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Klimaschutzszenarien 2050: Modellierung, Analyse und Vergleich von Zielszenarien

Die deutschen Treibhausgasminderungsziele sind im Bundes-Klimaschutzgesetz (Stand August 2021) festgelegt, welches im Juni 2021 novelliert wurde. Mit dem novellierten Gesetz wird das deutsche Treibhausgasminderungsziel für das Jahr 2030 von minus 55 % auf minus 65 % gegenüber 1990 angehoben. Bis 2040 müssen die Treibhausgase um 88 % gemindert und bis 2045 Treibhausgasneutralität verbindlich erreicht werden. Zudem gelten in einzelnen Sektoren bis 2030 zulässige Jahresemissionsmengen. Darüber hinaus wurde erstmals ein verbindliches Ziel für natürliche Senken, also die Bindung von CO 2 durch zum Beispiel Wälder oder Moore, festgelegt. Mit den deutlich ambitionierteren Zielen setzt Deutschland neben den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts als erster EU-Staat auch die neuen europäischen Klimaziele um, die im Vorjahr unter deutscher Ratspräsidentschaft beschlossen worden waren.

Bei der Entwicklung einer Strategie zur Zielerreichung müssen die richtigen Anreize und Rahmenbedingungen gesetzt werden. Hierfür muss der bestehende Instrumentenmix aus ordnungsrechtlichen, fiskalischen, ökonomischen und flankierenden Instrumenten weiterentwickelt werden. Dabei besteht die Herausforderung darin, dass die Maßnahmen auch sozial gerecht, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig sind und Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Deshalb werden im Rahmen des Vorhabens verschiedene Klimaschutzszenarien entwickelt, die sich in der Zusammensetzung der Politikmaßnahmen unterscheiden. Dabei wird sowohl ihre Wirkung in Bezug auf die Erreichung der Klimaziele als auch auf ihre wirtschaftlichen, sozialen und fiskalischen Auswirkungen untersucht.

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Projektstatus

Projekt in Bearbeitung

Projektmitarbeit

Ruth Blanck
Lukas Emele
Senior Researcher / Gruppenleiter Energiepolitik & Szenarien Energie & Klimaschutz
Wolf Görz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Ressourcen & Mobilität
Wolfram Jörß
Senior Researcher / Gruppenleiter Carbon Accounting Energie & Klimaschutz
Alexander Zerrahn

Auftraggeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI)