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Thema

Gerechte Transformation

Wie ökologische Wandlungsprozesse sozial gerecht gestaltet und Menschen an politischen Entscheidungen beteiligt werden können.

Energiewende, Verkehrswende, Landwende und Wärmewende – die gesellschaftlichen Großprojekte des Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutzes erfordern nicht nur einzelne politische und technologische Neuerungen, sondern einen gesamtgesellschaftlichen Wandel. Lösungen müssen nicht nur das Klima, die natürlichen Ressourcen oder die biologische Vielfalt schützen – sie müssen auch gerecht sein, gemeinsam getragen werden und die Bedürfnisse verschiedener gesellschaftlicher Gruppen berücksichtigen. Um allen Menschen die Teilhabe an einer nachhaltigen Zukunft zu ermöglichen, ist Partizipation daher ebenso wichtig wie ein besonderer Blick auf Benachteiligungen etwa durch geringes Einkommen, Wohnort oder Geschlecht sowie eine entsprechende Unterstützung für besonders betroffene Menschen.

Die Wissenschaftler*innen des Öko-Instituts analysieren den politischen Handlungsbedarf für die nachhaltige, faire und partizipative Gestaltung von Transformationen. Sie forschen zu Themen der Beteiligung an politischen und planerischen Entscheidungsprozessen und arbeiten mit gesellschaftlichen Akteur*innen im Rahmen von transdisziplinären Forschungsprojekten zusammen. Sie richten den Fokus auf mögliche ungleiche Auswirkungen von Transformationsprojekten auf verschiedene soziale Gruppen und entwickeln Vorschläge, wie die Belastung einkommensschwacher Haushalte verringert werden kann.

Aktuelles

Infografiken

  • Infographic from Öko-Institut e.V. titled "What does socially just climate protection mean?" showing strategies for sustainable, socially acceptable climate protection. Central box labeled "Socially Just Climate Protection" connects to three approaches:  Income support (short-term):  Includes transfer payments, climate dividends, and energy payments.  Price adjustments (short-term):  Includes CO₂ levy, reduction of renewable energy levy, and modernization levy.  Reduction in energy consumption and emissions (long-term and lasting):  Split into two areas:  Energy efficiency / renewable energies: building renovation, heating system replacement, climate-friendly mobility.  Behaviour / use: energy-saving advice and sufficiency.  Silhouettes of diverse people are shown at the bottom, representing the inclusive impact of these measures.

    What does socially just climate protection mean? Support for the transition to climate-friendly alternatives is the most important lever for shaping sustainable, socially acceptable climate protection.

    What does socially just climate protection mean?

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    What does socially just climate protection mean? Support for the transition to climate-friendly alternatives is the most important lever for shaping sustainable, socially acceptable climate protection.
  • Infografik des Öko-Instituts zeigt, dass sich eine energetische Sanierung bei Förderung finanziell lohnt. Sie vergleicht die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche eines Einfamilienhauses in vier Szenarien: bestehende Erdgasheizung, neue Erdgasheizung ohne Dämmung, Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard mit Wärmepumpe bei 25 % bzw. 45 % Förderung. Ohne Förderung steigen die Kosten deutlich, bei geförderter Sanierung sinken sie – besonders mit 45 % Förderung. Die Grafik enthält gestapelte Balken mit Investitionskosten, Energie- und CO₂-Kosten sowie Förderanteilen.

    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten eines Einfamilienhauses je Quadratmeter Wohnfläche – mit und ohne energetische Sanierung. Sie vergleicht eine einfache Instandsetzung ohne Dämmung und mit neuer Erdgasheizung mit einer umfassenden Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard inklusive Luft-Wasser-Wärmepumpe.

    Berücksichtigt werden neben den Investitionskosten auch laufende Energieausgaben, der CO₂-Preis sowie mögliche staatliche Förderungen. Das Ergebnis: Je höher die Förderung, desto größer der finanzielle Vorteil durch die Sanierung. Selbst bei einer 25-prozentigen Förderung sinken die Gesamtkosten – bei 45 Prozent Förderung wird die Sanierung sogar zur deutlich günstigeren Option im Vergleich zum Weiterbetrieb einer Erdgasheizung ohne Maßnahmen.

    Die Grafik veranschaulicht, dass gezielte staatliche Unterstützung entscheidend dafür ist, ob sich energetische Sanierung rechnet – nicht nur fürs Klima, sondern auch für den Geldbeutel.

    Weitere Informationen in der Studie „Analysen und Empfehlungen zur Vereinbarkeit von bezahlbarem Wohnen und Klimaschutz“ des Öko-Institut: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/bbsr-online-87-2024-dl.pdf

    Energetische Sanierung lohnt sich bei Förderung

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    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten eines Einfamilienhauses je Quadratmeter Wohnfläche – mit und ohne energetische Sanierung. Sie vergleicht eine einfache Instandsetzung ohne Dämmung und mit neuer Erdgasheizung mit einer umfassenden Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard inklusive Luft-Wasser-Wärmepumpe.
  • Vierstufige Balkengrafik zeigt monatliche Wärmekosten pro m² für Eigentümer*innen bei Heizungstausch. Szenarien: 1) Erdgasheizung ohne Förderung (2,80 €), 2) Wärmepumpe mit 30 % Förderung (2,20 €), 3) Wärmepumpe mit 50 % Förderung (1,70 €), 4) Wärmepumpe mit 70 % Förderung bei geringem Einkommen (1,20 €). Stufenweise Ersparnisse durch Förderungen hervorgehoben. Balken visualisieren Investitions-, Energie- und CO₂-Kosten.

    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche beim Wechsel von einer Erdgasheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus. Berücksichtigt werden Investitionskosten, laufende Energiekosten, CO₂-Preis sowie verschiedene Förderstufen.

    Im Vergleich zum Weiterbetrieb einer Erdgasheizung ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe mit Förderung finanziell attraktiver: Schon bei der Grundförderung von 30 Prozent sinken die monatlichen Kosten. Wird zusätzlich der sogenannte Geschwindigkeitsbonus (für einen vorzeitigen Austausch der Heizung) genutzt, steigt die Förderung auf 50 Prozent – und die Kosten sinken weiter. Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 40.000 Euro können durch einen weiteren Bonus sogar bis zu 70 Prozent Förderung erhalten und profitieren dadurch besonders stark vom Umstieg.

    Die Darstellung macht deutlich: Fördermaßnahmen machen Wärmepumpen nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich lohnend – insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen​.

    Weitere Informationen in der Studie „Analysen und Empfehlungen zur Vereinbarkeit von bezahlbarem Wohnen und Klimaschutz“ des Öko-Institut: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/bbsr-online-87-2024-dl.pdf

    Umstieg auf Wärmepumpe lohnt sich bei Förderung

    Bild25.04.2025
    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche beim Wechsel von einer Erdgasheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus. Berücksichtigt werden Investitionskosten, laufende Energiekosten, CO₂-Preis sowie verschiedene Förderstufen.