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Thema

Landwende

Die nachhaltige Nutzung von Wäldern, Böden und Gewässern hat Auswirkungen auf unsere Ernährung, Land- und Forstwirtschaft – und umgekehrt.
© plainpicture / Agripicture

Wälder, Böden, Gewässer, Luft – unsere natürliche Umwelt ist Grundlage unseres Lebens. Um diese langfristig zu erhalten, brauchen wir nachhaltige Schutz- und Nutzungskonzepte. Aktuell tragen Überdüngung und hohe Pestizideinsätze, der hohe Konsum tierischer Produkte, nicht standortgerechte Baumartenwahl und Überfischung dazu bei, dass die natürlichen Ressourcen früher erschöpft werden als sie nachgebildet werden können. Dies bedroht die Tier- und Pflanzenwelt existenziell. Die aktuelle Landnutzung verursacht etwa ein Fünftel des klimaschädlichen Ausstoßes von Treibhausgasen. Das zu ändern ist das Ziel der „Landwende“ – also einer nachhaltigen Nutzung von Landressourcen wie Böden, Wäldern oder Mooren zum Schutz von Klima und Biodiversität.  

Die Expert*innen des Öko-Instituts arbeiten zu vielen Aspekten der Landwende. Sie

  • zeigen Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Biodiversität auf,
  • untersuchen Wechselwirkungen zwischen den Themen Wald, Ernährung und Landwirtschaft und
  • schlagen integrierte Lösungen für Akteur*innen der Land- und Forstwirtschaft und des Ernährungssektors vor.

Sie schaffen damit Daten- und Diskussionsgrundlagen für politische Entscheidungen der Agrarwende, einer ökologisch orientierten Forstwirtschaft und für zukunftsorientierte Ernährungssysteme. Nicht zuletzt prüfen sie politische Maßnahmen auf ihre Praxistauglichkeit und Umsetzung.

 

Aktuelles

Infografiken

  • Infografik, die zeigt, wieso Haushalte mit geringerem Einkommen prozentual mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben

    Haushalte mit niedrigem Einkommen sind stärker durch Nahrungsmittelausgaben belastet. Obwohl sie weniger Lebensmittel kaufen, geben sie prozentual deutlich mehr von ihrem Einkommen dafür aus.

    Die Infografik zeigt, wie das Einkommen die Nahrungsmittelausgaben von Haushalten beeinflusst. Sie vergleicht vier Haushaltstypen mit unterschiedlichem monatlichem Nettoeinkommen (1.300 Euro, 2.700 Euro, 4.400 Euro und 10.700 Euro).

    Der obere Teil der Grafik verdeutlicht dabei, welche Mengen an pflanzlichen, tierischen und fleischbasierten Produkten durchschnittlich gekauft werden. Es zeigt sich, dass Haushalte mit geringem Einkommen insgesamt weniger Lebensmittel kaufen – 32 Kilogramm bei einem Haushaltseinkommen von 1.300 Euro – während wohlhabendere Haushalte mehr kaufen (51 Kilogramm bei 4.400 Euro und 10.700 Euro).

    Der untere Teil der Grafik zeigt die Ausgaben für Nahrungsmittel absolut sowie als Anteil am Haushaltsnettoeinkommen. Es wird deutlich, dass je höher das Einkommen, desto mehr Geld wird in absoluten Zahlen für Lebensmittel ausgegeben: von 204 Euro bei 1.300 Euro bis 416 Euro bei 10.700 Euro. Relativ zum Einkommen zeigt sich jedoch das Gegenteil: Haushalte mit geringem Einkommen geben einen deutlich höheren Anteil ihres Budgets für Nahrungsmittel aus (etwa 16% Prozent), während Haushalte mit hohem Einkommen nur etwa vier Prozent aufwenden.

    Wie das Einkommen die Nahrungsmitteleinkäufe beeinflusst

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    Haushalte mit niedrigem Einkommen sind stärker durch Nahrungsmittelausgaben belastet. Obwohl sie weniger Lebensmittel kaufen, geben sie prozentual deutlich mehr von ihrem Einkommen dafür aus.
  • Seegraswiesen, Mangrovenwälder und Salzmarschen können jedes Jahr weltweit bis zu 216 Millionen Tonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern. Dabei bilden sie über Jahrhunderte bis Jahrtausende einen enormen Kohlenstoffspeicher im Meeressediment von bis zu 22.000 Millionen Tonnen Kohlenstoff aus. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeren und an den Küsten, tragen zum Schutz vor Sturmfluten und zum Küstenschutz bei und damit zur Ernährung und Sicherheit von Millionen Menschen bei. Das zeigt ein Forschungsbericht des Öko-Instituts und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes, der die Bedeutung von Küstenökosystemen für den globalen Klimaschutz untersucht.

    Küstenökosysteme: Blue Carbon Speicher

    Bild29.05.2024
    Seegraswiesen, Mangrovenwälder und Salzmarschen können jedes Jahr weltweit bis zu 216 Millionen Tonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern. Dabei bilden sie über Jahrhunderte bis Jahrtausende einen enormen Kohlenstoffspeicher im Meeressediment von bis zu 22.000 Millionen Tonnen Kohlenstoff aus. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeren und an den Küsten, tragen zum Schutz vor Sturmfluten und zum Küstenschutz bei und damit zur Ernährung und Sicherheit von Millionen Menschen bei. Das zeigt ein Forschungsbericht des Öko-Instituts und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes, der die Bedeutung von Küstenökosystemen für den globalen Klimaschutz untersucht.
  • Einfluss der Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald

    Der Wald kann als wachsender CO₂-Speicher dazu beitragen, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verringern. Diese CO₂-Speicherung – auch CO₂-Senkenleistung genannt – hängt stark von der Intensität der Waldbewirtschaftung bzw. der Holzentnahme ab. Die Infografik zeigt den Einfluss von intensiver und extensiver Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald. Findet im Wald eine intensivere Holznutzung statt, das heißt werden Bäume gefällt und entnommen, wird der CO₂-Speicher im Wald abgebaut. Gleichzeitig gibt es weniger lebende Bäume die weiter CO₂ aufnehmen könnten - die CO₂-Speicherleistung sinkt. Wird der Wald weniger intensiv genutzt steigt dagegen die CO₂-Speicherleistung dadurch, dass im Wald mehr CO₂ in Form von Biomasse gebunden bleibt und neu aufgenommen wird.
    Um die mögliche Speicherkapazität eines Waldes zu messen, hat das Öko-Institut die Berechnung des CO2-Speichersaldos entwickelt. Der CO₂-Speichersaldo gibt an, wie stark die mögliche CO₂-Speicherleistung des Waldes durch die Entnahme von einem Kubikmeter Holz verringert wird. Er wird angegeben in Tonnen CO₂ je Holzentnahme in Kubikmetern (zum Beispiel 0,6 t CO₂/m³).
    Mehr Informationen auf der Website „CO2-Speichersaldo – Wirkung der Holznutzung auf Kohlenstoffspeicherung im Wald in Treibhausgasbilanzen“ des Öko-Instituts: https://co2-speichersaldo.de/de/index.html

    Einfluss der Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald

    Bild27.04.2022
    Der Wald kann als wachsender CO₂-Speicher dazu beitragen, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verringern. Diese CO₂-Speicherung – auch CO₂-Senkenleistung genannt – hängt stark von der Intensität der Waldbewirtschaftung bzw. der Holzentnahme ab.