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Schwerpunkt

Soziale Energiewende

© plainpicture/Mischa Keijser

Beim gesamtgesellschaftlichen Großprojekt Energiewende steht nichts Minderes an als die Neustrukturierung der Energieversorgung. Für die Stromerzeugung bedeutet das, weg von fossilen hin zu sauberen regenerativen Energien. Auf der Nachfrageseite sind energiesparendes Verhalten sowie effiziente Geräte und Häuser und klimafreundliche Heizungen angesagt. Neben ihren positiven ökologischen Auswirkungen hat die Energiewende jedoch auch soziale Konsequenzen. Denn die Menschen sind bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten der Energiewende verschieden stark betroffen: So führen die Ausgaben für Strom und Wärme zu unterschiedlichen finanziellen Belastungen, gehen in einigen Branchen Arbeitsplätze verloren und werden in anderen neu geschaffen. Staatliche Rahmenbedingungen müssen deshalb immer auch die sozialen Auswirkungen der Energiewende berücksichtigen. 

Das Öko-Institut beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten der sozialen Seite der Energiewende: Die Wissenschaftler*innen arbeiten zu den Beiträgen, die verschiedene soziale Gruppen leisten können. Sie befassen sich mit den ungleichen Auswirkungen auf gesellschaftliche Gruppen und mit der Frage, wie durch gezielte Unterstützung die ökologische Transformation der Energieversorgung und -nutzung sozial ausgewogen umsetzt werden kann.

Auf der Webseite www.energiewende.de des Öko-Instituts sind aktuelle Forschungsergebnisse unserer Arbeit zu Themen der Energiewende zusammengestellt. Der umfassende Überblick reicht von Klimaschutz in Deutschland, der EU und weltweit bis hin zum Umstieg auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft. Dabei untersuchen wir die Auswirkungen der Energiewende auf die Energieinfrastruktur, nachhaltige Mobilität, Privathaushalte sowie Wald- und Landwirtschaft. In unseren Analysen werden ebenso notwendige politische, technologische und gesellschaftliche Maßnahmen für eine erfolgreiche Umsetzung thematisiert.

 

Aktuelles

Infografiken

  • Infographic from Öko-Institut e.V. titled "What does socially just climate protection mean?" showing strategies for sustainable, socially acceptable climate protection. Central box labeled "Socially Just Climate Protection" connects to three approaches:  Income support (short-term):  Includes transfer payments, climate dividends, and energy payments.  Price adjustments (short-term):  Includes CO₂ levy, reduction of renewable energy levy, and modernization levy.  Reduction in energy consumption and emissions (long-term and lasting):  Split into two areas:  Energy efficiency / renewable energies: building renovation, heating system replacement, climate-friendly mobility.  Behaviour / use: energy-saving advice and sufficiency.  Silhouettes of diverse people are shown at the bottom, representing the inclusive impact of these measures.

    What does socially just climate protection mean? Support for the transition to climate-friendly alternatives is the most important lever for shaping sustainable, socially acceptable climate protection.

    What does socially just climate protection mean?

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    What does socially just climate protection mean? Support for the transition to climate-friendly alternatives is the most important lever for shaping sustainable, socially acceptable climate protection.
  • Infografik des Öko-Instituts zeigt, dass sich eine energetische Sanierung bei Förderung finanziell lohnt. Sie vergleicht die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche eines Einfamilienhauses in vier Szenarien: bestehende Erdgasheizung, neue Erdgasheizung ohne Dämmung, Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard mit Wärmepumpe bei 25 % bzw. 45 % Förderung. Ohne Förderung steigen die Kosten deutlich, bei geförderter Sanierung sinken sie – besonders mit 45 % Förderung. Die Grafik enthält gestapelte Balken mit Investitionskosten, Energie- und CO₂-Kosten sowie Förderanteilen.

