Ressourcenkonsum halbieren, aber wie?
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Preisschocks bei Energie, instabile Lieferketten und geopolitische Spannungen machen deutlich, wie verletzlich Deutschlands rohstoffintensive Wirtschaft ist. Gleichzeitig liegt der Ressourcenverbrauch bei rund 16 Tonnen pro Kopf und Jahr. Langfristig nachhaltig wären laut wissenschaftlichen Studien etwa 8 Tonnen. Der Übergang zu einer ressourcenschonenden und kreislauforientierten Wirtschaftsweise wird damit zur zentralen Zukunftsaufgabe.
Zwar hat die Bundesregierung eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. In der Debatte dominieren jedoch weiterhin Recycling und technologische Lösungen. Ansätze, die den Ressourcenverbrauch direkt senken, etwa Vermeidung, Reduktion und Wiederverwendung, also zentrale höhere R-Strategien, spielen bislang kaum eine Rolle. Auch verbindliche Ressourcenkonsumziele sowie gesellschaftliche Fragen der Transformation und geeignete politische Rahmenbedingungen für Verhaltensänderungen werden noch zu wenig adressiert.
Hier setzt das WWF-Projekt „Ressourcenleicht Leben 2045“ an. Gemeinsam mit Bürger*innen wurden Zukunftsbilder und Personas für ein gutes Leben mit halbiertem Ressourcenverbrauch entwickelt und durch eine repräsentative Umfrage ergänzt. Die Ergebnisse zeigen, dass 55 Prozent der Bevölkerung ein Leben mit 8 Tonnen Ressourcenverbrauch attraktiv finden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Zudem unterstützen 58 Prozent gesetzliche Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs.
Im Webinar „Ressourcenleicht Leben 2045: Ressourcenkonsumziele gesellschaftlich gestalten“ stellt der WWF die zentralen Ergebnisse des Projekts gemeinsam mit Partnern aus dem Wuppertal Institut, dem Öko-Institut, Politics for Tomorrow und Ellery Studio vor und diskutieren, welche Schritte wir jetzt gehen müssen, um den Ressourcenverbrauch zu halbieren.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 13. April 2026 erforderlich.