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Maßnahmencheck

Klimaschutz & Gesellschaft

Der "Maßnahmencheck Klimaschutz & Gesellschaft" unterstützt bei der frühzeitigen Prüfung und Verbesserung klima- und umweltpolitischer Maßnahmenvorschläge. Anhand von Leitfragen zu sieben verschiedenen Prüfaspekten erhalten Nutzer*innen eine kurze Einschätzung sowie konkrete Empfehlungen, wie sie Maßnahmen sozial gerechter gestalten, besser kommunizieren und wirkungsvoller umsetzen können.

Willkommen beim „Maßnahmencheck Klimaschutz & Gesellschaft“ – einem Online-Tool, um Maßnahmenideen für den Klima- und Umweltschutz mit Blick auf gesellschaftliche Akzeptanz, Motivation und Teilhabe zu prüfen und zu verbessern!

Der „Maßnahmencheck Klimaschutz & Gesellschaft“ unterstützt Sie dabei, Maßnahmenideen für den Klima- und Umweltschutz so auszugestalten und zu kommunizieren, dass gesellschaftliche Akzeptanz-, Gerechtigkeits- und Motivationsfaktoren berücksichtigt werden. Das Tool hilft Ihnen, diese Aspekte frühzeitig einzubeziehen, noch während Sie einen Maßnahmenvorschlag erarbeiten. Es dient weniger dem Bewerten und Vergleichen mehrerer finaler Vorschläge oder schon bestehender Maßnahmen.

Zielgruppe sind alle Akteure, die klima- und umweltbezogene Maßnahmenvorschläge entwickeln. Das Tool hilft besonders Akteuren mit wenig Zeit und/oder wenig Wissen zu gesellschaftlichen Aspekten des Klima- und Umweltschutzes. Zum Beispiel kann es Kommunalverwaltungen, Klimabeiräten, Ortsgruppen von Parteien oder auch zivilgesellschaftlichen Verbänden und Gruppen eine schnelle, einfache Orientierung bieten. Aber auch größere Organisationen sowie Akteure in der Forschung und Beratung können das Tool nutzen, wenn sie Maßnahmenvorschläge ausarbeiten.

Die Prüffragen und Empfehlungen passen am besten, wenn sich der Maßnahmenvorschlag direkt auf Bürger*innen auswirkt, etwa als Verbraucher*innen oder Erwerbstätige. Maßnahmen, die sich an Wirtschaftsakteure richten, eher technische Details behandeln und sich auch indirekt kaum auf Bürger*innen auswirken, sind für eine Prüfung durch das Tool weniger geeignet.

Das Tool prüft die folgenden Faktoren, die sich in der Forschung als besonders relevant für Maßnahmenakzeptanz, Gerechtigkeitswahrnehmung und Handlungsmotivation von Bürger*innen erwiesen haben:

Maßnahmenwirkungen

  • Effektivität

  • Teilhabe am Klimaschutz

  • Private Ausgaben

  • Handlungsmöglichkeiten

  • Erwerbsarbeit

Vorgehen

  • Partizipation

  • Kommunikation

Zu jedem dieser Faktoren werden Ihnen zwei oder drei Fragen bezüglich der zu prüfenden Maßnahme gestellt, die Sie mit Hilfe von vorgegebenen Optionen beantworten. Nach jeder Antwort erhalten Sie eine kurze Bewertung mit Blick auf gesellschaftlicher Akzeptanz-, Gerechtigkeits- und/oder Motivationswirkungen. Am Ende erhalten Sie eine Übersicht mit allen Prüffragen, die neben den Kurzbewertungen Ihrer Antworten auch Empfehlungen enthält, wie Sie positiv bewertete Aspekte für Ihr Vorhaben nutzen und kritische Aspekte verbessern können. Eine absolute Garantie für hohe Akzeptanz oder Motivationswirkungen können die Empfehlungen nicht geben.

Weil das Tool schon während der Arbeit an einem Maßnahmenvorschlag für gesellschaftliche Aspekte sensibilisieren soll, fallen die Kurzbewertungen auch bei Antworten in Richtung „teilweise“ bewusst kritisch aus, um hier ebenfalls noch mögliche Verbesserungen anzuregen.

Beantworten Sie die Fragen ernsthaft und ehrlich. Nur dann kann das Tool seinen Zweck erfüllen und Ihnen Empfehlungen geben, um die Maßnahmengestaltung und -kommunikation zu verbessern.

Das Tool zu nutzen und eine Maßnahme zu prüfen dauert circa 15-20 Minuten.

Dieser klimapolitische Gesellschaftscheck wurde im Rahmen des Projekts „Bausteine motivierender und sozial gerechter Klimapolitik“ aus Spenden und Eigenmitteln des Öko-Instituts erstellt. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem der Forschungsstand zum Thema ausgewertet sowie vier Fokusgruppen mit Bürger*innen zu den Themen Gebäudesanierung und Elektromobilität durchgeführt. Auf der verlinkten Projektseite finden Sie auch die Publikationen aus dem Projekt, einschließlich einer Zusammenfassung des Forschungsstandes, die als wesentliche Quellen für die Inhalte und Bewertungen des Tools dienten. Zum Start des Tools, klicken Sie bitte den Button.

Bei Fragen und Rückmeldungen zum Tool wenden Sie sich bitte an info(at)oeko.de.

Zum Start des Tools, klicken Sie bitte den Button.

Maßnahmencheck Klimaschutz & Gesellschaft starten

Prüfaspekt 1: Effektivität

Worum geht es hier?
Um die Wirksamkeit der Maßnahme mit Blick auf klar definierte Ziele und zu lösende Probleme, einschließlich der öffentlichen Wahrnehmbarkeit dieser positiven Wirkungen. Die wahrgenommene Wirksamkeit gehört zu den starken Einflussfaktoren auf die Akzeptanz und Motivationswirkung klimapolitischer Maßnahmen.

1. Sind die Ziele der Maßnahmen klar definiert?

Prima

Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Wenn nicht klar ist, welchem Ziel eine Maßnahme dient, kann dies die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen. Dies gilt umso mehr, wenn die Maßnahme gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte). Hinweise, wie Sie damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

2. Kann die Maßnahme einen substanziellen Beitrag zur Erreichung der Ziele leisten?

(Dies setzt auch voraus, dass Sie die Zielgruppe(n) der Maßnahme gut kennen und einschätzen können, inwieweit sich deren Entscheidungen und Verhalten durch die Maßnahme tatsächlich ändern wird.)

Prima

Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen, vor allem wenn sich Kosten und Aufwand in Grenzen halten (Mitteleffizienz). Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Maßnahmen, bei denen keine hinreichende Wirkung sichergestellt ist, sind nicht sinnvoll und wirken sich nachteilig auf die Akzeptanz und Motivation der Bevölkerung aus. Dies gilt umso mehr, wenn die Maßnahme gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte). Hinweise, wie Sie damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

3. Wird der Beitrag zur Zielerreichung öffentlich gut wahrnehmbar beziehungsweise gut kommunizierbar sein?

Prima

Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Dies kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen, vor allem wenn diese gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte). Hinweise, wie Sie die Wahrnehmbarkeit steigern können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz

Worum geht es hier?
Um die Möglichkeit und den Aufwand (finanziell, zeitlich, mental) auf klimafreundliche Technologien und Produkte umzustellen beziehungsweise sich klimafreundlich zu verhalten. Dies erlaubt nicht nur, sich selbstwirksam zu fühlen, sondern auch von möglichen „Co-Benefits“, also persönlichen oder gesellschaftlichen Vorteilen jenseits des Klimaschutzes zu profitieren, wie zum Beispiel finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit oder die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, ob diese Vorteile allen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen, also zum Beispiel auch solchen mit geringem Einkommen, ohne Hauseigentum, mit geringem Bildungsgrad oder älteren Menschen.

1. Beeinflusst die Maßnahme die Möglichkeiten, auf klimafreundliche Technologien / Produkte / Verhaltensweisen umzustellen?

Prima

Damit kann die Maßnahme gut zum Klimaschutz motivieren. Aus Akzeptanz-, Teilhabe- und Gerechtigkeitsgründen ist es zudem wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Aus Akzeptanz- und Gerechtigkeitsgründen ist es wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können. Hinweise, wie Sie die Teilhabemöglichkeiten verbessern können, erhalten Sie am Ende des Checks.

2. Haben die durch die Maßnahme angestrebten Umstellungen (s. Frage 1) gut erkennbare Co-Benefits?

(Zu den möglichen Co-Benefits gehören finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung.)

Prima

Das Vorliegen von Co-Benefits kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Co-Benefits gehören zu wichtigen Akzeptanz- und Motivationsfaktoren beim Klimaschutz. Hinweise, wie Sie dies bei Gestaltung und Kommunikation der Maßnahme nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Prüfaspekt 3: Private Ausgaben & Belastung

Worum geht es hier?
Um die Wirkung einer Maßnahme auf die laufenden Ausgaben beziehungsweise die Investitionsausgaben von Privathaushalten und ihre Belastung in Relation zum verfügbaren Einkommen. Besonders relevant sind hier jene Ausgaben und Belastungen, um Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität und Ernährung zu erfüllen, und wie sich die Belastung zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen verteilt („Verteilungswirkungen“). Welche Kosten und Belastungen von klimapolitischen Maßnahmen erwartet beziehungsweise wahrgenommen werden, beeinflusst deutlich, inwieweit sie akzeptiert werden und ob sie als gerecht empfunden werden.

1. Beeinflusst die Maßnahme die finanzielle Belastung von Privathaushalten?

Prima

Die Wahrnehmung oder Erwartung sinkender Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme positiv beeinflussen. Dies gilt umso mehr, je höher die Entlastung ausfällt. Wenn die Entlastung Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität und Ernährung betrifft, trägt die Maßnahme außerdem zur sozialen Teilhabe bei. Eine Entlastung sollte dabei immer mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden, zumal die genannten Grundbedürfnisse auch die CO2-intensivsten Konsumfelder betreffen. Hinweise, wie Sie dies kombinieren können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Die Wahrnehmung oder Befürchtung zusätzlicher Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme erheblich beeinträchtigen, auch wenn sie klimapolitisch geboten sein können. Dies gilt umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Wenn Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität oder Ernährung betroffen sind, sind zusätzliche oder steigende Ausgaben unter Akzeptanz- wie auch Teilhabegesichtspunkten besonders problematisch. Hinweise, wie Sie damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay!

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Werden vulnerable Bevölkerungsgruppen entlastet oder belastet?

(Unter vulnerabel lassen sich im Kontext von Klima- und Umweltschutz vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen verstehen, die einen großen Anteil ihres Einkommens zur Deckung von Grundbedürfnissen ausgeben, somit stärker von Energie-, Mobilitäts- oder Ernährungsarmut betroffen sind und häufig auch schlechtere Anpassungsmöglichkeiten haben. Im Bereich der Mobilität gilt zusätzlich auch das Wohnen im ländlichen Raum als Vulnerabilitätsfaktor.)

