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Arbeit / Aktuell

Intersektionale Klimaanpassung

Christiane Weihe

Es wird Sommer. Es wird heiß in den Städten. Und das trifft sozial benachteiligte Menschen oft besonders. „Die zunehmende Hitzebelastung im urbanen Raum, eine Folge des Klimawandels, kann eine höhere Belastung für jene sein, die auf engem Raum leben oder sensibler auf Hitze reagieren. Dies sind häufig Menschen, die älter sind, weniger verdienen oder einen Migrationshintergrund haben“, sagt Dr. Melanie Mbah, Forschungskoordinatorin für Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung am Öko-Institut. „Soziale Ungleichheiten können durch Klimaanpassungsmaßnahmen noch verstärkt werden, wenn man sie nicht explizit berücksichtigt.“

Ein aktuelles Projekt entwickelt, erprobt und evaluiert Hitzeanpassungsmaßnahmen gemeinsam mit marginalisierten Gruppen auf Quartiersebene. „Ziel ist es, Maßnahmen zu entwickeln oder bestehende zu verbessern, so dass sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und gleichzeitig soziale Ungleichheiten verringern.“

Das Projekt „Wege integrativer Klimagerechtigkeit“ (WinK) wird gemeinsam mit der Universität Freiburg, dem Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT am KIT) sowie Praxispartner*innen in Freiburg und Karlsruhe durchgeführt und durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Innovationscampus Nachhaltigkeit gefördert. Es läuft noch bis Dezember 2027.

Ansprechpartnerin am Öko-Institut