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Arbeit / Rückblick

Kennzeichen: Grün

Mandy Schoßig

Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien haben wichtige Funktionen – im Wesentlichen den Nachweis über deren Anteil am Strommix. Auf den Ausbau erneuerbarer Energien selbst wirken sie sich jedoch kaum aus. Das zeigt die Analyse „Options for labelling to promote new RES production” für die Europäische Kommission, die das Öko-Institut gemeinsam mit Ludwig Bölkow Systemtechnik und Trinomics durchgeführt hat. „Wir haben zudem untersucht, ob es ein europaweites Grüne-Energien-Label braucht“, so Dominik Seebach, stellvertretender Leiter des Bereichs Energie & Klimaschutz. „Laut der Analyse sind länderspezifische Labels jedoch wirkungsvoller.“

Darüber hinaus haben sich die Wissenschaftler*innen für das Umweltbundesamt der Frage gewidmet, welche positiven Wirkungen eine gute Energiekennzeichnung mit sich bringen kann und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. „Dabei zeigte sich, dass solche Kennzeichnungen die Energiewende unterstützen können – etwa, indem sie Haushalten die Umweltauswirkungen ihres Energieverbrauchs bewusst machen oder indem sie Unternehmen eine wirkungsvolle Dekarbonisierungsstrategie sowie die Einhaltung von Bilanzierungsstandards ermöglichen“, erklärt Seebach. Gemeinsam mit Enunda BV und der Hamburg Institut Research gGmbH zeigen die Expert*innen im Projekt „Proposals for energy disclosure for electricity, gas, hydrogen, heating and cooling as a blueprint for a European solution” außerdem: Es gibt durchaus Verbesserungspotenzial, etwa bei der Digitalisierung und bei der Aussagekraft zu konkreten Beiträgen zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren. „Wir brauchen bei den Herkunftsnachweisen noch mehr Information und mehr Transparenz – das könnte ihre Rolle für die Energiewende noch einmal deutlich stärken.“       

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