Prima

Damit trägt die Maßnahme zu sozialer Teilhabe vulnerabler Gruppen bei. Dies gilt umso mehr, je höher die Ausgabensenkung ausfällt. Eine Entlastung sollte aber auch hier möglichst mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden (siehe dazu auch die vorherigen Prüfaspekte zu Effektivität und Teilhabe). Hinweise, wie Sie dies kombinieren können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Bei vulnerablen Gruppen sind zusätzliche oder steigende Ausgaben besonders problematisch. Dies gilt vor allem, wenn die Deckung von Grundbedürfnissen betroffen ist und umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Es kann zu negativen Verteilungswirkungen kommen, wenn vulnerable Gruppen im Verhältnis zu ihrem Einkommen deutlich mehr belastet werden als andere Gruppen. Hinweise, wie Sie solche Wirkungen vermeiden können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay!

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten

Prüfaspekt 4: Handlungsmöglichkeiten im Alltag

Worum geht es hier?
Um Angebotsqualität, Entscheidungsfreiheiten und Handlungsmöglichkeiten in der Gestaltung des Alltags, sowohl der Sorgearbeit als auch der Freizeit. Klima- und umweltpolitische Maßnahmen können sich zum Beispiel auf Zulässigkeit, Auswahl, Attraktivität und zeitlichen Aufwand verschiedener Konsum- oder Mobilitätsoptionen auswirken (zum Beispiel Verkaufs-, Einfahr- oder Geschwindigkeitsbeschränkungen). Staatliche Eingriffe in Alltagsroutinen und Freizeitoptionen werden von vielen Menschen als Zumutung empfunden. Zudem hat der mit klima- und umweltfreundlichen Verhaltensweisen verbundene Aufwand wesentlichen Einfluss auf die tatsächliche Umsetzung entsprechender Verhaltensabsichten.

1. Beeinflusst die Maßnahme die rechtliche Zulässigkeit, praktische Zugänglichkeit oder Attraktivität von Angeboten und Handlungsmöglichkeiten in der Alltagsgestaltung?

Prima

Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Eine Einschränkung bestimmter Angebote und Möglichkeiten mag klimapolitisch geboten sein. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass dies als Eingriff und Zumutung wahrgenommen wird und zu Protest der bisherigen Anbietenden und Nutzenden führt. Aus Gerechtigkeitsgründen wäre es zudem problematisch, wenn sich die Zugänglichkeit mancher Angebote einseitig zulasten vulnerabler Bevölkerungsgruppen (zum Beispiel Alleinerziehende, mobilitätseingeschränkte Personen) verschlechtern würde. Hinweise, wie Sie damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

2. Überwiegt der Nutzen der Maßnahme mögliche Einschränkungen oder Aufwände?

Prima

Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Ein schlechtes Verhältnis von Nutzen und Aufwand / Eingriffstiefe kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen. Außerdem stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit im verfassungsrechtlichen Sinne. Hinweise, wie Sie dies vermeiden beziehungsweise damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Prüfaspekt 5: Erwerbsarbeit

Worum geht es hier?
Um die Wirkungen einer Maßnahme auf die Zahl an Arbeitsplätzen, die Arbeitsbedingungen oder auch die gesellschaftliche Anerkennung bestimmter Berufsgruppen – sei es bundesweit oder auch nur lokal im Fall lokaler Maßnahmen. Erwerbsarbeit, das damit verbundene Einkommen und die damit verbundene Anerkennung sind zentrale Faktoren für die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl vieler Menschen.

1. Beeinflusst die Maßnahme die Zahl an Arbeitsplätzen und die Arbeitsplatzsicherheit?

Prima

Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Ein (befürchteter) Verlust an Arbeitsplätzen kann die Akzeptanz und Gerechtigkeitswahrnehmung klimapolitischer Maßnahmen erheblich verschlechtern. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt. Hinweise, wie Sie dies vermeiden beziehungsweise damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf die Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Beeinflusst die Maßnahme die Arbeitsbedingungen?

(Dabei ist vor allem an Einkommen, Arbeitszeiten und Arbeitssicherheit zu denken, aber auch an den Bürokratieaufwand von Selbstständigen, zum Beispiel in Handwerk oder Landwirtschaft.)

Prima

Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Eine (befürchtete) Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kann die Akzeptanz, Gerechtigkeitswahrnehmung oder auch Motivationswirkung klimapolitischer Maßnahmen vor allem bei den betroffenen Gruppen und Branchen erheblich verschlechtern. Hinweise, wie Sie dies vermeiden beziehungsweise damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay!

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

3. Beeinflusst die Maßnahme die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung gegenüber bestimmten Berufsgruppen?

Prima

Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme unter den entsprechenden Berufsgruppen erhöhen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Gesellschaftliche Statusverluste beziehungsweise entsprechende Empfindungen können die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme bei den entsprechenden Berufsgruppen erheblich verschlechtern. Hinweise, wie Sie dies vermeiden oder damit umgehen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Okay!

Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

Prüfaspekt 6: Partizipation

Worum geht es hier?
Um die Einbeziehung von Bürger*innen und Interessensvertreter*innen an Entscheidungen über Ziele und Ausgestaltung von Maßnahmen. Wichtig ist insbesondere die Einbeziehung von solchen Akteuren, die von der Maßnahme adressiert und für die Umsetzung gebraucht werden, aber auch von Akteuren, die indirekt betroffen sein könnten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Akteure unterschiedliche Ressourcen haben, sich einzubringen.

1. Werden Bürger*innen frühzeitig und ergebnisoffen beteiligt und ihre Interessen berücksichtigt und abgewogen?

Prima

Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine ernsthafte Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen stärken. Sie kann zudem helfen, frühzeitig mögliche Konflikte zu erkennen und zu reduzieren. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine unzureichende Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen schwächen. Zudem drohen mögliche Konflikte zu spät erkannt zu werden. Hinweise, wie Sie Bürger*innen (besser) beteiligen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

2. Wird auf die Beteiligung auch „stiller“ Gruppen geachtet und deren Interessen berücksichtigt?

(Zu den „stillen“ und häufig wenig beteiligungsaffinen Gruppen gehören Haushalte mit wenig Einkommen, mit geringem Bildungsgrad oder auch mit Migrationsgeschichte.)

Prima

Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Sie stärkt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Eine stark ungleiche Beteiligung schwächt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen. Hinweise, wie Sie stille und wenig beteiligungsaffine Gruppen erreichen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

3. Werden von der Maßnahme adressierte und betroffene Organisationen (Unternehmen, Verbände, Vereine) beteiligt und ihre Interessen berücksichtigt und abgewogen?

Prima

Die Beteiligung solcher Akteure ist nicht nur wichtig, um deren Expertise und Praxisperspektive zu berücksichtigen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Beteiligung und die Berücksichtigung von Interessen reduziert auch das Risiko, dass ein Maßnahmenvorschlag später auf lauten Protest stößt, und eröffnet die Chance zur Bildung von Akteursallianzen. Hinweise, wie Sie dies für Ihr Vorhaben nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Die Beteiligung solcher Akteure ist nicht nur wichtig, um deren Expertise und Praxisperspektive zu berücksichtigen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Eine unzureichende Beteiligung und Berücksichtigung von Interessen erhöht auch das Risiko, dass ein Maßnahmenvorschlag später auf lauten Protest stößt. Hinweise, wie Sie dies vermeiden und Stakeholder beteiligen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Prüfaspekt 7: Kommunikation

Worum geht es hier?
Um die Voraussetzungen für eine effektive, zielgruppengerechte Kommunikation, die den Nutzen einer Maßnahme deutlich macht und die Adressat*innen zum Handeln motiviert. Zu den Voraussetzungen gehören eine gute Kenntnis der Zielgruppen und eine zielgruppengerechte Sprache und Argumentation, aber auch Akteure in der Kommunikation einzubeziehen, die einen guten Draht zu den Zielgruppen haben und dort Vertrauen genießen (zum Beispiel Sozialverbände, Feuerwehr, Handwerker*innen, Landwirt*innen). Außerdem sollten Sie auf die Kommunikation der „Gegenseite“ vorbereitet sein, einschließlich möglicher Desinformation.

1. Wissen Sie über Interessen, Werte, Motivationsfaktoren, Sorgen und bevorzugte Informationskanäle Ihrer Zielgruppen Bescheid?

Prima

Damit haben Sie eine gute Grundlage für eine zielgruppengerechte und motivierende Kommunikation. Hinweise, wie Sie dies für Ihre Kommunikation nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

In dem Fall droht die Kommunikation an den Zielgruppen vorbeizugehen und wenig zu bringen. Hinweise, wie Sie dies vermeiden können, erhalten Sie am Ende des Checks.

2. Haben Sie sich Gedanken gemacht, was Argumente, Narrative und Kommunikationsstrategien von Gegner*innen der Maßnahme sein könnten?

Prima

Damit sind Sie gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet. Hinweise, wie Sie dies für die Kommunikation nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

Damit sind Sie nicht gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet, worunter die Akzeptanz der Maßnahmen leiden könnte. Hinweise, wie Sie dies vermeiden können, erhalten Sie am Ende des Checks.

3. Haben Sie Akteure, die das Vertrauen Ihrer Zielgruppen genießen, für eine kommunikative Unterstützung Ihrer Maßnahme gewonnen?

Prima

Damit haben Sie eine gute Grundlage, Ihre Zielgruppen tatsächlich zu erreichen und zu überzeugen. Hinweise, wie Sie dies für Ihre Kommunikation nutzen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Achtung

In dem Fall droht die Kommunikation die Zielgruppen nicht zu erreichen oder zumindest nicht zu überzeugen. Hinweise, wie Sie andere Akteure zur kommunikativen Unterstützung gewinnen können, erhalten Sie am Ende des Checks.

Auswertung

Herzlichen Glückwunsch
Sie haben den Gesellschaftscheck Klimapolitik vollständig ausgefüllt!
Im Folgenden sehen Sie anhand der Ampelfarben, wie der derzeitige Maßnahmenvorschlag im Hinblick auf die verschiedenen Prüfaspekte abschneidet.

Grün bedeutet, dass alle Antworten bei einem Prüfaspekt positiv bewertet wurden (oder neutral, falls eine der Fragen nicht beantwortet wurde oder bei ihr keine Wirkung vorliegt). Hier besteht kein wesentlicher Bedarf, die Maßnahme besser zu gestalten. Wir geben Ihnen allerdings im Folgenden Empfehlungen, wie Sie diese positiven Aspekte für die Kommunikation der Maßnahme nutzen können.

Rot bedeutet, dass alle Antworten bei einem Prüfaspekt kritisch bewertet wurden (oder neutral, falls eine der Fragen nicht beantwortet wurde oder bei ihr keine Wirkung vorliegt). Hier sollten Sie bei der weiteren Ausgestaltung der Maßnahme, beziehungsweise bei der Partizipation und Kommunikation, unsere nachfolgenden Hinweise berücksichtigen.

Gelb bedeutet, dass ein Teil der Antworten positiv, ein anderer Teil kritisch bewertet wurde. Entsprechend fallen auch unsere Empfehlungen aus.

Eine komplett weiße Ampel bedeutet entweder, dass Sie alle Fragen bei einem Prüfaspekt nicht beantwortet haben, oder dass alle Antworten neutral bewertet wurden, da weder positive noch negative Wirkungen vorhanden sind.

Durch einen Klick auf die Prüfaspekte in der Übersichtsgrafik sehen Sie mehr Details zum jeweiligen Aspekt: Neben den jeweiligen Fragen, Ihren Antworten und unseren Kurzbewertungen erhalten Sie hier zusätzlich Empfehlungen zum weiteren Vorgehen. Wenn Sie auf „Zurück“ klicken, gelangen Sie wieder zu der Übersicht hier.

