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Im Fokus

Porträt: Hans Pfeffer (Bannmühle)

Christiane Weihe

Es klingt wie ein landwirtschaftliches Perpetuum Mobile. Aus einem Teil seines Grünlands hat Hans Pfeffer Streuobstwiesen gemacht. Der Boden ist fruchtbar und trocknet wegen des Keyline-Designs, bei dem Baumreihen quer zur Laufrichtung des Wassers gepflanzt sind, nicht so schnell aus. Dafür ist auch der Schatten der Bäume zuständig, der wiederum Glanrindern Schutz bietet, einer Nutztierrasse, die vom Aussterben bedroht ist. Mähen und düngen muss Pfeffer die Wiesen nicht, das übernehmen die Tiere. Dazwischen stolpern ein paar Hühner, sie übernehmen die Baumstammpflege.

„Ich habe immer versucht, nachhaltig zu wirtschaften, weil ich die Natur so mag und gerne mit ihr arbeiten will. Jetzt ist mein Hof schuldenfrei, was will ich mehr?“

Alles einfach also? Nicht ganz. Als er vor über 30 Jahren damit anfing, konnte er den Erfolg nicht absehen. Und auch heute gibt noch es viele Stolpersteine. „Es braucht dringend Entbürokratisierung, denn die Behörden erschweren uns immer wieder die Umsetzung, und Planungssicherheit. Der Aufbau von Humus und Biodiversität muss gefördert werden.“ Trotz seines Erfolgs sagt der Besitzer des Biolandbetriebs im rheinland-pfälzischen Odernheim: Das Modell lässt sich nicht einfach eins zu eins auf andere Betriebe übertragen. „Mostobstbäume auf befahrbarem Grünland sind aber immer gut. Da gibt es Erfahrungen, auf denen man aufbauen kann, da kann man ökonomisch wirtschaften.“         

Hans Pfeffer
Bannmühle 
Staudernheimer Str. 1
55571 Odernheim

Mail: buero@bannmuehle.de

Web:   www.bannmuehle.de  

Zur Person

Hans Pfeffer betreibt die Bannmühle, einen Biolandbetrieb im rheinland-pfälzischen Odernheim, der an der historischen Großmühle am Fluss Glan liegt. Stück für Stück hat er seinen Betrieb nachhaltiger gemacht. Schon vor über 30 Jahren begann er damit, auf einem Teil seines Betriebs Obstanbau und Tierhaltung zu kombinieren. Er richtete Streuobstwiesen – eines der artenreichsten Biotope Mitteleuropas – für die Saftproduktion ein. Darüber hinaus erzeugt die Bannmühle Rindfleisch von Glanrindern, eine Nutztierrasse, die vom Aussterben bedroht ist. Um die Feuchtigkeit optimal in den Böden zu halten, orientierte er sich zudem am sogenannten Keyline-Design, bei dem Baumreihen quer zur Laufrichtung des Wassers gepflanzt werden. Die Bannmühle hält zudem Hühner und bietet seine Produkte in einem eigenen Hofladen, aber auch online an.

Darüber hinaus ist die Bannmühle ein Demonstrationsbetrieb für Ökologischen Landbau. Und übrigens: Hans Pfeffer sucht eine*n Hofnachfolger für die Bannmühle.