Spenden
Gesamtprojektbericht

Wärmewende: Strategien für den Einsatz klimaneutraler Fernwärmetechnologien

  • Dr. Tobias Zimmermann
    Hamburg Institut
  • Dr. Henrik Pieper
    Hamburg Institut
  • Dr. Nikolai Strodel
    Hamburg Institut
  • Ass. jur. Johanna Schickling
    Hamburg Institut
  • Jannika Maaß-Schoon
    Hamburg Institut
  • Felix Landsberg
    Hamburg Institut
  • Maja Overberg
    HIC Consulting
  • Paula Möhring
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
  • Dr. Matthias Sandrock
    Hamburg Institut
  • Sebastian Blömer
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
  • Dominik Hering
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
  • Dr. Martin Pehnt
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH

Die Wärmewende ist ein zentraler Baustein für das Erreichen der deutschen und europäischen Klimaziele. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Dekarbonisierung der Fernwärme zu. Die vorliegende Studie untersucht, wie der Markthochlauf klimaneutraler Fernwärmetechnologien beschleunigt werden kann. Im Fokus stehen Großwärmepumpen, unvermeidbare Abwärme, Großwärmespeicher sowie Solarthermie- und Photovoltaik-Thermie-Anlagen.

Die Analyse zeigt, dass der Einsatz dieser Technologien weniger an ihrer grundsätzlichen Verfügbarkeit als an technischen, wirtschaftlichen, regulatorischen und organisatorischen Hemmnissen scheitert. Zu den größten Herausforderungen zählen unzureichende und unsichere Förderbedingungen, langwierige Genehmigungsverfahren, fehlende Erfahrungen in Behörden, hohe Stromkosten und Netzentgelte sowie mangelnde Planungs- und Investitionssicherheit. Je nach Technologie kommen weitere Hürden hinzu, etwa fehlende Daten, Fachkräftemangel oder wirtschaftliche Risiken.

Die Studie leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. Entscheidend sind verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen, die langfristige Investitionen ermöglichen. Die Anforderungen des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) an den Einsatz erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme bilden hierfür ein wichtiges Fundament. Gleichzeitig sollten regulatorische Hemmnisse abgebaut, Genehmigungsprozesse vereinfacht und beschleunigt sowie Behörden personell und fachlich gestärkt werden. Ein ausreichend ausgestatteter und langfristig verlässlicher Förderrahmen – insbesondere durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) – bleibt ebenso zentral wie ein Strommarktdesign, das strombasierte Wärmetechnologien wirtschaftlich stärkt. Darüber hinaus braucht es einen konsistenten Ordnungsrahmen für erneuerbare Wärme sowohl in Wärmenetzen als auch in einzelnen Gebäuden, um Fernwärmeunternehmen die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit zu geben.

Die Ergebnisse richten sich an Politik, Energieversorger, Kommunen und weitere Akteure der Wärmewende. Sie zeigen, welche politischen Weichen gestellt werden müssen, damit klimaneutrale Fernwärmetechnologien ihr Potenzial für eine sichere, wirtschaftliche und treibhausgasneutrale Wärmeversorgung entfalten können.