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Arbeit / Rückblick

Robustes Recycling

Christiane Weihe

Bis 2035 wird der Batteriebedarf für neue Elektrofahrzeuge in der EU um das Sechsfache steigen – und damit höchstwahrscheinlich auch die Nachfrage nach Schlüsselmaterialien. Gleichzeitig gibt es ein hohes Potenzial an Sekundärrohstoffen, wie das Projekt „Stoffkreisläufe für Antriebsbatterien“ zeigt. „Bei einer effizienten Kreislaufführung könnten bis 2040 bis zu 25 Prozent des Bedarfs an Lithium, bis zu 50 Prozent des Bedarfs an Nickel und über 60 Prozent des Bedarfs an Kobalt aus Recyclingmaterial gedeckt werden“, sagt Dr. Johannes Klinge. „Und das ist auch dringend notwendig: Hier geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um eine strategische Rohstoffversorgung, die Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit des europäischen Marktes.“

In der von der Agora Verkehrswende wissenschaftlich begleiteten und von der Stiftung GRS Batterien geförderten Studie verdeutlichen die Wissenschaftler*innen: Es braucht dringend optimierte Prozesse und geeignete Geschäftsmodelle für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Das Projektteam gibt zahlreiche Empfehlungen, wie es gelingen kann, diese zu etablieren. „Es braucht unter anderem robuste Maßnahmen, um die europäische Recyclingwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern. Aber auch solche, die verhindern, dass Zwischenprodukte wie zurückgewonnene Rohstoffe oder Schwarzmasse – ein Zwischenprodukt beim Batterierecycling – in Nicht-EU-Länder exportiert werden.“ Angesichts der dynamischen Entwicklung in diesem Bereich sei zudem unter anderem ein kontinuierlicher Dialog entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig. 

Ansprechpartnerin und Ansprechpartner am Öko-Institut