Maßnahmenwirkungen

  • Effektivität

  • Teilhabe am Klimaschutz

  • Private Ausgaben

  • Handlungsmöglichkeiten

  • Erwerbsarbeit

Vorgehen

  • Partizipation

  • Kommunikation

Außerdem können Sie sich hier ein PDF-Dokument herunterladen, dass ebenfalls alle Fragen, Antworten, Kurzbewertungen und Empfehlungen enthält. Dieses lässt sich speichern und ausdrucken.

Auswertung

Prüfaspekt 1: Effektivität

1. Sind die Ziele der Maßnahme klar definiert und gut verständlich?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie die konkreten Ziele, denen die Maßnahme dient, und bis wann diese erreicht sein sollen. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh).

Unsere Bewertung: Achtung!
Wenn nicht klar ist, welchem Ziel eine Maßnahme dient, kann dies die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen. Dies gilt umso mehr, wenn die Maßnahme gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte).

Unsere Empfehlung:
Definieren Sie sowohl für sich (Ihre Organisation) als auch später für andere Akteure und die Öffentlichkeit möglichst präzise und verständlich, was erreicht werden oder sich verändern soll und bis zu welchem Zeitpunkt. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh).

2. Kann die Maßnahme einen substanziellen Beitrag zur Erreichung der Ziele leisten?

(Dies setzt auch voraus, dass Sie die Zielgruppe(n) der Maßnahme gut kennen und einschätzen können, inwieweit sich deren Entscheidungen und Verhalten durch die Maßnahme tatsächlich ändern wird.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen, vor allem wenn sich Kosten und Aufwand in Grenzen halten (Mitteleffizienz).

Unsere Empfehlung:
Stellen Sie in der Kommunikation zu Ihrer Maßnahme gut dar, welchen Beitrag zur Zielerreichung (Problemlösung) Ihre Maßnahme leisten kann und auf welche Weise sie dies tut: Welche Änderungen bewirkt die Maßnahme und wie wirken sich diese Änderungen auf das Ziel (Problem) aus? Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (beispielsweise die angestrebte Energieeinsparung in kWh). Betonen Sie, falls zutreffend, auch eine hohe Mitteleffizienz (Verhältnis von Kosten / Aufwand und Wirkung). Stützen Sie sich dabei möglichst auf Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und/oder Erfolgsbeispielen aus dem In- und Ausland. Kommunen können auch den „Maßnahmen-Planer“ verwenden, der für fünfzig verschiedene Maßnahmen Energie- und Treibhausgaseinsparungen berechnet. Kommunizieren Sie auch nach Einführung der Maßnahme in regelmäßigen Abständen über die Erfolge. Wenn Ihre Organisation die nötigen Ressourcen hat, können Sie für eine ex-ante-Wirkungsabschätzung oder ein begleitendes Monitoring auch selbst eine Studie in Auftrag geben, die den Kriterien der wissenschaftlichen Unabhängigkeit entsprechen sollte, um nicht angreifbar zu sein.

Unsere Bewertung: Achtung!
Maßnahmen, bei denen keine hinreichende Wirkung sichergestellt ist, sind nicht sinnvoll und wirken sich nachteilig auf die Akzeptanz und Motivation der Bevölkerung aus. Dies gilt umso mehr, wenn die Maßnahme gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte).

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, wie Sie die Maßnahme effektiver gestalten können. Braucht es zum Beispiel bestimmte Elemente oder zusätzliche Maßnahmen, um Hemmnisse in der praktischen Umsetzung zu überwinden? Braucht es eine zielgruppenspezifischere Ausgestaltung, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen (siehe dazu auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz)? Sollte besser bei einer anderen Akteursgruppe, etwa auf Ebene der Unternehmen, angesetzt werden, anstelle der Verbraucher*innen? Prüfen Sie, ob sich dazu auch etwas aus wissenschaftlichen Studien und/oder Erfolgsbeispielen aus dem In- und Ausland lernen lässt. Ansonsten empfiehlt es sich, andere mögliche Maßnahmen weiterzuverfolgen.

3. Wird der Beitrag zur Zielerreichung öffentlich gut wahrnehmbar beziehungsweise gut kommunizierbar sein?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Weisen Sie bereits bei der Vorstellung Ihrer Maßnahme darauf hin, zu welchen sicht- und spürbaren Verbesserungen diese beitragen wird. Stützen Sie sich dabei möglichst auf Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, offiziellen Statistiken und/oder Erfolgsbeispielen aus der Praxis. Und kommunizieren Sie auch nach Einführung der Maßnahme in regelmäßigen Abständen über die Erfolge. Verwenden Sie Fotos und gut verständliche Grafiken. Wenn Ihre Organisation die nötigen Ressourcen hat, können Sie für eine ex-ante-Wirkungsabschätzung beziehungsweise ein begleitendes Monitoring auch selbst eine Studie in Auftrag geben, die den Kriterien der wissenschaftlichen Unabhängigkeit entsprechen sollte, um nicht angreifbar zu sein.

Unsere Bewertung: Achtung!
Dies kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen, vor allem wenn diese gleichzeitig mit Aufwänden oder Eingriffen einhergeht (s. dazu auch nachfolgende Prüfaspekte).

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob es möglich ist, die Maßnahme so zu gestalten, dass ihr Nutzen für die Bürger*innen sicht- oder spürbar ist, zum Beispiel Alltagshandlungen erleichtert oder öffentliche Räume aufwertet. Wenn der Nutzen kaum öffentlich sicht- oder spürbar gemacht werden kann, etwa weil es um unsichtbare Emissionen oder Maßnahmen auf Produktionsseite geht, wäre es trotzdem oder gerade dann wichtig, über den Nutzen zu kommunizieren (zum Beispiel langfristige positive Gesundheitswirkungen). Stützen Sie sich dabei möglichst auf Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, offiziellen Statistiken und/oder Erfolgsbeispielen aus der Praxis. Und kommunizieren Sie auch nach Einführung der Maßnahme in regelmäßigen Abständen über die Erfolge. Verwenden Sie Fotos und gut verständliche Grafiken. Wenn Ihre Organisation die nötigen Ressourcen hat, können Sie für eine ex-ante-Wirkungsabschätzung beziehungsweise ein begleitendes Monitoring auch selbst eine Studie in Auftrag geben, die den Kriterien der wissenschaftlichen Unabhängigkeit entsprechen sollte, um nicht angreifbar zu sein.

Auswertung

Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz

1. Beeinflusst die Maßnahme die Möglichkeiten, auf klimafreundliche Technologien / Produkte / Verhaltensweisen umzustellen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit kann Ihre Maßnahme gut zum Klimaschutz motivieren. Aus Akzeptanz-, Teilhabe- und Gerechtigkeitsgründen ist es zudem wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können.

Unsere Empfehlung:
Stellen Sie sicher, dass der Zugang zu klimafreundlichen Technologien, Produkten und Verhaltensweisen allen Bevölkerungsgruppen offensteht – auch solchen, die etwa wegen geringem Einkommen und Vermögen, wegen ihres Alters, ihres Wohnorts oder weil sie zur Miete wohnen, benachteiligt sein könnten. Wenn dies der Fall ist, kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, wie sie den Zugang auch für solche Bevölkerungsgruppen verbessert.

Unsere Bewertung: Achtung!
Aus Akzeptanz- und Gerechtigkeitsgründen ist es wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Sie die Maßnahme so ausgestalten können, dass sie die Umstellung auf klimafreundliche Technologien / Produkte beziehungsweise klimafreundliche Verhaltensweisen für alle Bevölkerungsgruppen einfacher macht – auch solchen, die etwa wegen geringem Einkommen und Vermögen, wegen ihres Alters, ihres Wohnorts oder weil sie zur Miete wohnen, benachteiligt sein könnten. Prüfen Sie zum Beispiel, wie Sie gruppenspezifische Hemmnisse (zum Beispiel mangelndes Investitionskapital oder fehlende Angebote im ländlichen Raum) beseitigen können. Zum Beispiel kann eine soziale Förderung, die bereits zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung ausgezahlt wird und nicht erst nach Umsetzung, die Teilhabe deutlich verbessern. Kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, wie sie den Zugang aller verbessert.

2. Haben die durch die Maßnahme angestrebten Umstellungen (s. Frage 1) gut erkennbare Co-Benefits?

(Zu den möglichen Co-Benefits gehören finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Das Vorliegen von Co-Benefits kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Identifizieren Sie alle denkbaren Co-Benefits der Maßnahme und stellen Sie sicher, dass die Maßnahme diese auch tatsächlich bewirken kann. Prüfen Sie dafür, ob die Maßnahme beziehungsweise das Maßnahmenpaket mögliche Hemmnisse bei der Realisierung der Co-Benefits adressiert und überwindet. Weisen Sie schließlich in Ihrer Kommunikation möglichst zielgruppenspezifisch auf die verschiedenen Co-Benefits hin (s. auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Co-Benefits gehören zu wichtigen Akzeptanz- und Motivationsfaktoren beim Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Maßnahme so gestalten können, dass sie neben dem Beitrag zum Klimaschutz auch gesellschaftliche oder persönliche Co-Benefits bewirkt (wie etwa finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung). So kann zum Beispiel ein städtisches Förderprojekt zu Umweltschutz oder Klimaanpassung als auch zur Aufenthaltsqualität beitragen. Prüfen Sie dafür, ob die Maßnahme beziehungsweise das Maßnahmenpaket mögliche Hemmnisse bei der Realisierung der Co-Benefits adressieren und überwinden muss. Weisen Sie schließlich in Ihrer Kommunikation möglichst zielgruppenspezifisch auf die Co-Benefits hin (siehe auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Auswertung

Prüfaspekt 3: Private Ausgaben & Belastung

1. Beeinflusst die Maßnahme die finanzielle Belastung von Privathaushalten?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Die Wahrnehmung oder Erwartung sinkender Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme positiv beeinflussen. Dies gilt umso mehr, je höher die Entlastung ausfällt. Wenn die Entlastung Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität und Ernährung betrifft, trägt die Maßnahme außerdem zur sozialen Teilhabe bei. Eine Entlastung sollte dabei immer mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden, zumal die genannten Grundbedürfnisse auch die CO2-intensivsten Konsumfelder betreffen.

Unsere Empfehlung:
Weisen Sie in der Kommunikation auf die sinkende Ausgabenbelastung hin – insbesondere dann, wenn dadurch Grundbedürfnisse besser gedeckt werden können. Verweisen Sie dabei als Beleg möglichst auf wissenschaftliche Studien und/oder Positivbeispiele aus dem In- und Ausland mit ähnlichen Maßnahmen. Wenn Ihre Organisation die nötigen Ressourcen hat, können Sie für eine ex-ante-Wirkungsabschätzung auch selbst eine Studie in Auftrag geben, die den Kriterien der wissenschaftlichen Unabhängigkeit entsprechen sollte, um nicht angreifbar zu sein. Zusätzliche Synergien mit klimapolitischen Zielen ergeben sich, wenn die Bedürfnisdeckung auf klimafreundliche Art erfolgt (zum Beispiel durch energieeffiziente Geräte, Solaranlagen, Wärmepumpen, Nutzung von ÖPNV und Fahrrad, fleischreduzierte Kost). Prüfen Sie daher, ob klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen im Vergleich zu klimaschädlichen bessergestellt werden können.

