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Untersuchung für die Stiftung Klimaneutralität

Klimaneutraler Gebäudebestand: Wer muss und kann wie viel investieren?

Die Studie untersucht, welche Investitionen für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2045 erforderlich sind und wie sich diese auf unterschiedliche Haushaltsgruppen und Nichtwohngebäude verteilen. Grundlage ist das Szenario „Klimaneutrales Deutschland“, das mit dem Building Stock Transformation Model (BSTar) des Öko-Instituts nachgebildet und für Wohngebäude unter anderem nach Gebäudetyp, Miet- oder Eigentumsverhältnis und Haushaltsnettoeinkommen differenziert wird.

Für Wohngebäude modelliert die Studie bis 2045 einen Investitionsbedarf von insgesamt 1.170 Milliarden Euro für Sanierung, Renovierung und neue Heizungen. Für Nichtwohngebäude des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen kommen rund 639 Milliarden Euro hinzu. Ein großer Teil dieser Investitionen entfällt auf ohnehin anstehende Instandhaltung und Renovierung.

Die Analyse macht deutliche soziale Unterschiede sichtbar. Haushalte mit geringem Einkommen wohnen häufiger in älteren Gebäuden und wären durch die modellierten Investitionen relativ zu ihrem Einkommen besonders stark belastet. Bei Haushalten mit weniger als 2.000 Euro Monatsnettoeinkommen ergibt sich bis 2045 ein Investitionsbedarf von insgesamt 286 Milliarden Euro; unter den Modellannahmen liegt die Einkommensbelastung bei einzelnen Gruppen bei mehr als 20 Prozent. Besonders betroffen sind einkommensschwache Mieter*innen in Mehrfamilienhäusern sowie selbstnutzende Eigentümer*innen von Einfamilienhäusern.

Aus den Ergebnissen leitet die Studie Handlungsempfehlungen für einen verlässlichen politischen Rahmen, eine stärker einkommensabhängige Förderung, Unterstützungsangebote für Vermietende und Mietende sowie für die Modernisierung von Nichtwohngebäuden ab. Sie betont außerdem, dass ohnehin anstehende Instandhaltungs- und Erneuerungszyklen möglichst für energetische Verbesserungen und den Umstieg auf klimaneutrale Heizsysteme genutzt werden sollten.

Diese Studie entstand im Öko-Institut e.V. im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität (SKN).