Bilanzierung von Treibhausgasen in Neu- und Ausbauvorhaben von Schieneninfrastrukturen
Die lebenszyklusbasierte Betrachtung von Infrastrukturprojekten, insbesondere hinsichtlich ihrer Klimawirkungen, gewinnt an Bedeutung und findet Eingang in politische und behördliche Entscheidungsprozesse. Dies betrifft auch die Berücksichtigung des Aspekts Klimaschutz bei der Entscheidung über die Vorzugsvariante sowie zur Abwägung im Planfeststellungsverfahren. Vor diesem Hintergrund wurden in dieser Studie im Auftrag des DZSF methodische Vorschläge zur Bilanzierung von Treibhausgasen in Neu- und Ausbauvorhaben von Schieneninfrastrukturen in frühen Planungsphasen ausgearbeitet.
Dazu wurden zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Klimaschutz in der Vorhabenplanung und -genehmigung analysiert und für die Ableitung der methodischen Vorschläge berücksichtigt. Die THG-Bilanzierung umfasst die drei Komponenten Infrastruktur, verkehrliche Effekte und Effekte aus der Landnutzungsänderung. Die Anwendbarkeit wurde anhand eines Fallbeispiels getestet und Empfehlungen für die zukünftige Weiterentwicklung abgeleitet.