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Schwerpunkt

CO2-Bepreisung

© plainpicture/Cavan Images

Die Bepreisung von Kohlendioxid, das beim Verbrauch fossiler Energien freigesetzt wird, ist für den Klimaschutz unverzichtbar. Damit wird klimafreundliches Verhalten wirtschaftlich attraktiver. Ein Preis für CO2-Emissionen

  • gibt Signale für mehr Investitionen in klimaschonende Technologien,
  • trägt zur schnellen Umstellung auf erneuerbare Energien bei und
  • gibt Anreize für Energieeinsparungen.

Auf europäischer Ebene haben CO2-Emissionen von Kraftwerken, Industriebetrieben und dem Flugverkehr über den EU-Emissionshandel einen Preis erhalten; 2024 wurde der Schiffsverkehr einbezogen. Für den Wärme- und Verkehrssektor hat die Bundesregierung mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz einen Preis auf CO2 eingeführt. Ab 2027 wird auf EU-Ebene für diese Emissionen ein zweiter Emissionshandel eingeführt.

Das Öko-Institut forscht zu Ausgestaltungsmöglichkeiten und Wirkungen der CO2-Bepreisung, zu ihren Auswirkungen auf die Energiemärkte und -nachfrage sowie auf die Minderung der Treibhausgasemissionen. Es begleitet die Gesetzgebungsprozesse auf deutscher und EU-Ebene und weist auf offene Fragen für die politische Ausgestaltung sowie für die Verwendung der Einnahmen hin. Auch die Verteilungswirkungen, etwa Auswirkungen auf private Haushalte, stehen im Fokus der Wissenschaftler*innen. Das Ziel: eine sozial ausgewogene Ausgestaltung der CO2-Bepreisung.

 

 

Aktuelles

Podcast

Infografiken

  • Fliegen und Klimaschutz: Kompensation versus Klimaverantwortung

    Immer mehr Fluggesellschaften und Reisende setzen darauf, die Klimawirkung ihrer Flüge zu kompensieren. Bei der Kompensation – oder auch dem Carbon Offsetting – wird die Klimawirkung von Flügen durch Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion von anderen Akteurinnen und Akteuren ausgeglichen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien.

    Die Infografik zeigt die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten „Klimakompensation“ und „Klimaverantwortung“. Grundsätzlich gilt: Die Kompensation bzw. die Finanzierung von innovativem Klimaschutz sollte dabei immer der letzte Schritt für mehr Klimaschutz im Luftverkehr sein – Vorrang sollte es stets haben, Flüge möglichst zu vermeiden.

    Im Gegensatz zur Klimakompensation, bei der die verursachten Emissionen ausgeglichen werden, wird bei dem Konzept der Klimaverantwortung ein Budget bereitgestellt, mit dem Klimaschutzinnovationen, Durchbruchstechnologien und die Transformation zu einer Null-Emissionsgesellschaft finanziert werden. Anders als bei der Kompensation orientiert sich dieses Klimaverantwortungsbudget nicht an den derzeitigen Preisen für Kompensationszertifikate, sondern an einem deutlich höheren CO₂-Preis. Der höhere CO₂-Preis macht auch eigene Minderungsoptionen attraktiver, die wiederum zur Emissionsreduktion beitragen.

    Große Wissenssammlung zu Luftverkehr und Klimaschutz: http://www.fliegen-und-klima.de/

    Fliegen und Klimaschutz: Kompensation versus Klimaverantwortung

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    Die Infografik zeigt die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten „Klimakompensation“ und „Klimaverantwortung“. Grundsätzlich gilt: Die Kompensation bzw. die Finanzierung von innovativem Klimaschutz sollte dabei immer der letzte Schritt für mehr Klimaschutz im Luftverkehr sein – Vorrang sollte es stets haben, Flüge möglichst zu vermeiden.
  • Einfluss der Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald

    Der Wald kann als wachsender CO₂-Speicher dazu beitragen, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verringern. Diese CO₂-Speicherung – auch CO₂-Senkenleistung genannt – hängt stark von der Intensität der Waldbewirtschaftung bzw. der Holzentnahme ab. Die Infografik zeigt den Einfluss von intensiver und extensiver Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald. Findet im Wald eine intensivere Holznutzung statt, das heißt werden Bäume gefällt und entnommen, wird der CO₂-Speicher im Wald abgebaut. Gleichzeitig gibt es weniger lebende Bäume die weiter CO₂ aufnehmen könnten - die CO₂-Speicherleistung sinkt. Wird der Wald weniger intensiv genutzt steigt dagegen die CO₂-Speicherleistung dadurch, dass im Wald mehr CO₂ in Form von Biomasse gebunden bleibt und neu aufgenommen wird.
    Um die mögliche Speicherkapazität eines Waldes zu messen, hat das Öko-Institut die Berechnung des CO2-Speichersaldos entwickelt. Der CO₂-Speichersaldo gibt an, wie stark die mögliche CO₂-Speicherleistung des Waldes durch die Entnahme von einem Kubikmeter Holz verringert wird. Er wird angegeben in Tonnen CO₂ je Holzentnahme in Kubikmetern (zum Beispiel 0,6 t CO₂/m³).
    Mehr Informationen auf der Website „CO2-Speichersaldo – Wirkung der Holznutzung auf Kohlenstoffspeicherung im Wald in Treibhausgasbilanzen“ des Öko-Instituts: https://co2-speichersaldo.de/de/index.html

    Einfluss der Holznutzung auf den CO2-Speicher im Wald

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    Der Wald kann als wachsender CO₂-Speicher dazu beitragen, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu verringern. Diese CO₂-Speicherung – auch CO₂-Senkenleistung genannt – hängt stark von der Intensität der Waldbewirtschaftung bzw. der Holzentnahme ab.
  • Fliegen und Klimaschutz: Die Regulierung des Luftverkehrs heute

    Fliegen ist billig. Und genau deswegen so attraktiv. Doch wie kann es sein, dass die Fortbewegung mit dem Flugzeug im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln so geringe Kosten verursacht – trotz ihrer immens klimaschädlichen Wirkung? Die Antwort ist: Im Gegensatz zu den meisten anderen Verkehrsbereichen ist der Luftverkehr nur wenig reguliert. Andere Verkehrsträger verzeichnen deutlich höhere Abgaben und Belastungen. Allein Deutschland subventioniert die Flugbranche jährlich mit etwa 12 Mrd. Euro. So spiegeln die Preise für ein Flugticket nicht die hohen ökologischen Kosten wider, die durch den Luftverkehr verursacht werden.

    Die Infografik zeigt den Stand der Regulierung über Steuern in Deutschland, sowie den Emissionshandel in der EU und das internationale Abkommen CORSIA. Es zeigt Defizite und Unzulänglichkeiten auf, die dazu beitragen, dass der Luftverkehr bislang keinen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

    Große Wissenssammlung zu Luftverkehr und Klimaschutz: http://www.fliegen-und-klima.de/

    Fliegen und Klimaschutz: Die Regulierung des Luftverkehrs heute

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    Die Infografik zeigt den Stand der Regulierung über Steuern in Deutschland, sowie den Emissionshandel in der EU und das internationale Abkommen CORSIA. Es zeigt Defizite und Unzulänglichkeiten auf, die dazu beitragen, dass der Luftverkehr bislang keinen Beitrag zum Klimaschutz leistet.