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Working Paper 9/2026

Wärmepumpen im Gebäudebestand: Eignung, Wahrnehmung und Unterstützungsbedarfe selbstnutzender Eigentümer*innen – Ergebnisse des Projektes „Wärmepumpe? Kann ich!“

  • Tanja Kenkmann
    Gruppenleiterin Wärmewende & Effizienz / Senior Researcher Energie & Klimaschutz
  • Laura Möller
    Öko-Institut
  • Peter Mellwig
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
  • Florian Maiwald
    ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
  • Nadine Walikewitz
    co2online
  • Laurenz Hermann
    co2online

Wie bewerten Hauseigentümer*innen Wärmepumpen, wenn sie die Technologie bereits nutzen – und welche Vorbehalte bestehen bei Eigentümer*innen ohne Wärmepumpe? Das Working Paper im Forschungsvorhaben „Wärmepumpe? Kann ich!“ untersucht Erfahrungen, Einschätzungen und Hemmnisse rund um den Einsatz von Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Grundlage sind Literaturanalysen, Expertinnen-Interviews und eine Befragung von Gebäudeeigentümerinnen. 

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Erfahrungen von Wärmepumpenbesitzer*innen und den Erwartungen von Eigentümer*innen ohne Wärmepumpe. 95 Prozent der Befragten, die in den vergangenen Jahren auf eine Wärmepumpe umgestellt haben, sind zufrieden oder sehr zufrieden. Mehr als 70 Prozent gehen davon aus, dass sich Wärmepumpen langfristig finanziell rechnen; rund zwei Drittel sehen darin zudem eine Möglichkeit, unabhängiger von schwankenden Energiepreisen zu werden. 

Gleichzeitig bestehen bei Eigentümer*innen ohne Wärmepumpe weiterhin Vorbehalte. Etwa die Hälfte geht davon aus, dass ältere Einfamilienhäuser vor dem Einbau umfassend saniert werden müssen, knapp ein Drittel hält eine Fußbodenheizung für zwingend erforderlich. Als weiteres Hemmnis nennen rund 80 Prozent zu hohe Anschaffungskosten. Mehr als die Hälfte nimmt zudem die Förderbedingungen als überwiegend unsicher wahr. 

Die Autor*innen leiten daraus einen Bedarf an zielgerichteten Informations- und Unterstützungsangeboten sowie verlässlicher finanzieller Förderung ab. Genannt werden unter anderem kostenlose Erstberatungen, Unterstützung bei Förderanträgen und ein Online-Eignungstest für Wohngebäude. Das Forschungsprojekt untersucht, wie Eigentümerinnen die Eignung ihres Gebäudes für eine Wärmepumpe besser selbst einschätzen können.