Umwelt und Leben
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Christiane Weihe
Umweltqualität ist laut Umweltbundesamt der Ist-Zustand aller Strukturen und Funktionen eines Ökosystems. Lebensqualität definiert es als Zusammenspiel von individueller Wahrnehmung und gesellschaftlichen Faktoren wie etwa sozialen Rahmenbedingungen. Wie wirkt sich die Umweltqualität auf Dimensionen der Lebensqualität aus, etwa mit Blick auf Gesundheit, Ernährung oder Mobilität? Mit dieser Frage befasst sich das Öko-Institut noch bis Frühling 2027 gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Projektleitung) für das Umweltbundesamt.
Im Projekt „Umwelt- und Lebensqualität – eine systematische Betrachtung: Konzept, Narrative und sozial-ökologische Indikatoren“ erarbeiten die Wissenschaftler*innen eine fundierte Definition und ein tragfähiges Konzept der umweltbezogenen Lebensqualität sowie einen Indikatoren-Pool zur Messung entsprechender Wirkungen. „Dies ermöglicht es, die Umweltberichterstattung zu einer integrierten Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entwickeln“, sagt Nelly Unger, Wissenschaftlerin im Bereich Ressourcen & Mobilität. „Im Idealfall hilft es zudem, politische Maßnahmen präziser auf die Wechselwirkungen zwischen Umwelt- und Lebensqualität auszurichten.“ Das Projektteam widmet sich in seiner Arbeit auch potenziellen Zielkonflikten zwischen Umwelt- und Lebensqualität. „Wir wollen die Zusammenhänge zudem anschaulich darstellen und sie so individuell nachvollziehbar machen beziehungsweise einen emotionalen Zugang schaffen. Dies könnte die gesellschaftliche Akzeptanz einer ambitionierten Umweltpolitik sowie den sozialen Zusammenhalt stärken.“