Options for labelling to promote new RES production
Ziel der Studie ist es, die Europäische Kommission, GD ENER, gemäß den Berichtspflichten nach Art. 19 Abs. 13 der Erneuerbaren-Richtlinie fachlich zu unterstützen: „Die Kommission erstellt bis zum 31. Dezember 2025 einen Bericht zur Bewertung der Möglichkeiten, ein unionsweites Ökolabel einzuführen, um die Nutzung von mit neuen Anlagen erzeugter erneuerbarer Energie zu fördern. Die Energieversorger weisen anhand der Angaben in den Herkunftsnachweisen nach, dass die Anforderungen eines solchen Labels erfüllt sind.“ Der vorliegende Bericht knüpft daher an den vorherigen Bericht aus dem Jahr 2021 zur Bewertung von Optionen für die Einführung eines unionsweiten Öko-Energie-Labels zur Förderung der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien, der aus neuen Anlagen stammt, an (welcher ebenfalls von einem Konsortium unter Beteiligung des Öko-Instituts erstellt wurde und hier verfügbar ist). Die Aktualisierung der Studie verfolgt folgende Ziele:
- die Landschaft der europäischen Ökoenergielabel zu erfassen und die Auswirkungen auf das Verbraucherbewusstsein und die Marktsignale zu erörtern;
- Optionen für ein unionsweites Labelling zu entwickeln und zu erörtern (wobei zumindest die im Jahr 2021 erarbeiteten Optionen abgedeckt werden sollen);
- die Anforderungen an die Vergabekriterien der verschiedenen Labellingoptionen zu erörtern;
- die rechtlichen Auswirkungen der Einführung einer der Optionen vor dem Hintergrund der Veränderungen im regulatorischen Umfeld zu bewerten;
- die am besten umsetzbaren Optionen auszuwählen; und
- die Auswirkungen der relevantesten Optionen zu bewerten und zu vergleichen.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Öko-Energie-Labels zwar nur begrenzte quantifizierbare Auswirkungen auf den Markt haben, jedoch für Verbraucher, die an den jeweiligen Kriterien interessiert sind, einen Mehrwert bieten können. Da sich die Märkte in der EU hinsichtlich der Frage, welche Kriterien als „Premium“-Kriterien gelten könnten, zu stark unterscheiden, ist es ratsam, keine einheitliche Definition für die gesamte EU festzulegen, sondern vielmehr die lokale (pro Mitgliedstaat) Umsetzung von Öko-Energie-Labels zu unterstützen und durch beispielsweise Positivlisten eine allgemeine Orientierung in diesem Bereich zu bieten.