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Weiterentwicklung von Handlungsoptionen einer ökologischen Rohstoffpolitik (ÖkoRess II)

Angeleitet von der Idee, globale Verantwortung für den direkten und indirekten Rohstoffbedarf der deutschen Wirtschaft zu übernehmen hat sich die Bundesregierung mit dem Ressourceneffzienzprogramm ProgRess das Ziel gesetzt, Umweltbelastungen der Rohstoffgewinnung so weit wie möglich zu reduzieren. Dies soll zum einen quantitativ durch einen sparsamen und effizienten Umgang mit Rohstoffen und weiterverarbeiteten Materialien (Ressourceneffizienz) und zum anderen qualitativ durch eine nachhaltige Ausgestaltung der Extraktionsverfahren und eine stetige Verbesserung der Umweltstandards in Rohstoffabbau und -verarbeitung im In- und Ausland erfolgen (Rohstoffpolitik). Um zur Erreichung dieses Ziels beizutragen, wurden im Rahmen des UFOPLAN-Vorhabens UmSoRess (FKZ 3712 94 315) internationale Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau identifiziert und analysiert sowie 13 Fallstudien zur Rohstoffgewinnung erstellt. In einem weiteren Vorhaben, ÖkoRess (FKZ 3713 94 302), wurde ein System zur Bewertung aktueller und zukünftiger ökologischer Risiken der Rohstoffgewinnung entwickelt, um die Verfügbarkeit und Kritikalität von Rohstoffen auch aus Umweltsicht bewerten zu können und dadurch Maßnahmen zur Ressourceneffizienz verstärkt auf ökologisch kritische Rohstoffe zu fokussieren.

Ziel des Vorhabens ist es, das in ÖkoRess entwickelte System zur Bestimmung rohstoffbezogener Umweltrisiken um länderspezifische Informationen zum Umgang mit diesen Risiken zu erweitern, die z.T. in UmSoRess ermittelt wurden. Hauptergebnis des Vorhabens wird dann die Anwendung der erweiterten Methodik zur Bestimmung der ökologischen Rohstoffverfügbarkeit auf alle 51 abiotischen Rohstoffe sein, die im Bericht der EU-Kommission zu kritischen Rohstoffen (2014) analysiert wurden. Schließlich werden auf Basis dieser Ergebnisse in zweierlei Hinsicht politische Handlungsoptionen entwickelt: Einerseits sollen Handlungsoptionen der deutschen Umweltpolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene abgeleitet werden, die dazu beitragen, die Rohstoffgewinnung weltweit umweltgerechter zu gestalten (ökologische Rohstoffpolitik). Anderseits sollen Handlungsoptionen im Bereich der nationalen und internationalen Ressourcenpolitik entwickelt werden, die durch eine nach Rohstoffen und Umweltwirkungen differenzierte Betrachtung dazu beitragen, Umweltentlastungseffekte durch eine sparsame Rohstoffnutzung zielgerichteter zu erreichen als durch die derzeit die Diskussion dominierende Betrachtung von Massenströmen. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen ferner in einer eintägigen Abschlussveranstaltung der Fachöffentlichkeit zur Diskussion gestellt und zielgruppengerecht aufgearbeitet und zusammengefasst werden

 

Mehr Informationen zum Projekt

Projektstatus

Projektende: 2020

Projektleitung

Projektmitarbeit

Peter Dolega

Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Projektpartner

Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu)
Projekt Consult GmbH
adelphi consult GmbH

Projektwebseite