Umweltschutz wahrt Menschenrechte! Deutsche Unternehmen in der globalen Verantwortung

Öko-Institut Working Paper 3/2018

Die Globalisierung von Wertschöpfungsketten deutscher Unternehmen ist oft mit Risiken für Menschenrechte und die Umwelt verbunden. Im vorliegenden Paper wird die Problematik anhand von drei Fallstudien analysiert, bei denen deutsche Unternehmen involviert sind und zwischen der Wahrung von Menschenrechten und dem Schutz der Umwelt ein direkter Zusammenhang besteht. Sie stehen beispielhaft für drei Phasen der globalen Wertschöpfungsketten: Lieferkette, Produkte, Nachnutzung. Um sicherzustellen, dass Menschen und Ökosysteme im Ausland durch das Handeln deutscher Unternehmen nicht geschädigt werden, sind sowohl die Firmen selbst, als auch der deutsche Staat in der Pflicht. Branchenübergreifend und auf die gesamt Wertschöpfungskette bezogen ist die Einführung verbindlicher menschrechtlicher Sorgfaltspflichten notwendig. Weitere aus den Fallstudien abgeleitete Anforderungen sind ein Exportverbot für in der EU verbotene Pestizide, die konsequente Durchsetzung europäischen Rechts und völkerrechtlicher Pflichten gegenüber deutschen Reedereien durch den Staat und eine stärkere Verantwortlichkeit deutscher Unternehmen für ökologische und soziale Missstände in ihrer Lieferkette.