Definition und Potenziale von Effizienz in Wärmenetzen
Veranstaltungsort
EUREF-Campus 23/24
10829 Berlin
Veranstalter
Angesichts des in zahlreichen Szenarien für 2045 prognostizierten Fernwärmeanteils von rund 30 % steigen die Anforderungen bezüglich des erforderlichen Ausbaus, der Nachverdichtung und steigender Anschlussgrade. Dazu braucht es ein Effizienzkriterium, das den Ausbau begleitet, ohne Hemmnisse zu erhöhen – idealerweise mit mehr Fairness im Wärmemarkt und gestärktem Vertrauen der Wärmekund*innen. So fördert die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) effiziente Fernwärme bislang ohne klar definiertes Effizienzkriterium. Während das Wärmeplanungsgesetz – angelehnt an die Energieeffizienzrichtlinie der EU – Anforderungen an den Einsatz von erneuerbaren Energien, KWK und Abwärme im Erzeugungsmix formuliert, bleiben Verteilung und Wärmeabgabe weitgehend unreglementiert. Systemgrenzen sind unklar; selbst die Erfassung von Verlusten ist derzeit nicht einheitlich definiert. Für die vollständige Klimaneutralität bis 2045 ist dies unzureichend, auch aufgrund starker Wechselwirkungen im Gesamtsystem (z. B. Großwärmepumpe statt KWK mit entsprechenden Auswirkungen auf stromseitige Lastspitzen und Gesamtkosten).
In der Veranstaltung präsentiert das Projektteam aus Fraunhofer IFAM, Öko-Institut und Gertec erarbeitete Effizienzdefinitionen und eröffnet die Diskussion mit Akteur*innen aus Fernwärmebranche, Wissenschaft, Energieagenturen und Politik. Wir freuen uns über aktive Mitwirkung aller Teilnehmenden, um die erarbeiteten Vorschläge zu bewerten und gemeinsam weiterzuentwickeln
Die Ergebnisse des Workshops werden vom Projektteam aufgegriffen und in die bisherigen Ergebnisse integriert. Der Bericht wird im Spätsommer durch das Umweltbundesamt veröffentlicht.
Das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.