Energieimporte nach Deutschland und in die Europäische Union
Deutschland und die Europäische Union (EU) sind weiterhin stark von Energieimporten abhängig. Besonders Mineralöl und Erdgas spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Studie untersucht die Entwicklung der Energieimporte seit 2015 und analysiert sowohl die importierten Energiemengen als auch die damit verbundenen Kosten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Energieimporte der EU mengenmäßig zurückgegangen sind, die Importabhängigkeit jedoch hoch bleibt. Im Jahr 2025 deckten Nettoimporte rund 57 Prozent des europäischen Primärenergiebedarfs. Trotz sinkender Importmengen lagen die Nettoimportkosten mit rund 296 Milliarden Euro deutlich über dem Niveau von 2015. Insbesondere die Energiepreisschwankungen seit 2022 verdeutlichen die wirtschaftlichen Risiken fossiler Energieimporte.
In Deutschland gingen die Energieimporte zwischen 2015 und 2025 um etwa ein Viertel zurück. Dennoch wurden 2025 rund 66 Prozent des Primärenergiebedarfs durch Nettoimporte gedeckt. Die Nettoimportkosten beliefen sich auf rund 76 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatte der Verkehrssektor mit 34 Prozent, gefolgt von der Industrie mit 25 Prozent. Mineralöl bleibt der größte Kostenfaktor.
Die Studie zeigt zugleich erhebliche Potenziale zur Verringerung fossiler Energieimporte. Besonders die Elektrifizierung von Verkehr, Industrie und Wärmeversorgung sowie der Ausbau erneuerbarer Energien können die Importabhängigkeit reduzieren. Auch Energieeffizienz, Fernwärme und Wasserstoff können dazu beitragen. Insgesamt könnten auf Basis der Importkosten von 2025 fossile Energieimporte im Wert von jährlich rund 75 Milliarden Euro ersetzt werden. Die Analyse verdeutlicht damit, dass eine klimaneutrale Energieversorgung nicht nur den Klimaschutz stärkt, sondern auch die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Resilienz verbessern kann.