Unsere Bewertung: Achtung!
Achtung! Die Wahrnehmung oder Befürchtung zusätzlicher Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme erheblich beeinträchtigen, auch wenn sie klimapolitisch geboten sein können. Dies gilt umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Wenn Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität oder Ernährung betroffen sind, sind zusätzliche oder steigende Ausgaben unter Akzeptanz- wie auch Teilhabegesichtspunkten besonders problematisch.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie zunächst, ob steigende Kosten im Fall Ihrer Maßnahme beabsichtigt sind, um Akteure in Richtung klimafreundlicher Investitionen und Verhaltensweisen zu lenken (wie zum Beispiel bei der CO2-Bepreisung), oder ob es sich eher um eine unbeabsichtigte Nebenwirkung handelt (beispielsweise höhere Produktkosten durch gestiegene regulatorische Anforderungen bei der Produktion). Wenn beabsichtigt, prüfen Sie, ob die Höhe der Kostensteigerung erforderlich und angemessen ist, um die gewünschte Lenkung zu erzielen und ob der Umstieg auf eine klimafreundliche Alternative die Belastung ausgleichen kann. Prüfen Sie, ob klimafreundliche Alternativen finanziell gefördert werden können und achten Sie dabei darauf, dass alle Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit haben oder befähigt werden auf diese umzusteigen (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz). Wenn steigende Kosten gar nicht beabsichtigt sind, prüfen Sie, ob sich diese durch Anpassungen bei der Maßnahmengestaltung vermeiden oder reduzieren lassen.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Werden vulnerable Bevölkerungsgruppen entlastet oder belastet?

Unter vulnerabel lassen sich im Kontext von Klima- und Umweltschutz vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen verstehen, die einen großen Anteil ihres Einkommens zur Deckung von Grundbedürfnissen ausgeben, somit stärker von Energie-, Mobilitäts- oder Ernährungsarmut sind und häufig auch schlechtere Anpassungsmöglichkeiten haben. Im Bereich der Mobilität gilt zusätzlich auch das Wohnen im ländlichen Raum als Vulnerabilitätsfaktor.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit trägt die Maßnahme zu sozialer Teilhabe vulnerabler Gruppen bei. Dies gilt umso mehr, je höher die Ausgabensenkung ausfällt. Eine Entlastung sollte aber auch hier möglichst mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden (siehe dazu auch die vorherigen Prüfaspekte zu Effektivität und Teilhabe).

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie über die Entlastung vulnerabler Gruppen. Verweisen Sie dabei als Beleg möglichst auf wissenschaftliche Studien und/oder Positivbeispiele aus dem In- und Ausland mit ähnlichen Maßnahmen. Zusätzliche Synergien mit klimapolitischen Zielen ergeben sich, wenn die Bedürfnisdeckung auf klimafreundliche Art erfolgt (zum Beispiel durch energieeffiziente Geräte, Solaranlagen, Wärmepumpen, Nutzung von ÖPNV und Fahrrad, fleischreduzierte Kost). Prüfen Sie daher, ob klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen im Vergleich zu klimaschädlichen bessergestellt werden können. Achten Sie dabei darauf, dass auch vulnerable Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit bekommen, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen (siehe Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz).

Unsere Bewertung: Achtung!
Bei vulnerablen Gruppen sind zusätzliche oder steigende Ausgaben besonders problematisch. Dies gilt vor allem, wenn die Deckung von Grundbedürfnissen betroffen ist und umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Es kann zu negativen Verteilungswirkungen kommen, wenn vulnerable Gruppen im Verhältnis zu ihrem Einkommen deutlich mehr belastet werden als andere Gruppen.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, wie Sie die Maßnahme so ausgestalten können, dass vulnerable Haushalte nicht zusätzlich belastet werden, etwa durch Ausnahme- und Übergangsregelungen oder durch eine gezielte höhere Förderung klimafreundlicher und langfristig kostensparender Investitionen (wie zum Beispiel Gebäudedämmung oder Wärmepumpen). So bekommen beispielsweise Haushalte mit niedrigem Einkommen einen zusätzlichen Förderbonus in Höhe von 30 Prozent der Kosten bei Installation einer klimafreundlichen Heizung. Eine direkte Einkommensunterstützung, um die zusätzlichen Kosten abzufangen, wie zum Beispiel die CO2- und Klimakomponente im Wohngeld, die Übernahme der Kosten für Heizen in den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch oder vergünstigte Sozialtickets im ÖPNV sind weitere Beispiele.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, wie Sie die Maßnahme so ausgestalten können, dass vulnerable Haushalte nicht zusätzlich belastet werden, etwa durch Ausnahme- und Übergangsregelungen oder durch eine gezielte höhere Förderung klimafreundlicher und langfristig kostensparender Investitionen (wie zum Beispiel Gebäudedämmung oder Wärmepumpen). So bekommen beispielsweise Haushalte mit niedrigem Einkommen einen zusätzlichen Förderbonus in Höhe von 30 Prozent der Kosten bei Installation einer klimafreundlichen Heizung. Eine direkte Einkommensunterstützung, um die zusätzlichen Kosten abzufangen, wie zum Beispiel die CO2- und Klimakomponente im Wohngeld, die Übernahme der Kosten für Heizen in den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch oder vergünstigte Sozialtickets im ÖPNV sind weitere Beispiele.

Auswertung

Prüfaspekt 4: Handlungsmöglichkeiten im Alltag

1. Beeinflusst die Maßnahme die rechtliche Zulässigkeit, praktische Zugänglichkeit oder Attraktivität von Angeboten und Handlungsmöglichkeiten in der Alltagsgestaltung?

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Stellen Sie sicher, dass die Ausweitung vor allem von klimafreundlichen Angeboten und Handlungsmöglichkeiten möglichst für alle Bevölkerungsgruppen gilt (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz). Kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, auf welche Weise sich Angebote und Handlungsmöglichkeiten verbessern.

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine Einschränkung bestimmter Angebote und Möglichkeiten mag klimapolitisch geboten sein. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass dies als Eingriff und Zumutung wahrgenommen wird und zu Protest der bisherigen Anbietenden und Nutzenden führt. Aus Gerechtigkeitsgründen wäre es zudem problematisch, wenn sich die Zugänglichkeit mancher Angebote einseitig zulasten vulnerabler Bevölkerungsgruppen (zum Beispiel Alleinerziehende, mobilitätseingeschränkter Personen) verschlechtern würde.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Übergangsfristen und/oder Ausnahmeregelungen (zum Beispiel für Härtefälle) aus Gründen der Verhältnismäßigkeit oder der Akzeptanz geboten sind und beziehen Sie dabei auch die betroffenen Akteure auf Angebots- und Nutzungsseite ein (siehe Prüfaspekt 6: Partizipation). Überlegen Sie, falls nicht bereits Teil Ihrer Maßnahme, ob sich (gleichwertige oder bessere) klimafreundliche Alternativangebote fördern lassen und wie der Übergang von Alt zum Neuen für Anbietende und Nutzende frühzeitig erleichtert werden kann. So wurden zum Beispiel bei erfolgreichen kommunalen Beschränkungen des Autoverkehrs (wie im belgischen Gent) gleichzeitig der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und Ausnahmen für Rettungsdienste, Taxis oder medizinische Berufsgruppen geschaffen.
Betonen Sie in Ihrer Kommunikation zur Maßnahme, inwieweit das Neue dem Alten überlegen ist. Berücksichtigen Sie sowohl beim Gestalten der Maßnahme als auch beim Kommunizieren die Lebensumstände und Interessen aller (im konkreten Fall relevanten) Bevölkerungsgruppen. Prüfen Sie außerdem, ob sich die neuen Rahmenbedingungen zunächst in einem Pilotprojekt zeitlich und räumlich befristet testen lassen, sodass sich die Menschen einen Eindruck verschaffen können (siehe diesen Leitfaden zur Durchführung „regulatorischer Experimente“). Eine vorgeschaltete Testphase kann die Akzeptanz erhöhen.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

2. Überwiegt der Nutzen der Maßnahme mögliche Einschränkungen oder Aufwände?

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie klar, wie der Nutzen für möglichst viele Menschen eventuelle Einschränkungen oder Aufwände überwiegt und wie Sie diese Einschränkungen und Aufwände durch Ihre Maßnahmengestaltung reduzieren. Achten Sie bei der Maßnahmengestaltung zudem darauf, dass der Nutzen allen Bevölkerungsgruppen offensteht (siehe Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz).

Unsere Bewertung: Achtung!
Ein schlechtes Verhältnis von Nutzen und Aufwand / Eingriffstiefe kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen. Außerdem stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit im verfassungsrechtlichen Sinne.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Sie den Nutzen Ihrer Maßnahme vergrößern und/oder die Einschränkungen beziehungsweise Aufwände reduzieren können. Die Empfehlungen zu der vorherigen Frage helfen Ihnen, die Nachteile zu reduzieren. Mit Blick auf einen größeren Nutzen fragen Sie sich: Kann die Maßnahme so ausgestaltet werden, dass Hemmnisse in der praktischen Umsetzung besser überwunden werden können, oder braucht es dafür eventuell zusätzliche Maßnahmen? Braucht es eine zielgruppenspezifischere Ausgestaltung, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz)?

Auswertung

Prüfaspekt 5: Erwerbsarbeit

1. Beeinflusst die Maßnahme die Zahl an Arbeitsplätzen und die Arbeitsplatzsicherheit?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften als Bündnispartner zu gewinnen, die Ihren Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (s. Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Ein (befürchteter) Verlust an Arbeitsplätzen kann die Akzeptanz und Gerechtigkeitswahrnehmung klimapolitischer Maßnahmen erheblich verschlechtern. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob sich negative Beschäftigungswirkungen durch (klimapolitisch vertretbare) Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen reduzieren lassen. Prüfen Sie außerdem, inwieweit die betroffenen Branchen und Berufsgruppen beziehungsweise die lokalen Standorte frühzeitig beim Wandel unterstützt werden können, etwa durch eine möglichst unbürokratische Förderung neuer Geschäftsmodelle oder durch entsprechende Weiterbildungen oder Umschulungen. Weisen Sie betroffene Akteure auf wirtschafts- und strukturpolitische Fördermittel hin, etwa im Rahmen der EU-Strukturfonds oder des Gesamtdeutschen Fördersystems (unter anderem mit den Gemeinschaftsaufgaben „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und „Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK)). Binden Sie die betroffenen Akteure intensiv ein (siehe auch Prüfaspekt 6: Partizipation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Beeinflusst die Maßnahme die Arbeitsbedingungen?