    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten eines Einfamilienhauses je Quadratmeter Wohnfläche – mit und ohne energetische Sanierung. Sie vergleicht eine einfache Instandsetzung ohne Dämmung und mit neuer Erdgasheizung mit einer umfassenden Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard inklusive Luft-Wasser-Wärmepumpe.

    Berücksichtigt werden neben den Investitionskosten auch laufende Energieausgaben, der CO₂-Preis sowie mögliche staatliche Förderungen. Das Ergebnis: Je höher die Förderung, desto größer der finanzielle Vorteil durch die Sanierung. Selbst bei einer 25-prozentigen Förderung sinken die Gesamtkosten – bei 45 Prozent Förderung wird die Sanierung sogar zur deutlich günstigeren Option im Vergleich zum Weiterbetrieb einer Erdgasheizung ohne Maßnahmen.

    Die Grafik veranschaulicht, dass gezielte staatliche Unterstützung entscheidend dafür ist, ob sich energetische Sanierung rechnet – nicht nur fürs Klima, sondern auch für den Geldbeutel.

    Weitere Informationen in der Studie „Analysen und Empfehlungen zur Vereinbarkeit von bezahlbarem Wohnen und Klimaschutz“ des Öko-Institut: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/bbsr-online-87-2024-dl.pdf

    Energetische Sanierung lohnt sich bei Förderung

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    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten eines Einfamilienhauses je Quadratmeter Wohnfläche – mit und ohne energetische Sanierung. Sie vergleicht eine einfache Instandsetzung ohne Dämmung und mit neuer Erdgasheizung mit einer umfassenden Sanierung auf Effizienzhaus-70-Standard inklusive Luft-Wasser-Wärmepumpe.
  • Darstellung der Wärmekostenentwicklung für Mieterinnen nach Heizungstausch im Mehrfamilienhaus. Links: neuer Erdgas-Kessel mit CO₂-Preis und Umlage – Gesamtkosten 1,68 €. Rechts: Wärmepumpe mit 25 % Förderung – Gesamtkosten 1,56 €. In beiden Fällen werden Energie-, CO₂- und Modernisierungskosten gestapelt gezeigt. Ergebnis: Der Umstieg auf Wärmepumpe ist auch für Mieterinnen bei Förderung kostengünstiger.

    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche für Mieter*innen in einem Mehrfamilienhaus – im Vergleich zwischen einem neuen Erdgaskessel und dem Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe durch die Vermieter*in. Berücksichtigt werden neben Energie- und Wartungskosten auch die Umlage von CO₂-Kosten sowie die Mieterhöhung über die Modernisierungsumlage.

    Das Ergebnis: Trotz Mieterhöhung durch die Umlage der Investitionskosten liegen die Gesamtkosten für Mieter*innen bei einer Wärmepumpe leicht unter denen einer fossilen Heizung – vorausgesetzt, der*die Vermieter*in nimmt eine staatliche Förderung in Höhe von 25 Prozent in Anspruch. Entscheidend für den Vorteil ist zudem ein vergleichsweise moderater Strompreis.

    Die Darstellung macht deutlich: Mit entsprechender Förderung und fairer Ausgestaltung der Kostenverteilung können auch Mieter*innen finanziell vom Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmepumpe profitieren​.

    Weitere Informationen in der Studie „Analysen und Empfehlungen zur Vereinbarkeit von bezahlbarem Wohnen und Klimaschutz“ des Öko-Institut: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/bbsr-online-87-2024-dl.pdf

    Mieter*innen profitieren vom Umstieg auf Wärmepumpe

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    Die Grafik zeigt die monatlichen Wärmekosten pro Quadratmeter Wohnfläche für Mieter*innen in einem Mehrfamilienhaus – im Vergleich zwischen einem neuen Erdgaskessel und dem Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe durch die Vermieter*in. Berücksichtigt werden neben Energie- und Wartungskosten auch die Umlage von CO₂-Kosten sowie die Mieterhöhung über die Modernisierungsumlage.