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Fallstudie zur Platzierung von Oberflächenanlagen bei der Tiefenlagerung in der Schweiz

  • Julia Neles
    Stv. Bereichsleiterin / Senior Researcher Nukleartechnik & Anlagensicherheit

Ziel des in drei Etappen aufgebauten Schweizer Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager (SGT) ist die Auswahl von Standorten für ein Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA) und für ein Tiefenlager für abgebrannte  Brennelemente und hochaktive Abfälle (BE/HAA) entweder an zwei Einzelstandorten oder als Kombilager an einem Standort. In der hier vorliegenden Fallstudie liegt der Fokus auf den Oberflächenanlagen für das BE/HAA-Tiefenlager (in  Deutschland wird von Tagesanlagen1 für das Endlager gesprochen). Das SGT sieht vor, die Standortareale für die Oberflächenanlagen zusammen mit der regionalen Öffentlichkeit festzulegen.

Die Ergebnisse der Fallstudie lassen annehmen, dass einzelne Themen auch im deutschen Auswahlverfahren diskutiert werden könnten. Das Standortauswahlverfahren sieht allerdings derzeit keine konkreten Festlegungen zur  Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Ausgestaltung der Infrastruktur an der Erdoberfläche vor. Die Mitwirkung der späteren Regionalkonferenzen generell und auch bei dieser Frage ist noch zu diskutieren und ggf. auszuhandeln. Dazu gehören außerdem Prozessfragen wie Rücksprünge im Verfahren und eine Anpassung der Zeitplanung. Die Thematik der externen Platzierung von Anlagen wird in Deutschland bereits bei anderen Nuklearstandorten diskutiert (z. B. Zwischenlager Asse II, Logistikzentrum Konrad). Deshalb könnte sie auch im deutschen Standortauswahlverfahren relevant werden.