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Arbeit / Aktuell

Wärmewende in kleinen Kommunen

Christiane Weihe

Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument für die dringend notwendige Wärmewende – hunderte Kommunen in Deutschland haben diese daher bereits abgeschlossen. Für kleine Kommunen ist deren Umsetzung jedoch eine besondere Herausforderung. „Ursachen sind hier etwa die wenig spezialisierte Verwaltung, die oft nicht über eine eigene Klimaschutzstelle verfügt, finanzielle Engpässe, der Fachkräftemangel sowie das Fehlen eines Stadtwerks“, erklärt Tanja Kenkmann, Senior Researcher am Öko-Institut. Das Vorhaben „Umsetzung kommunaler Wärmeplanungen in kleinen Kommunen (KWIKK)“ will nun Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohner*innen unterstützen – das sind rund 91 Prozent der etwa 11.000 Städte und Gemeinden in Deutschland. „Wir analysieren Umsetzungshemmnisse und prüfen, wie sich diese überwinden lassen. Im gesamten Projekt binden wir relevante Akteur*innen ein. In den Kernarbeitspaketen entwickeln wir innovative sowie praxisnahe Maßnahmen, die von Partnerkommunen direkt erprobt werden können. Das können in dezentral versorgten Quartieren etwa die gemeinschaftliche Prüfung der Gebäudeeignung für Wärmepumpen und in Wärmenetzgebieten Geschäftsmodelle für den Bau und Netzbetrieb sein. Die Erprobung dieser Maßnahmen unterstützen wir mit innovativen Beteiligungsprozessen.“ Ziel von KWIKK ist es, übertragbare Lösungsansätze für die Umsetzung der Wärmeplanung in kleinen Kommunen zu schaffen und sie bundesweit nutzbar zu machen – durch wissenschaftliche Begleitung und Beteiligungsprozesse ebenso wie durch einen gezielten Wissenstransfer. „Ein Fokus liegt auch darauf, Akzeptanz herzustellen und die Menschen zum Mitmachen zu motivieren.“ 

Das Projekt wird gemeinsam mit neuland21, dem Fraunhofer ISI, den Gemeinden Ettenheim, Plön, Michendorf und Nordwestuckermark sowie dem Bürgerverein Barkauer Land durchgeführt. Es wird im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und läuft bis November 2028. 

Ansprechpartnerin am Öko-Institut