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Schwerpunkt

Luft- und Seeverkehr

© plainpicture / Aviation

Die klimaschädlichen Emissionen im internationalen Luft- und Seeverkehr steigen seit vielen Jahr deutlich an. Bis heute fehlen wirkungsvolle Mechanismen, sie einzudämmen. Zwar ist der Luftverkehr auf europäischer Ebene durch den Emissionshandel und auf internationaler Ebene durch das CORSIA-System der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO reguliert, doch zu einer ambitionierten Minderung der Treibhausgasemissionen hat das bislang nicht geführt. Auch der Seeverkehr wächst durch den steigenden Welthandel immer weiter an, sodass ohne politische Regulierung zu erwarten ist, dass sich die Treibhausgasemissionen der EU aus dem Seeverkehr bis 2050 im Vergleich zu 2010 verdoppeln.

Das Öko-Institut beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, Klimaschutzinstrumente sowohl im Luftverkehr als auch im Seeverkehr zu analysieren. Die Wissenschaftler*innen machen konkrete Vorschläge, wie die Emissionen dieser Sektoren in internationale Abkommen integriert werden und wie etwa die EU die Emissionen reduzieren kann. Dazu gehören Vorschläge zur umfassenderen Integration in den EU-Emissionshandel ohne kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten ebenso wie Instrumente zur beschleunigten Nutzung von synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien, den sogenannten E-Fuels.

 

 

 

Aktuelles

Infografiken

  • Fliegen und Klimaschutz: Kompensation versus Klimaverantwortung

    Immer mehr Fluggesellschaften und Reisende setzen darauf, die Klimawirkung ihrer Flüge zu kompensieren. Bei der Kompensation – oder auch dem Carbon Offsetting – wird die Klimawirkung von Flügen durch Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion von anderen Akteurinnen und Akteuren ausgeglichen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien.

    Die Infografik zeigt die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten „Klimakompensation“ und „Klimaverantwortung“. Grundsätzlich gilt: Die Kompensation bzw. die Finanzierung von innovativem Klimaschutz sollte dabei immer der letzte Schritt für mehr Klimaschutz im Luftverkehr sein – Vorrang sollte es stets haben, Flüge möglichst zu vermeiden.

    Im Gegensatz zur Klimakompensation, bei der die verursachten Emissionen ausgeglichen werden, wird bei dem Konzept der Klimaverantwortung ein Budget bereitgestellt, mit dem Klimaschutzinnovationen, Durchbruchstechnologien und die Transformation zu einer Null-Emissionsgesellschaft finanziert werden. Anders als bei der Kompensation orientiert sich dieses Klimaverantwortungsbudget nicht an den derzeitigen Preisen für Kompensationszertifikate, sondern an einem deutlich höheren CO₂-Preis. Der höhere CO₂-Preis macht auch eigene Minderungsoptionen attraktiver, die wiederum zur Emissionsreduktion beitragen.

    Große Wissenssammlung zu Luftverkehr und Klimaschutz: http://www.fliegen-und-klima.de/

    Fliegen und Klimaschutz: Kompensation versus Klimaverantwortung

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    Die Infografik zeigt die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten „Klimakompensation“ und „Klimaverantwortung“. Grundsätzlich gilt: Die Kompensation bzw. die Finanzierung von innovativem Klimaschutz sollte dabei immer der letzte Schritt für mehr Klimaschutz im Luftverkehr sein – Vorrang sollte es stets haben, Flüge möglichst zu vermeiden.
  • Flying and climate protection: aviation's vision of the future

    If we want to limit global warming to 1.5°C, CO₂ emissions from aviation must also be reduced to zero. The infographic shows various options for action: The simplest and most effective way for climate protection in aviation is, of course, to avoid flights. Video conferencing and home office instead of business trips is one option. But the frequency of private long-distance travel must also be questioned: Taking the train instead of short-haul flights is a good way to shift air travel to earthbound mobility. In addition, new technologies will also be needed to strongly reduce the climate impact of flights - such as the use of hydrogen or synthetic kerosene.

    Further information: http://www.fliegen-und-klima.de/en

    Flying and climate protection: aviation's vision of the future

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    If we want to limit global warming to 1.5°C, CO₂ emissions from aviation must also be reduced to zero. The infographic shows various options for action: The simplest and most effective way for climate protection in aviation is, of course, to avoid flights. Video conferencing and home office instead of business trips is one option.
  • Flying and climate protection: How greenhouse gas emissions from aviation can be reduced

    Flying will not be completely avoidable in the future. Therefore, various measures can be taken to mitigate emissions and reduce the harmful impact on the climate. There are two main ways to do this in the long term: using alternative fuels - such as E-Fuels or sustainable biofuels - and alternative propulsion concepts such as hydrogen and electric aircraft.

    The infographic shows the potential of the various measures to reduce climate-damaging greenhouse gas emissions from aviation. Taken together, they can reduce emissions to zero by 2050.

    Further information: http://www.fliegen-und-klima.de/en

    Flying and climate protection: How greenhouse gas emissions from aviation can be reduced

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    Flying will not be completely avoidable in the future. Therefore, various measures can be taken to mitigate emissions and reduce the harmful impact on the climate. There are two main ways to do this in the long term: using alternative fuels - such as E-Fuels or sustainable biofuels - and alternative propulsion concepts such as hydrogen and electric aircraft.