(Dabei ist vor allem an Einkommen, Arbeitszeiten und Arbeitssicherheit zu denken, aber auch an den Bürokratieaufwand von Selbstständigen, zum Beispiel in Handwerk oder Landwirtschaft.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, Gewerkschaften beziehungsweise im Fall von Bürokratieabbau Berufsverbände (zum Beispiel Handwerksverbände) als Bündnispartner zu gewinnen, die Ihren Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (s. Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine (befürchtete) Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kann die Akzeptanz, Gerechtigkeitswahrnehmung oder auch Motivationswirkung klimapolitischer Maßnahmen vor allem bei den betroffenen Gruppen und Branchen erheblich verschlechtern.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob und wie Sie eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen vermeiden können. Kann zum Beispiel der Bürokratieaufwand reduziert werden? Können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der betroffenen Branchen / Berufsgruppen an anderer Stelle verbessert werden? Binden Sie die entsprechenden Akteure dafür intensiv ein (siehe auch Prüfaspekt 6: Partizipation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

3. Beeinflusst die Maßnahme die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung gegenüber bestimmten Berufsgruppen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme unter den entsprechenden Berufsgruppen erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, die entsprechenden Berufsgruppen und ihre Verbände als Bündnispartner zu gewinnen, die den Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (siehe Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Gesellschaftliche Statusverluste beziehungsweise entsprechende Empfindungen können die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme bei den entsprechenden Berufsgruppen erheblich verschlechtern.

Unsere Empfehlung:
Achten Sie in Ihrer Kommunikation darauf, dass Sie die Leistungen der betroffenen Berufsgruppen anerkennen (zum Beispiel für die Energie- oder Lebensmittelversorgung des Landes, je nach Maßnahme und betroffener Berufsgruppe), auch wenn es nun Veränderungen braucht. Kommunizieren Sie dabei nicht nur über, sondern auch direkt mit diesen Berufsgruppen und achten Sie dabei auf zielgruppengerechte Sprache und Narrative (siehe auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

Auswertung

Prüfaspekt 6: Partizipation

1. Werden Bürger*innen frühzeitig und ergebnisoffen beteiligt und ihre Interessen berücksichtigt und abgewogen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine ernsthafte Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen stärken. Sie kann zudem helfen, frühzeitig mögliche Konflikte zu erkennen und zu reduzieren.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie bei der Vorstellung des Maßnahmenvorschlags, wie umfangreich die Beteiligung stattgefunden hat (oder diese geplant ist), wer teilgenommen hat beziehungsweise eingeladen war (oder wird) und wie dies die Gestaltung der Maßnahme beeinflusst hat (oder welche Spielräume hierbei noch bestehen)!

Unsere Bewertung: Achtung!
Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine unzureichende Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen schwächen. Zudem drohen mögliche Konflikte zu spät erkannt zu werden.

Unsere Empfehlung:
Schaffen Sie eine ernst zu nehmende Beteiligungsmöglichkeit für Bürger*innen. Dazu gehört, die Beteiligung transparent, niedrigschwellig sowie so frühzeitig und offen durchzuführen, dass die Rückmeldungen in die Entscheidungen einfließen können. Je nach Maßnahmentyp und Politikebene (zum Beispiel nationales Politikinstrument oder lokales Verkehrsinfrastrukturprojekt) sowie Größe der potenziell betroffenen Bevölkerungsgruppe bieten sich unterschiedliche Online- oder Offline-Formate an. Wichtig ist immer eine Klärung von Beteiligungsziel, Zielgruppe, optimalem Zeitpunkt und Umgang mit den Ergebnissen. Für eine gute Planung gibt es eine Reihe von Leitfäden, beispielsweise die Leitlinien des Bundesumweltministeriums für gute Bürgerbeteiligung sowie speziell für Online-Beteiligung.

2. Wird auf die Beteiligung auch „stiller“ Gruppen geachtet und deren Interessen berücksichtigt?

(Zu den „stillen“ und häufig wenig beteiligungsaffinen Gruppen gehören Haushalte mit wenig Einkommen, mit geringem Bildungsgrad oder auch mit Migrationsgeschichte.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Sie stärkt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie bei der Vorstellung des Maßnahmenvorschlags, wie auch „stille“ und wenig beteiligungsaffine Gruppen beteiligt wurden (oder werden) und wie dies die Gestaltung der Maßnahme beeinflusst hat (oder welche Spielräume hierbei noch bestehen).

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Eine stark ungleiche Beteiligung schwächt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen.

Unsere Empfehlung:
Achten Sie bei Befragungen auf eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe und/oder ergänzen Sie Ihr Beteiligungskonzept um eine aktive, aufsuchende Beteiligung „stiller“ und wenig beteiligungsaffiner Gruppen. Dazu können sich bestimmte Kommunikationskanäle, eine Ansprache im Alltagsumfeld und ein niedrigschwelliges Format in vertrauter Umgebung anbieten. Die Bertelsmann-Stiftung hat einen „Wegweiser breite Bürgerbeteiligung“ veröffentlicht; das Umweltbundesamt einen „Methodenkoffer“, wie „schwer erreichbare“ Bevölkerungsgruppen beteiligt werden können.

3. Werden von der Maßnahme adressierte und betroffene Organisationen (Unternehmen, Verbände, Vereine) beteiligt und ihre Interessen berücksichtigt und abgewogen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Die Beteiligung solcher Akteure ist nicht nur wichtig, um deren Expertise und Praxisperspektive zu berücksichtigen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Beteiligung und die Berücksichtigung von Interessen reduziert auch das Risiko, dass ein Maßnahmenvorschlag später auf lauten Protest stößt, und eröffnet die Chance zur Bildung von Akteursallianzen.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie bei der Vorstellung des Maßnahmenvorschlags, wie die relevanten Akteure beteiligt und ihre Interessen abgewogen wurden (oder werden) und wie dies die Gestaltung der Maßnahme beeinflusst hat (oder welche Spielräume hierbei noch bestehen).

Unsere Bewertung: Achtung!
Die Beteiligung solcher Akteure ist nicht nur wichtig, um deren Expertise und Praxisperspektive zu berücksichtigen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Eine unzureichende Beteiligung und Berücksichtigung von Interessen erhöht auch das Risiko, dass ein Maßnahmenvorschlag später auf lauten Protest stößt.

Unsere Empfehlung:
Identifizieren Sie zunächst alle relevanten Akteure, zum Beispiel durch ein „Akteursmapping“ beziehungsweise eine „Stakeholderanalyse“. Bieten Sie anschließend Möglichkeiten zur Beteiligung an, beispielsweise durch einen Stakeholder-Workshop oder einen Online-Fragebogen. Achten Sie dabei auf eine ausgewogene Beteiligung verschiedener Interessensgruppen, damit diese nicht nur von den unterschiedlich verfügbaren Ressourcen abhängt.

Auswertung

Prüfaspekt 7: Kommunikation

1. Wissen Sie über Interessen, Werte, Motivationsfaktoren, Sorgen und bevorzugte Informationskanäle Ihrer Zielgruppen Bescheid?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit haben Sie eine gute Grundlage für eine zielgruppengerechte und motivierende Kommunikation.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative für Ihre Maßnahme besonders gut zu den Interessen, Werten, Motivationsfaktoren und Sorgen Ihrer Zielgruppen passen. (Narrative sind sinnstiftende Erzählungen, die komplexe Themen verständlich und emotional greifbar machen.) Wenn Ihre Organisation dafür entsprechende Ressourcen hat, können Sie verschiedene Argumente und Narrative auch in Fokusgruppen oder Befragungen Ihrer Zielgruppen testen („message testing“), wie dies beispielsweise für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung 2024 gemacht wurde. Nutzen Sie für die Kommunikation dann die von den Zielgruppen bevorzugten Informationskanäle und achten Sie auf eine verständliche, zielgruppengerechte Sprache. Bilder und Positivbeispiele aus der Praxis machen Ihre Botschaften ansprechender. Für ausführliche Tipps und Beispiele empfiehlt sich das Handbuch Klimakommunikation.

Unsere Bewertung: Achtung!
In dem Fall droht die Kommunikation an den Zielgruppen vorbeizugehen und wenig zu bringen.

Unsere Empfehlung:
Informieren Sie sich über die Zielgruppen der Maßnahme: ihre Interessen, Werte, Motivationsfaktoren, Sorgen und bevorzugten Informationskanäle. Dazu können eine Onlinerecherche oder auch Ihre Partizipationsmaßnahmen (siehe Empfehlungen zur Partizipation zuvor) beitragen. Wenn Ihre Organisation dafür entsprechende Ressourcen hat, können Sie auch Fokusgruppen mit oder Befragungen von Ihren Zielgruppen beauftragen. Bei der Gelegenheit können Sie auch die Resonanz verschiedener Argumente (zum Beispiel Co-Benefits) und Narrative für Ihre Maßnahme testen („message testing“), wie dies beispielsweise für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung 2024 gemacht wurde. (Narrative sind sinnstiftende Erzählungen, die komplexe Themen verständlich und emotional greifbar machen.) Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative für die Maßnahme besonders gut zu den Interessen, Werten, Motivationsfaktoren und Sorgen der Zielgruppen passen. Nutzen Sie für die Kommunikation dann die von den Zielgruppen bevorzugten Informationskanäle und achten Sie auf eine verständliche, zielgruppengerechte Sprache. Bilder und Positivbeispiele aus der Praxis machen Ihre Botschaften ansprechender. Für ausführliche Tipps und Beispiele empfiehlt sich das Handbuch Klimakommunikation.

2. Haben Sie sich Gedanken gemacht, was Argumente, Narrative und Kommunikationsstrategien von Gegner*innen der Maßnahme sein könnten?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit sind Sie gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, wie Sie gut auf Contra-Argumente reagieren können, sowohl auf berechtigte Bedenken als auch auf mögliche Falschinformationen oder Übertreibungen und darauf aufbauende Narrative. Haben Sie wissenschaftlich fundierte Zahlen und Erkenntnisse zu den wahrscheinlichen Wirkungen der Maßnahme parat, oder auch positive Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland. Bei umstrittenen Themen kann es sich auch lohnen, die Öffentlichkeit proaktiv vor wahrscheinlichen Falschmeldungen zu warnen und diese schon vorab zu widerlegen. Siehe dazu auch Kapitel 19 des Handbuchs Klimakommunikation.

Unsere Bewertung: Achtung!
Damit sind Sie nicht gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet, worunter die Akzeptanz der Maßnahmen leiden könnte.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative Gegner*innen der Maßnahme vorbringen könnten. Denken Sie dabei insbesondere an mögliche oder leicht zu behauptende negative Wirkungen auf Ausgaben, Handlungsfreiheiten und Beschäftigung. Überlegen Sie anschließend, wie Sie gut darauf reagieren können, sowohl auf berechtigte Bedenken als auch auf mögliche Falschinformationen oder Übertreibungen und darauf aufbauende Narrative. Haben Sie wissenschaftlich fundierte Zahlen und Erkenntnisse zu den wahrscheinlichen Wirkungen der Maßnahme parat, oder auch positive Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland. Bei umstrittenen Themen kann es sich auch lohnen, die Öffentlichkeit proaktiv vor wahrscheinlichen Falschmeldungen zu warnen und diese schon vorab zu widerlegen. Siehe dazu auch Kapitel 19 des Handbuchs Klimakommunikation.

3. Haben Sie Akteure, die das Vertrauen Ihrer Zielgruppen genießen, für eine kommunikative Unterstützung Ihrer Maßnahme gewonnen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit haben Sie eine gute Grundlage, Ihre Zielgruppen tatsächlich zu erreichen und zu überzeugen.

Unsere Empfehlung:
Sprechen Sie sich mit den Akteuren über geeignete Kommunikationsstrategien ab. Überlegen Sie, ob Sie gemeinsam dasselbe in beider Namen kommunizieren wollen oder lieber getrennt mit unterschiedlichen Argumenten, Narrativen, Zielgruppen und/oder Kommunikationskanälen.

