KI kippt Klimaziele und vertieft alte Machtstrukturen
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich innerhalb weniger Jahre von einer Spezialanwendung aus Wissenschaft und Forschung zu einem Massenprodukt entwickelt. Individuelle Berechnungen durch Large Language Models (LLM) werden heute genauso selbstverständlich konsumiert wie Suchmaschinen-Anfragen oder Videostreaming. Hinter dieser Entwicklung stehen monopolartige Tech-Konzerne, die ihre Vormachtstellung damit noch weiter ausbauen. Digitale Infrastrukturen sind mit dem Boom der KI zentralistischer geworden und die Energie-Infrastruktur, die mit Einzug der Erneuerbaren auf dem Weg der Dezentralisierung war, droht ebenfalls wieder zentralistischer zu werden. Es ist nicht absehbar, dass die Digitalbranche ihre Klimaversprechen einhält, sie verhindert im Gegenteil die Energiewende. Um den wachsenden Energiebedarf zu decken, holt sie Technologie und falsche Versprechen aus den 1970er-Jahren hervor: die Kernkraft.
In: FifF-Kommunikation 4/2025, S. 31-34.