Nanoproduktregister – Vertrauen und Transparenz

14.09.2010

Ein Register für Nanoprodukte, die in Deutschland hergestellt oder in Verkehr gebracht werden, ist rechtlich machbar und realisierbar. Zu diesem Schluss kommt die Machbarkeitsstudie des Öko-Instituts, die jetzt online steht. Ein Verzeichnis, das Aufschluss über Verwendung und Sicherheitsaspekte einzelner Nanoprodukte gibt, schafft Transparenz und gewährleistet Risikovorsorge. Das Vertrauen in Nanoprodukte würde gestärkt.

Die Machbarkeitsstudie „Nanoproduktregister“ hat zunächst eine Bestandsaufnahme der in Deutschland oder der EU hergestellten Nanomaterialien vorgenommen. Dabei zeigte sich, dass es an konkreten Regeln zur Meldung und Kennzeichnung von Nanopartikeln derzeit mangelt. Das Öko-Institut schlägt daraufhin ein gestuftes Verfahren zur Meldepflicht vor – von der Kennzeichnung von Nanomaterialien als Ausgangs- oder Rohstoff, über die Meldung von Halbfertigprodukte bis hin zur Erfassung von Endprodukten mit Nanomaterialien. Gleichzeitig prüften die Wissenschaftler des Öko-Instituts die rechtliche Vereinbarkeit eines nationalen Registers mit den EU-Regelungen zum freien Warenverkehr. Sie kommen zu dem Schluss, dass ein deutsches Register perspektivisch EU-weit eingeführt werden sollte, um einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Nanoprodukten zu fördern.

Die vollständige Studie Rechtliche Machbarkeitsstudie zu einem Nanoproduktregister können Sie hier >> kostenlos herunterladen.

Diese Studie und weitere Untersuchungen des Öko-Instituts zu Chancen und Risiken der Nanotechnologie diskutieren WissenschaftlerInnen im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung des Instituts im September. Gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft soll dabei der Nutzen von nanotechnologischen Produkten vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschutz erörtert werden.

Weitere Informationen zur Jahrestagung Nanotechnologien: Chancen für die Nachhaltigkeit? finden Sie hier >> .

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