Unsere Bewertung: Achtung!
In dem Fall droht die Kommunikation die Zielgruppen nicht zu erreichen oder zumindest nicht zu überzeugen.

Unsere Empfehlung:
Führen Sie, falls noch nicht geschehen, zunächst ein „Akteursmapping“ beziehungsweise eine „Stakeholderanalyse“ durch, die insbesondere Akteure außerhalb des Klima-/Umweltschutzbereichs umfasst, zum Beispiel Wirtschafts- und Handwerksverbände/-kammern, Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen, Krankenkassen, Ärzteverbände/-kammern, Eigentümer*innen- und Mieter*innen-Verbände, oder auch Influencer*innen. Die wichtigen Fragen mit Blick auf eine mögliche Allianz lauten: 1) Welche dieser Akteure könnten ein Interesse an der Umsetzung Ihrer Politikmaßnahme haben? 2) Welche dieser Akteure genießen bei welcher Zielgruppe ein hohes Vertrauen? Die relevanten Akteure könnten Sie etwa auf einer entsprechenden x- und y-Achse anordnen.
Akteure, die sowohl ähnliche Interessen haben als auch ein hohes Vertrauen der Zielgruppe genießen, sollten Sie prioritär ansprechen. Dabei gilt es zu sondieren, ob und unter welchen Bedingungen die Akteure Ihre Maßnahme inhaltlich unterstützen (falls Sie dies nicht bereits durch die Stakeholder-Beteiligung wissen) und sich vorstellen können, die Maßnahme auch kommunikativ in der Öffentlichkeit beziehungsweise gegenüber bestimmten Zielgruppen zu unterstützen. Sprechen Sie sich dann mit den Akteuren über geeignete Kommunikationsstrategien ab. Überlegen Sie, ob Sie gemeinsam dasselbe in beider Namen kommunizieren wollen oder lieber getrennt mit unterschiedlichen Argumenten, Narrativen, Zielgruppen und/oder Kommunikationskanälen. Siehe dazu auch Kapitel 7 des Handbuchs Klimakommunikation.

Auswertung

Herzlichen Glückwunsch
Sie haben den Gesellschaftscheck Klimapolitik vollständig ausgefüllt! Im Folgenden sehen Sie im Überblick, wie der Maßnahmenvorschlag im Hinblick auf die verschiedenen Prüfaspekte abschneidet.

Grün bedeutet, dass die Antworten auf alle Fragen zu einem Aspekt positiv bewertet wurden. Hier besteht kein großer Verbesserungsbedarf bei der Ausgestaltung der Maßnahme. Wir geben Ihnen allerdings im Folgenden Empfehlungen, wie Sie diese positiven Aspekte für die Kommunikation der Maßnahme nutzen können.

Rot bedeutet, dass die Antworten auf alle Fragen zu einem Aspekt kritisch bewertet wurden. Hier sollten bei der weiteren Ausgestaltung der Maßnahme, bzw. der Partizipation und Kommunikation, unsere nachfolgenden Hinweise berücksichtigt werden.

Gelb bedeutet, dass ein Teil der Antworten positiv, ein anderer Teil kritisch bewertet wurden. Entsprechend fallen auch unsere Empfehlungen aus.

Eine komplett weiße Ampel bedeutet entweder, dass Sie alle Fragen bei einem Prüfaspekt nicht beantwortet haben, oder dass alle Antworten neutral bewertet wurden, da weder positive noch negative Wirkungen vorhanden sind.

Prüfaspekt 01: Effektivität

1. Sind die Ziele der Maßnahmen klar definiert?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie die konkreten Ziele, denen die Maßnahme dient, und bis wann diese erreicht sein sollen. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh)

Unsere Bewertung: Achtung!
Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie die konkreten Ziele, denen die Maßnahme dient, und bis wann diese erreicht sein sollen. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh)

2. Sind die Ziele der Maßnahmen klar definiert?

(Dies setzt auch voraus, dass Sie die Zielgruppe(n) der Maßnahme gut kennen und einschätzen können, inwieweit sich deren Entscheidungen und Verhalten durch die Maßnahme tatsächlich ändern wird.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie die konkreten Ziele, denen die Maßnahme dient, und bis wann diese erreicht sein sollen. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh)

Unsere Bewertung: Achtung!
Dies ist für die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme eine wichtige Grundlage. Optimalerweise beziehen sich die Ziele auch auf die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht nur auf den Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie die konkreten Ziele, denen die Maßnahme dient, und bis wann diese erreicht sein sollen. Formulieren Sie die Ziele möglichst positiv beziehungsweise so, dass sie gesellschaftlich gut anschlussfähig sind (zum Beispiel „Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität“ statt „Reduktion der Zahl der Parkplätze“), ohne die dafür notwendigen Veränderungen (etwa Reduktion der Zahl der Parkplätze) zu verschweigen. Prüfen Sie zudem im Sinne der „SMART-Regel"“, wonach Ziele „Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert“ sein sollten, ob Ihre Ziele realistisch (was ambitioniert nicht ausschließt) und nach Möglichkeit auch messbar sind (quantitativ oder auch qualitativ, zum Beispiel über eine Zufriedenheitsbefragung). Stellen Sie die Stärke der angestrebten Wirkung dar, wenn möglich quantitativ (bspw. die angestrebte Energieeinsparung in kWh)

Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz

1. Beeinflusst die Maßnahme die Möglichkeiten, auf klimafreundliche Technologien / Produkte / Verhaltensweisen umzustellen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit kann Ihre Maßnahme gut zum Klimaschutz motivieren. Aus Akzeptanz-, Teilhabe- und Gerechtigkeitsgründen ist es zudem wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können.

Unsere Empfehlung:
Stellen Sie sicher, dass der Zugang zu klimafreundlichen Technologien, Produkten und Verhaltensweisen allen Bevölkerungsgruppen offensteht – auch solchen, die etwa wegen geringem Einkommen und Vermögen, wegen ihres Alters, ihres Wohnorts oder weil sie zur Miete wohnen, benachteiligt sein könnten. Wenn dies der Fall ist, kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, wie sie den Zugang auch für solche Bevölkerungsgruppen verbessert.

Unsere Bewertung: Achtung!
Aus Akzeptanz- und Gerechtigkeitsgründen ist es wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen „beim Klimaschutz mitmachen“ können.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Sie die Maßnahme so ausgestalten können, dass sie die Umstellung auf klimafreundliche Technologien / Produkte beziehungsweise klimafreundliche Verhaltensweisen für alle Bevölkerungsgruppen einfacher macht – auch solchen, die etwa wegen geringem Einkommen und Vermögen, wegen ihres Alters, ihres Wohnorts oder weil sie zur Miete wohnen, benachteiligt sein könnten. Prüfen Sie zum Beispiel, wie Sie gruppenspezifische Hemmnisse (zum Beispiel mangelndes Investitionskapital oder fehlende Angebote im ländlichen Raum) beseitigen können. Zum Beispiel kann eine soziale Förderung, die bereits zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung ausgezahlt wird und nicht erst nach Umsetzung, die Teilhabe deutlich verbessern. Kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, wie sie den Zugang aller verbessert.

2. Haben die durch die Maßnahme angestrebten Umstellungen (s. Frage 1) gut erkennbare Co-Benefits?

(Zu den möglichen Co-Benefits gehören finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Das Vorliegen von Co-Benefits kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Identifizieren Sie alle denkbaren Co-Benefits der Maßnahme und stellen Sie sicher, dass die Maßnahme diese auch tatsächlich bewirken kann. Prüfen Sie dafür, ob die Maßnahme beziehungsweise das Maßnahmenpaket mögliche Hemmnisse bei der Realisierung der Co-Benefits adressiert und überwindet. Weisen Sie schließlich in Ihrer Kommunikation möglichst zielgruppenspezifisch auf die verschiedenen Co-Benefits hin (s. auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Co-Benefits gehören zu wichtigen Akzeptanz- und Motivationsfaktoren beim Klimaschutz.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, wie Sie Ihre Maßnahme so gestalten können, dass sie neben dem Beitrag zum Klimaschutz auch gesellschaftliche oder persönliche Co-Benefits bewirkt (wie etwa finanzielle Einsparungen, gesundheitliche Vorteile, Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung). So kann zum Beispiel ein städtisches Förderprojekt zu Umweltschutz oder Klimaanpassung als auch zur Aufenthaltsqualität beitragen. Prüfen Sie dafür, ob die Maßnahme beziehungsweise das Maßnahmenpaket mögliche Hemmnisse bei der Realisierung der Co-Benefits adressieren und überwinden muss. Weisen Sie schließlich in Ihrer Kommunikation möglichst zielgruppenspezifisch auf die Co-Benefits hin (siehe auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Prüfaspekt 3: Private Ausgaben & Belastung

1. Beeinflusst die Maßnahme die finanzielle Belastung von Privathaushalten?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Die Wahrnehmung oder Erwartung sinkender Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme positiv beeinflussen. Dies gilt umso mehr, je höher die Entlastung ausfällt. Wenn die Entlastung Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität und Ernährung betrifft, trägt die Maßnahme außerdem zur sozialen Teilhabe bei. Eine Entlastung sollte dabei immer mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden, zumal die genannten Grundbedürfnisse auch die CO2-intensivsten Konsumfelder betreffen.

Unsere Empfehlung:
Weisen Sie in der Kommunikation auf die sinkende Ausgabenbelastung hin – insbesondere dann, wenn dadurch Grundbedürfnisse besser gedeckt werden können. Verweisen Sie dabei als Beleg möglichst auf wissenschaftliche Studien und/oder Positivbeispiele aus dem In- und Ausland mit ähnlichen Maßnahmen. Wenn Ihre Organisation die nötigen Ressourcen hat, können Sie für eine ex-ante-Wirkungsabschätzung auch selbst eine Studie in Auftrag geben, die den Kriterien der wissenschaftlichen Unabhängigkeit entsprechen sollte, um nicht angreifbar zu sein. Zusätzliche Synergien mit klimapolitischen Zielen ergeben sich, wenn die Bedürfnisdeckung auf klimafreundliche Art erfolgt (zum Beispiel durch energieeffiziente Geräte, Solaranlagen, Wärmepumpen, Nutzung von ÖPNV und Fahrrad, fleischreduzierte Kost). Prüfen Sie daher, ob klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen im Vergleich zu klimaschädlichen bessergestellt werden können.

Unsere Bewertung: Achtung!
Achtung! Die Wahrnehmung oder Befürchtung zusätzlicher Ausgabenbelastung kann die Zustimmung zu einer Maßnahme erheblich beeinträchtigen, auch wenn sie klimapolitisch geboten sein können. Dies gilt umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Wenn Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen, Mobilität oder Ernährung betroffen sind, sind zusätzliche oder steigende Ausgaben unter Akzeptanz- wie auch Teilhabegesichtspunkten besonders problematisch.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie zunächst, ob steigende Kosten im Fall Ihrer Maßnahme beabsichtigt sind, um Akteure in Richtung klimafreundlicher Investitionen und Verhaltensweisen zu lenken (wie zum Beispiel bei der CO2-Bepreisung), oder ob es sich eher um eine unbeabsichtigte Nebenwirkung handelt (beispielsweise höhere Produktkosten durch gestiegene regulatorische Anforderungen bei der Produktion). Wenn beabsichtigt, prüfen Sie, ob die Höhe der Kostensteigerung erforderlich und angemessen ist, um die gewünschte Lenkung zu erzielen und ob der Umstieg auf eine klimafreundliche Alternative die Belastung ausgleichen kann. Prüfen Sie, ob klimafreundliche Alternativen finanziell gefördert werden können und achten Sie dabei darauf, dass alle Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit haben oder befähigt werden auf diese umzusteigen (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz). Wenn steigende Kosten gar nicht beabsichtigt sind, prüfen Sie, ob sich diese durch Anpassungen bei der Maßnahmengestaltung vermeiden oder reduzieren lassen.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Werden vulnerable Bevölkerungsgruppen entlastet oder belastet?

