Fluglärm: Rechtliche Expertise, Wissenschaftliche Begleitung, Wirkungsforschung

Hintergrundpapier zu den Arbeiten des Öko-Instituts

Verkehrsgeräusche, Bauarbeiten oder der rasenmähende Nachbar: Die Stärke der immerwährenden Geräuschkulisse nimmt zu – besonders in Ballungsgebieten wirkt sie intensiv auf die Bevölkerung ein. Das Gehör nimmt diese Geräusche permanent auf, verarbeitet die Schallwellen der eingehenden Töne zu Signalen und schickt diese ans Gehirn. Dort werden sie bewertet. Jedes unerwünschte Geräusch wird als Lärm empfunden. Doch ist Lärm nicht einheitlich zu definieren, denn jeder Mensch empfindet Lärm unterschiedlich. Nicht nur die in Dezibel gemessenen akustischen Eigenschaften sind ausschlaggebend, sondern auch die subjektiv wahrgenommene Geräusche. Starke Geräuscheinwirkung oder dauerhafter Lärm beeinträchtigt das eigene Wohlempfinden, die Gesundheit und damit auch die Lebensqualität.

Konfliktthema Verkehrslärm

Lärm ist zu einem anerkannten Umweltproblem geworden. Ein Hauptgrund dafür ist das gestiegene Verkehrsaufkommen durch Straßen-, Eisenbahn- und Flugverkehr und der damit verbundene Stellenwert des Themas in der Gesellschaft - genauso wie das zunehmende Wissen über dessen gesundheitliche Auswirkungen. Verkehrsbedingter Lärm ist besonders problematisch, da er sich großflächig im Raum verteilt und eher dicht besiedelte Regionen betrifft. Steigende Passagierzahlen im Luftverkehr, Ausbauprojekte an Flughäfen und neue oder sich verändernde Flugrouten machen auch Fluglärm zu einem Dauerthema in der öffentlichen Diskussion. Denn mit dem Luftverkehr wächst auch die Belastung der Anwohner durch Fluglärm.

Das Hintergrundpapier des Öko-Instituts zeigt die Schwerpunkte der Expertinnen und Experten des Öko-Instituts auf dem Gebiet des Lärmschutzes auf.