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Gemeinsamer Schlussbericht

OptInAquiFer: Optimierte Integration thermischer Aquiferspeicher in Fernwärme

  • Dr. Nikolai Strodel
    Hamburg Institut
  • Dr. Tobias Zimmermann
    Hamburg Institut
  • Dr. Henrik Pieper
    Hamburg Institut
  • Ass. jur. Johanna Schickling
    Hamburg Institut
  • Simon Freitag
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Dr. Wolfgang Bauer
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Harald Stollhofen
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Dr. Marco Wunsch
    Geothermie Neubrandenburg GmbH
  • Stefan Thiem
    Geothermie Neubrandenburg GmbH

Das Forschungsprojekt „OptInAquiFer" untersucht systematisch die Machbarkeit der saisonalen Wärmespeicherung in Aquiferen (ATES) aus geologischer, technischer und ökonomischer Perspektive. Ziel ist es, zu bewerten, ob und unter welchen Bedingungen Aquiferspeicher einen substanziellen Beitrag zur Dekarbonisierung von Wärmenetzen leisten können. Der interdisziplinäre Ansatz integriert geowissenschaftliche, systemtechnische und energiewirtschaftliche Fragestellungen. Auf geologischer Ebene werden geeignete Speicherformationen in typischen deutschen Strukturen – Norddeutsches Becken, Oberrheingraben, Molassebecken – identifiziert und deren hydraulische sowie thermische Eigenschaften analysiert. Parallel dazu erfolgt die technische Integration von ATES in bestehende und zukünftige Fernwärmesysteme, insbesondere für Hochtemperatur-Anwendungen über 70 °C. Dabei werden die Rolle von Wärmepumpen, ergänzenden Leistungsspeichern und einer Nachheizung zur Gewährleistung hoher Verfügbarkeit untersucht. Das Projekt analysiert drei Standorte – Freiburg, Augsburg und Hamburg – in Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Für jeden Anwendungsfall wird ein mehrstufiges Bewertungsmodell angewendet, das zwischen theoretischem, technischem und wirtschaftlichem Potenzial unterscheidet. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Beitrags von Aquiferspeichern zur Dekarbonisierung von Wärmenetzen.