SoftAWERE - Energieeffizienz-Kennwerte von Komponenten und Werkzeugen der Softwareentwicklung und Vorarbeiten zur Etablierung einer Kennzeichnung für energieeffiziente Software
Mit dem Forschungsvorhaben wurde Software-Entwickler*innen Werkzeuge an die Hand gegeben, die den Energieverbrauch und Ressourcenbedarf bereits im Entwicklungsprozess sichtbar machen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Effizienzpotentiale der Software zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten, die die Effizienz erhöhen und den Energieverbrauch senken.
Hierfür wurden im Forschungsvorhaben SoftAWERE zwei Methoden entwickelt:
1. „SoftAWERE-Light“: Eine vereinfachte Variante, die ohne Messungen auskommt und mit mathematischen Formeln eine Schätzung zur Energie- und Umweltwirkungen errechnet. Diese Variante eignet sich für Cloud- und virtualisierte Umgebungen, in denen eine physische Messung mit Messgeräten oder eine Messung über Server-Schnittstellen nicht möglich ist.
2. „SoftAWERE“: Die vollständige Variante, welche ohne physische Messgeräte auskommt und auf den bestehenden Schnittstellen der Server und Betriebssystemen aufbaut.
Folgende Ergebnisse und Methodiken konnten im Rahmen des SoftAWERE Forschungsvorhabens realisiert werden:
1. Eine Herangehensweise und Methodik für die Einbettung von Messungen zum Energieverbrauch und zu Umweltwirkungen (Abiotischer Rohstoffverbrauch - ADP, Treibhausgaspotenzial - GWP, Kumulierter Energieaufwand – KEA und Wasserverbrauch – Water Usage) in gängigen Entwicklungsprozessen.
2. Architektur und Aufbau eines digitalen Messlabors, mit dem die Methodik validiert werden kann und gängige quelloffene Bibliotheken hinsichtlich Energieverbrauch und Umweltwirkungen evaluiert werden können.
3. Erarbeitung einer konzeptionellen Herangehensweise für eine Transparenzkennzeichnung für Software.
Es wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens Workshops, Hackathons und ein Green Coding Summit durchgeführt.