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Gutachten für die Stiftung Klimaneutralität

Subsektorale Analyse der Dekarbonisierung des Personenverkehrs

Das Gutachten im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität untersucht, wie sich die Dekarbonisierung des Personenverkehrs bis 2045 auf unterschiedliche Haushaltsgruppen verteilt – sowohl hinsichtlich der Treibhausgasemissionen als auch der notwendigen Investitionen. Grundlage sind das Szenario „Klimaneutrales Deutschland“, Daten der „Mobilität in Deutschland 2017“. 

Ein zentrales Ergebnis ist die Verschiebung des Emissionsprofils: Heute verursachen vor allem Haushalte mit Dienstwagen sowie einkommensstarke Vielfahrende hohe Emissionen. Diese Gruppen elektrifizieren jedoch vergleichsweise schnell. Bis 2035 entfallen die höchsten verbleibenden Emissionen deshalb auf einkommensschwächere Haushalte mit hoher Pkw-Fahrleistung. Sie fahren häufiger ältere Fahrzeuge, steigen später auf E-Autos um und verfügen seltener über private Lademöglichkeiten. Damit drohen gerade jene Haushalte durch steigende Kosten fossiler Mobilität überproportional belastet zu werden, die weniger Möglichkeiten zum Umstieg haben. 

Auch die Investitionslasten sind ungleich verteilt. Einkommensstarke Haushalte geben absolut mehr für Pkw aus, gemessen am Einkommen ist die Belastung jedoch bei Haushalten mit geringem Einkommen am höchsten. Eine gute ÖPNV-Anbindung reduziert durch weniger Pkw je Haushalt den Investitionsbedarf für Pkw dagegen um etwa 10 bis 15 Prozent. 

Die Analysen des Öko-Instituts werden ergänzt durch die Aufbereitung einer Befragung von 3.000 potenziellen E-Auto Käufer*innen und einer Clusterung in unterschiedliche gesellschaftliche Segmente. Neben fehlender Ladeinfrastruktur erweisen sich hohe Anschaffungskosten sowie Informations- und Vertrauensdefizite als zentrale Hemmnisse für den Erwerb von E-Autos.