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Schwerpunkt

Digitale Infrastruktur

© plainpicture/Mint Images

Rechenzentren, Server, Cloud- und Datendienste – IT-Infrastruktur stellt Rechenleistung, Speicherkapazität, Anwendungssoftware oder Datenbankdienste zur Verfügung, die nicht beim Anwender selbst lokal installiert sein müssen, sondern über die Internetverbindung verfügbar sind. Diese Anwendungen und Dienstleistungen können hohe negative Umweltauswirkungen haben, die bei der Rohstoffgewinnung, der Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung der digitalen Produkte entstehen, auf denen sie basieren. Dabei sind die Bestimmung und Bewertung der Umwelteigenschaften von IT-Infrastrukturen komplex, da diese häufig eine Vielzahl von IT-Produkten in Anspruch nehmen, die gemeinsam ein IT-System bilden.

Das Öko-Institut beschreibt die Umwelteigenschaften des Gesamtsystems anhand von Kennzahlen, um so die Effizienz von IT-Infrastruktur umfassend zu beschreiben. Dabei berücksichtigen die Expert*innen

  • den Energieverbrauch ebenso wie
  • Treibhausgasemissionen,
  • den Rohstoffbedarf und
  • ggf. den Wasserverbrauch.

Sie ermitteln so einen Umweltfußabdruck, anhand dessen verschiedene Anwendungen miteinander verglichen werden können. Sie schaffen damit die Grundlage für bewusste Entscheidungen zugunsten von „grüneren“ IT-Dienstleistungen.

 

 

Aktuelle Publikationen

Infografiken

  • Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils

    Wie viele CO2-Emmissionen verursacht eine Google-Anfrage? Diese beliebte Frage nahm sich ein Experte des Öko-Instituts zum Anlass, einmal nachzurechnen, wie sich die Digitalisierung auf das Klima auswirkt – zumindest eine Größenordnung wollte er verdeutlichen. Das Problem: Die Zahlen sind teilweise mit großen Unsicherheiten behaftet, allein schon deshalb, weil sie sich durch den technologischen Fortschritt und die veränderten Konsumgewohnheiten rasant ändern und stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen (beispielsweise der Art der Stromerzeugung) abhängig sind. Trotzdem hat er ein paar „Zahlenspiele“ und Dreisatz-Rechnungen durchgeführt, um die Größenordnung des Problems zu beschreiben. Bei den Zahlen hat er großzügig gerundet, um keine Genauigkeit vorzutäuschen, die derzeit leider nicht gegeben ist.

    Zur Einordnung: Eine Bundesbürgerin oder ein Bundesbürger verursacht durch Energieverbrauch, Transport und Konsum CO2-äquivalente Emissionen (CO2e) von rund zwölf Tonnen pro Jahr. Ein klimaverträgliches Maß wären zwei Tonnen pro Erdenmensch.

    Link zum ausführlichen Blog-Beitrag mit allen Fakten: https://blog.oeko.de/digitaler-co2-fussabdruck/

    Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils

    Bild13.01.2020
    Wie viele CO2-Emmissionen verursacht eine Google-Anfrage? Diese beliebte Frage nahm sich ein Experte des Öko-Instituts zum Anlass, einmal nachzurechnen, wie sich die Digitalisierung auf das Klima auswirkt – zumindest eine Größenordnung wollte er verdeutlichen.