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Einblick

Geht das eigentlich …den Straßengüterverkehr elektrifizieren?

Der Straßengüterverkehr verursacht rund ein Drittel der Emissionen im Verkehrssektor, vor allem durch schwere Lkw im Fernverkehr. Dabei ist Elektrifizierung technisch heute schon möglich. Knapp 3.000 schwere Elektro-Lkw fahren bereits, das ist noch weniger als ein Prozent des Bestands, aber die Neuzulassungen nehmen stetig zu. Die Erfahrung in der Praxis zeigt: Wer E‑Lkw einsetzt, bewertet sie überwiegend sehr positiv. Fahrer*innen schätzen die leisen und komfortablen Fahrzeuge. Gleichzeitig gibt es in der Breite der Branche noch große Vorbehalte – ein deutlicher „Erfahrungs‑Gap“.

Wirtschaftlich ist die Technologie in vielen Anwendungen heute schon tragfähig, vor allem durch die Mautbefreiung von emissionsfreien Lkw und günstiges Depotladen. Der Angebotsmarkt entwickelt sich dynamisch, die Reichweiten steigen und neue Modelle erschließen zunehmend auch den Fernverkehr. So liegen die größten Hürden nicht mehr bei der Fahrzeugtechnik, sondern bei Wissen und Infrastruktur. Viele Unternehmen unterschätzen die Wirtschaftlichkeit oder haben sich damit noch nicht beschäftigt. Damit ein schneller Umstieg gelingt, muss die Ladeinfrastruktur zügig ausgebaut werden, es braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen und mehr Wissenstransfer in die Branche.

Ansprechpartner am Öko-Institut