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Nexus Ressourceneffizienz und Landnutzung – Ansätze zur mehrdimensionalen umweltpolitischen Bewertung der Ressourceneffizienz

Das Projekt entwickelt methodische Ansätze, um die multifunktionale Nutzung von Land als Ressource zu beschreiben und zu bewerten und testet diese an konkreten Beispielen aus der Land- und Forstwirtschaft. Natürliche Ressourcen und Ökosystemleistungen sind unsere Lebensgrundlagen. Ihre Verfügbarkeit ist die Voraussetzung des gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Wohlergehens aller Menschen. Nach aktuellen Zahlen der UN ist damit zu rechnen, dass die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2050 die 10-Milliarden-Grenze übersteigen wird. Zudem wird sich der Bevölkerungsanteil, der sich am Konsummuster der gesellschaftlichen Mittelklasse in Industrieländern orientiert, verdreifachen. Beide Trends verschärfen die konkurrierende Nutzung natürlicher Ressourcen. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:

1. Welche Ansätze existieren zur Bewertung von Effizienz mit Landnutzungsbezug? Zunächst werden Ansätze zur Effizienzbewertung der Biomassebereitstellung und Landnutzung sowie bestehende Konzepte zur Bewertung von Ökosystemleistungen erfasst und analysiert. Ziel ist es, diese Ansätze danach zu beurteilen, ob sie geeignet sind, Ressourceneffizienz und Landnutzung mehrdimensional und nach umweltpolitischen Kriterien zu erfassen.

2. Wie könnte ein umfassender mehrdimensionaler Ansatz zur Bewertung von Ressourceneffizienz bei der Biomassebereitstellung aussehen? Basierend auf dem erarbeiteten Wissen entwickeln die Wissenschaftler*innen im dann einen methodischen Ansatz zur Bewertung der Ressourceneffizienz der Biomassebereitstellung aus der Agrar- und Forstwirtschaft. Im Rahmen eines Workshops diskutieren sie ihn mit Expert*innen aus der Praxis.

3. Wie kann dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt werden? Mit Hilfe modellhafter Szenarien und anhand von (gartenbau-) land- und forstwirtschaftlichen Produktionssystemen wird die Anwendbarkeit des Bewertungsansatzes in der Praxis geprüft. Die modellhaften Produktionssysteme spiegeln Betriebsbedingungen in realen Landnutzungskonzepten wider. Sie lehnen sich an tatsächlichen Betriebsstrukturen an und können bei Bedarf für weitere Analysen angepasst werden.

Mehr Informationen zum Projekt

Projektstatus

Projektende: 2017

Projektleitung

Projektmitarbeit

Dr. Franziska Wolff

Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Projektpartner

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)