Unter vulnerabel lassen sich im Kontext von Klima- und Umweltschutz vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen verstehen, die einen großen Anteil ihres Einkommens zur Deckung von Grundbedürfnissen ausgeben, somit stärker von Energie-, Mobilitäts- oder Ernährungsarmut sind und häufig auch schlechtere Anpassungsmöglichkeiten haben. Im Bereich der Mobilität gilt zusätzlich auch das Wohnen im ländlichen Raum als Vulnerabilitätsfaktor.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit trägt die Maßnahme zu sozialer Teilhabe vulnerabler Gruppen bei. Dies gilt umso mehr, je höher die Ausgabensenkung ausfällt. Eine Entlastung sollte aber auch hier möglichst mit Anreizen für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen verbunden werden (siehe dazu auch die vorherigen Prüfaspekte zu Effektivität und Teilhabe).

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie über die Entlastung vulnerabler Gruppen. Verweisen Sie dabei als Beleg möglichst auf wissenschaftliche Studien und/oder Positivbeispiele aus dem In- und Ausland mit ähnlichen Maßnahmen. Zusätzliche Synergien mit klimapolitischen Zielen ergeben sich, wenn die Bedürfnisdeckung auf klimafreundliche Art erfolgt (zum Beispiel durch energieeffiziente Geräte, Solaranlagen, Wärmepumpen, Nutzung von ÖPNV und Fahrrad, fleischreduzierte Kost). Prüfen Sie daher, ob klimafreundliche Technologien, Produkte und Verhaltensweisen im Vergleich zu klimaschädlichen bessergestellt werden können. Achten Sie dabei darauf, dass auch vulnerable Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit bekommen, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen (siehe Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz).

Unsere Bewertung: Achtung!
Bei vulnerablen Gruppen sind zusätzliche oder steigende Ausgaben besonders problematisch. Dies gilt vor allem, wenn die Deckung von Grundbedürfnissen betroffen ist und umso mehr, je höher die Belastung ausfällt. Es kann zu negativen Verteilungswirkungen kommen, wenn vulnerable Gruppen im Verhältnis zu ihrem Einkommen deutlich mehr belastet werden als andere Gruppen.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, wie Sie die Maßnahme so ausgestalten können, dass vulnerable Haushalte nicht zusätzlich belastet werden, etwa durch Ausnahme- und Übergangsregelungen oder durch eine gezielte höhere Förderung klimafreundlicher und langfristig kostensparender Investitionen (wie zum Beispiel Gebäudedämmung oder Wärmepumpen). So bekommen beispielsweise Haushalte mit niedrigem Einkommen einen zusätzlichen Förderbonus in Höhe von 30 Prozent der Kosten bei Installation einer klimafreundlichen Heizung. Eine direkte Einkommensunterstützung, um die zusätzlichen Kosten abzufangen, wie zum Beispiel die CO2- und Klimakomponente im Wohngeld, die Übernahme der Kosten für Heizen in den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch oder vergünstigte Sozialtickets im ÖPNV sind weitere Beispiele.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten

Prüfaspekt 4: Handlungsmöglichkeiten im Alltag

1. Beeinflusst die Maßnahme die rechtliche Zulässigkeit, praktische Zugänglichkeit oder Attraktivität von Angeboten und Handlungsmöglichkeiten in der Alltagsgestaltung?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Stellen Sie sicher, dass die Ausweitung vor allem von klimafreundlichen Angeboten und Handlungsmöglichkeiten möglichst für alle Bevölkerungsgruppen gilt (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz). Kommunizieren Sie bei Vorstellung Ihrer Maßnahme, auf welche Weise sich Angebote und Handlungsmöglichkeiten verbessern.

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine Einschränkung bestimmter Angebote und Möglichkeiten mag klimapolitisch geboten sein. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass dies als Eingriff und Zumutung wahrgenommen wird und zu Protest der bisherigen Anbietenden und Nutzenden führt. Aus Gerechtigkeitsgründen wäre es zudem problematisch, wenn sich die Zugänglichkeit mancher Angebote einseitig zulasten vulnerabler Bevölkerungsgruppen (zum Beispiel Alleinerziehende, mobilitätseingeschränkter Personen) verschlechtern würde.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Übergangsfristen und/oder Ausnahmeregelungen (zum Beispiel für Härtefälle) aus Gründen der Verhältnismäßigkeit oder der Akzeptanz geboten sind und beziehen Sie dabei auch die betroffenen Akteure auf Angebots- und Nutzungsseite ein (siehe Prüfaspekt 6: Partizipation). Überlegen Sie, falls nicht bereits Teil Ihrer Maßnahme, ob sich (gleichwertige oder bessere) klimafreundliche Alternativangebote fördern lassen und wie der Übergang von Alt zum Neuen für Anbietende und Nutzende frühzeitig erleichtert werden kann. So wurden zum Beispiel bei erfolgreichen kommunalen Beschränkungen des Autoverkehrs (wie im belgischen Gent) gleichzeitig der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und Ausnahmen für Rettungsdienste, Taxis oder medizinische Berufsgruppen geschaffen.
Betonen Sie in Ihrer Kommunikation zur Maßnahme, inwieweit das Neue dem Alten überlegen ist. Berücksichtigen Sie sowohl beim Gestalten der Maßnahme als auch beim Kommunizieren die Lebensumstände und Interessen aller (im konkreten Fall relevanten) Bevölkerungsgruppen. Prüfen Sie außerdem, ob sich die neuen Rahmenbedingungen zunächst in einem Pilotprojekt zeitlich und räumlich befristet testen lassen, sodass sich die Menschen einen Eindruck verschaffen können (siehe diesen Leitfaden zur Durchführung „regulatorischer Experimente“). Eine vorgeschaltete Testphase kann die Akzeptanz erhöhen.

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

2. Überwiegt der Nutzen der Maßnahme mögliche Einschränkungen oder Aufwände?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie klar, wie der Nutzen für möglichst viele Menschen eventuelle Einschränkungen oder Aufwände überwiegt und wie Sie diese Einschränkungen und Aufwände durch Ihre Maßnahmengestaltung reduzieren. Achten Sie bei der Maßnahmengestaltung zudem darauf, dass der Nutzen allen Bevölkerungsgruppen offensteht (siehe Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz).

Unsere Bewertung: Achtung!
Ein schlechtes Verhältnis von Nutzen und Aufwand / Eingriffstiefe kann die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme beeinträchtigen. Außerdem stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit im verfassungsrechtlichen Sinne.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob Sie den Nutzen Ihrer Maßnahme vergrößern und/oder die Einschränkungen beziehungsweise Aufwände reduzieren können. Die Empfehlungen zu der vorherigen Frage helfen Ihnen, die Nachteile zu reduzieren. Mit Blick auf einen größeren Nutzen fragen Sie sich: Kann die Maßnahme so ausgestaltet werden, dass Hemmnisse in der praktischen Umsetzung besser überwunden werden können, oder braucht es dafür eventuell zusätzliche Maßnahmen? Braucht es eine zielgruppenspezifischere Ausgestaltung, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen (siehe auch Prüfaspekt 2: Teilhabe am Klimaschutz)?

Prüfaspekt 5: Erwerbsarbeit

1. Beeinflusst die Maßnahme die Zahl an Arbeitsplätzen und die Arbeitsplatzsicherheit?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften als Bündnispartner zu gewinnen, die Ihren Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (s. Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Ein (befürchteter) Verlust an Arbeitsplätzen kann die Akzeptanz und Gerechtigkeitswahrnehmung klimapolitischer Maßnahmen erheblich verschlechtern. Dies gilt umso mehr, je stärker der Effekt ausfällt.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob sich negative Beschäftigungswirkungen durch (klimapolitisch vertretbare) Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen reduzieren lassen. Prüfen Sie außerdem, inwieweit die betroffenen Branchen und Berufsgruppen beziehungsweise die lokalen Standorte frühzeitig beim Wandel unterstützt werden können, etwa durch eine möglichst unbürokratische Förderung neuer Geschäftsmodelle oder durch entsprechende Weiterbildungen oder Umschulungen. Weisen Sie betroffene Akteure auf wirtschafts- und strukturpolitische Fördermittel hin, etwa im Rahmen der EU-Strukturfonds oder des Gesamtdeutschen Fördersystems (unter anderem mit den Gemeinschaftsaufgaben „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und „Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK)). Binden Sie die betroffenen Akteure intensiv ein (siehe auch Prüfaspekt 6: Partizipation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Gerechtigkeitswahrnehmung zu erwarten.

2. Beeinflusst die Maßnahme die Arbeitsbedingungen?

(Dabei ist vor allem an Einkommen, Arbeitszeiten und Arbeitssicherheit zu denken, aber auch an den Bürokratieaufwand von Selbstständigen, zum Beispiel in Handwerk oder Landwirtschaft.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, Gewerkschaften beziehungsweise im Fall von Bürokratieabbau Berufsverbände (zum Beispiel Handwerksverbände) als Bündnispartner zu gewinnen, die Ihren Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (s. Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine (befürchtete) Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kann die Akzeptanz, Gerechtigkeitswahrnehmung oder auch Motivationswirkung klimapolitischer Maßnahmen vor allem bei den betroffenen Gruppen und Branchen erheblich verschlechtern.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie, ob und wie Sie eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen vermeiden können. Kann zum Beispiel der Bürokratieaufwand reduziert werden? Können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der betroffenen Branchen / Berufsgruppen an anderer Stelle verbessert werden? Binden Sie die entsprechenden Akteure dafür intensiv ein (siehe auch Prüfaspekt 6: Partizipation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

3. Beeinflusst die Maßnahme die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung gegenüber bestimmten Berufsgruppen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Dies wird die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme unter den entsprechenden Berufsgruppen erhöhen.

Unsere Empfehlung:
Versuchen Sie, die entsprechenden Berufsgruppen und ihre Verbände als Bündnispartner zu gewinnen, die den Maßnahmenvorschlag öffentlich unterstützen (siehe Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Achtung!
Gesellschaftliche Statusverluste beziehungsweise entsprechende Empfindungen können die Akzeptanz und Motivationswirkung der Maßnahme bei den entsprechenden Berufsgruppen erheblich verschlechtern.

Unsere Empfehlung:
Achten Sie in Ihrer Kommunikation darauf, dass Sie die Leistungen der betroffenen Berufsgruppen anerkennen (zum Beispiel für die Energie- oder Lebensmittelversorgung des Landes, je nach Maßnahme und betroffener Berufsgruppe), auch wenn es nun Veränderungen braucht. Kommunizieren Sie dabei nicht nur über, sondern auch direkt mit diesen Berufsgruppen und achten Sie dabei auf zielgruppengerechte Sprache und Narrative (siehe auch Prüfaspekt 7: Kommunikation).

