischen Applikationen) (Pillot 2019)

    Einsatzbereiche der Lithium-Ionen-Batterien

    Bild05.11.2020
    Lithium und Kobalt sind Rohstoffe, die nicht nur für Lithium-Ionen-Batterien in den Elektro-Fahrzeugen gewonnen werden. Der Einsatz der beiden Schlüsselrohstoffe ist vielfältig. Neben Lithium-Ionen-Batterien (65%) wird Lithium in der Keramik- und Glasproduktion (18%), in Schmierfetten (5%), der Polymerproduktion (3%), der Luftbehandlung (1%) und weiteren Anwendungen (8%) eingesetzt.