Unsere Bewertung: Okay!
Bei diesem Aspekt sind somit keine Wirkungen auf Akzeptanz oder Motivation zu erwarten.

Prüfaspekt 6: Partizipation

1. Werden Bürger*innen frühzeitig und ergebnisoffen beteiligt und ihre Interessen berücksichtigt und abgewogen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine ernsthafte Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen stärken. Sie kann zudem helfen, frühzeitig mögliche Konflikte zu erkennen und zu reduzieren.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie bei der Vorstellung des Maßnahmenvorschlags, wie umfangreich die Beteiligung stattgefunden hat (oder diese geplant ist), wer teilgenommen hat beziehungsweise eingeladen war (oder wird) und wie dies die Gestaltung der Maßnahme beeinflusst hat (oder welche Spielräume hierbei noch bestehen)!

Unsere Bewertung: Achtung!
Bürger*innen zu beteiligen, ist eine zentrale Erwartung der Menschen in Deutschland, auch im Bereich der Klimapolitik. Eine unzureichende Beteiligung kann die (wahrgenommene) Legitimation von Maßnahmenvorschlägen schwächen. Zudem drohen mögliche Konflikte zu spät erkannt zu werden.

Unsere Empfehlung:
Schaffen Sie eine ernst zu nehmende Beteiligungsmöglichkeit für Bürger*innen. Dazu gehört, die Beteiligung transparent, niedrigschwellig sowie so frühzeitig und offen durchzuführen, dass die Rückmeldungen in die Entscheidungen einfließen können. Je nach Maßnahmentyp und Politikebene (zum Beispiel nationales Politikinstrument oder lokales Verkehrsinfrastrukturprojekt) sowie Größe der potenziell betroffenen Bevölkerungsgruppe bieten sich unterschiedliche Online- oder Offline-Formate an. Wichtig ist immer eine Klärung von Beteiligungsziel, Zielgruppe, optimalem Zeitpunkt und Umgang mit den Ergebnissen. Für eine gute Planung gibt es eine Reihe von Leitfäden, beispielsweise die Leitlinien des Bundesumweltministeriums für gute Bürgerbeteiligung sowie speziell für Online-Beteiligung.

2. Wird auf die Beteiligung auch „stiller“ Gruppen geachtet und deren Interessen berücksichtigt?

(Zu den „stillen“ und häufig wenig beteiligungsaffinen Gruppen gehören Haushalte mit wenig Einkommen, mit geringem Bildungsgrad oder auch mit Migrationsgeschichte.)

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Sie stärkt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen.

Unsere Empfehlung:
Kommunizieren Sie bei der Vorstellung des Maßnahmenvorschlags, wie auch „stille“ und wenig beteiligungsaffine Gruppen beteiligt wurden (oder werden) und wie dies die Gestaltung der Maßnahme beeinflusst hat (oder welche Spielräume hierbei noch bestehen).

Unsere Bewertung: Achtung!
Eine ausgewogene Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ist normativ geboten („Verfahrensgerechtigkeit“). Eine stark ungleiche Beteiligung schwächt die Legitimation von Partizipationsprozessen und dort entstehenden Vorschlägen.

Unsere Empfehlung:
Achten Sie bei Befragungen auf eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe und/oder ergänzen Sie Ihr Beteiligungskonzept um eine aktive, aufsuchende Beteiligung „stiller“ und wenig beteiligungsaffiner Gruppen. Dazu können sich bestimmte Kommunikationskanäle, eine Ansprache im Alltagsumfeld und ein niedrigschwelliges Format in vertrauter Umgebung anbieten. Die Bertelsmann-Stiftung hat einen „Wegweiser breite Bürgerbeteiligung“ veröffentlicht; das Umweltbundesamt einen „Methodenkoffer“, wie „schwer erreichbare“ Bevölkerungsgruppen beteiligt werden können.

Prüfaspekt 7: Kommunikation

1. Wissen Sie über Interessen, Werte, Motivationsfaktoren, Sorgen und bevorzugte Informationskanäle Ihrer Zielgruppen Bescheid?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit haben Sie eine gute Grundlage für eine zielgruppengerechte und motivierende Kommunikation.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative für Ihre Maßnahme besonders gut zu den Interessen, Werten, Motivationsfaktoren und Sorgen Ihrer Zielgruppen passen. (Narrative sind sinnstiftende Erzählungen, die komplexe Themen verständlich und emotional greifbar machen.) Wenn Ihre Organisation dafür entsprechende Ressourcen hat, können Sie verschiedene Argumente und Narrative auch in Fokusgruppen oder Befragungen Ihrer Zielgruppen testen („message testing“), wie dies beispielsweise für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung 2024 gemacht wurde. Nutzen Sie für die Kommunikation dann die von den Zielgruppen bevorzugten Informationskanäle und achten Sie auf eine verständliche, zielgruppengerechte Sprache. Bilder und Positivbeispiele aus der Praxis machen Ihre Botschaften ansprechender. Für ausführliche Tipps und Beispiele empfiehlt sich das Handbuch Klimakommunikation.

Unsere Bewertung: Achtung!
In dem Fall droht die Kommunikation an den Zielgruppen vorbeizugehen und wenig zu bringen.

Unsere Empfehlung:
Informieren Sie sich über die Zielgruppen der Maßnahme: ihre Interessen, Werte, Motivationsfaktoren, Sorgen und bevorzugten Informationskanäle. Dazu können eine Onlinerecherche oder auch Ihre Partizipationsmaßnahmen (siehe Empfehlungen zur Partizipation zuvor) beitragen. Wenn Ihre Organisation dafür entsprechende Ressourcen hat, können Sie auch Fokusgruppen mit oder Befragungen von Ihren Zielgruppen beauftragen. Bei der Gelegenheit können Sie auch die Resonanz verschiedener Argumente (zum Beispiel Co-Benefits) und Narrative für Ihre Maßnahme testen („message testing“), wie dies beispielsweise für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung 2024 gemacht wurde. (Narrative sind sinnstiftende Erzählungen, die komplexe Themen verständlich und emotional greifbar machen.) Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative für die Maßnahme besonders gut zu den Interessen, Werten, Motivationsfaktoren und Sorgen der Zielgruppen passen. Nutzen Sie für die Kommunikation dann die von den Zielgruppen bevorzugten Informationskanäle und achten Sie auf eine verständliche, zielgruppengerechte Sprache. Bilder und Positivbeispiele aus der Praxis machen Ihre Botschaften ansprechender. Für ausführliche Tipps und Beispiele empfiehlt sich das Handbuch Klimakommunikation.

2. Haben Sie sich Gedanken gemacht, was Argumente, Narrative und Kommunikationsstrategien von Gegner*innen der Maßnahme sein könnten?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit sind Sie gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, wie Sie gut auf Contra-Argumente reagieren können, sowohl auf berechtigte Bedenken als auch auf mögliche Falschinformationen oder Übertreibungen und darauf aufbauende Narrative. Haben Sie wissenschaftlich fundierte Zahlen und Erkenntnisse zu den wahrscheinlichen Wirkungen der Maßnahme parat, oder auch positive Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland. Bei umstrittenen Themen kann es sich auch lohnen, die Öffentlichkeit proaktiv vor wahrscheinlichen Falschmeldungen zu warnen und diese schon vorab zu widerlegen. Siehe dazu auch Kapitel 19 des Handbuchs Klimakommunikation.

Unsere Bewertung: Achtung!
Damit sind Sie nicht gut auf möglichen „Gegenwind“ vorbereitet, worunter die Akzeptanz der Maßnahmen leiden könnte.

Unsere Empfehlung:
Überlegen Sie, welche Argumente und Narrative Gegner*innen der Maßnahme vorbringen könnten. Denken Sie dabei insbesondere an mögliche oder leicht zu behauptende negative Wirkungen auf Ausgaben, Handlungsfreiheiten und Beschäftigung. Überlegen Sie anschließend, wie Sie gut darauf reagieren können, sowohl auf berechtigte Bedenken als auch auf mögliche Falschinformationen oder Übertreibungen und darauf aufbauende Narrative. Haben Sie wissenschaftlich fundierte Zahlen und Erkenntnisse zu den wahrscheinlichen Wirkungen der Maßnahme parat, oder auch positive Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland. Bei umstrittenen Themen kann es sich auch lohnen, die Öffentlichkeit proaktiv vor wahrscheinlichen Falschmeldungen zu warnen und diese schon vorab zu widerlegen. Siehe dazu auch Kapitel 19 des Handbuchs Klimakommunikation.

3. Haben Sie Akteure, die das Vertrauen Ihrer Zielgruppen genießen, für eine kommunikative Unterstützung Ihrer Maßnahme gewonnen?

Frage wurde nicht beantwortet

Unsere Bewertung: Prima!
Damit haben Sie eine gute Grundlage, Ihre Zielgruppen tatsächlich zu erreichen und zu überzeugen.

Unsere Empfehlung:
Sprechen Sie sich mit den Akteuren über geeignete Kommunikationsstrategien ab. Überlegen Sie, ob Sie gemeinsam dasselbe in beider Namen kommunizieren wollen oder lieber getrennt mit unterschiedlichen Argumenten, Narrativen, Zielgruppen und/oder Kommunikationskanälen.

Unsere Bewertung: Achtung!
In dem Fall droht die Kommunikation die Zielgruppen nicht zu erreichen oder zumindest nicht zu überzeugen.

Unsere Empfehlung:
Führen Sie, falls noch nicht geschehen, zunächst ein „Akteursmapping“ beziehungsweise eine „Stakeholderanalyse“ durch, die insbesondere Akteure außerhalb des Klima-/Umweltschutzbereichs umfasst, zum Beispiel Wirtschafts- und Handwerksverbände/-kammern, Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen, Krankenkassen, Ärzteverbände/-kammern, Eigentümer*innen- und Mieter*innen-Verbände, oder auch Influencer*innen. Die wichtigen Fragen mit Blick auf eine mögliche Allianz lauten: 1) Welche dieser Akteure könnten ein Interesse an der Umsetzung Ihrer Politikmaßnahme haben? 2) Welche dieser Akteure genießen bei welcher Zielgruppe ein hohes Vertrauen? Die relevanten Akteure könnten Sie etwa auf einer entsprechenden x- und y-Achse anordnen.
Akteure, die sowohl ähnliche Interessen haben als auch ein hohes Vertrauen der Zielgruppe genießen, sollten Sie prioritär ansprechen. Dabei gilt es zu sondieren, ob und unter welchen Bedingungen die Akteure Ihre Maßnahme inhaltlich unterstützen (falls Sie dies nicht bereits durch die Stakeholder-Beteiligung wissen) und sich vorstellen können, die Maßnahme auch kommunikativ in der Öffentlichkeit beziehungsweise gegenüber bestimmten Zielgruppen zu unterstützen. Sprechen Sie sich dann mit den Akteuren über geeignete Kommunikationsstrategien ab. Überlegen Sie, ob Sie gemeinsam dasselbe in beider Namen kommunizieren wollen oder lieber getrennt mit unterschiedlichen Argumenten, Narrativen, Zielgruppen und/oder Kommunikationskanälen. Siehe dazu auch Kapitel 7 des Handbuchs Klimakommunikation.

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