Interkommunale Kooperation zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme

Screening und Bewertung beispielhafter Zusammenarbeit

Im Zuge der Debatte über die Durchsetzung des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung, rückt zunehmend auch die Ressource „Fläche“ ins Blickfeld der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Die uns zur Verfügung stehende Fläche, auf der wir leben, wirtschaften und die wir uns mit der Natur „teilen“, stellt eine nicht vermehrbare und damit endliche Ressource dar. Aufgrund der Nicht-Teilbarkeit des Bodens entstehen zwangsläufig Nutzungskonflikte, die besonders in den Kernstädten und Verdichtungsräumen dadurch verschärft werden, dass hier bereits heute die vorhandene Fläche sehr intensiv genutzt wird. So beträgt der Anteil der Siedlungsfläche in den deutschen Großstädten häufig über 50 Prozent, in Einzelfällen werden bis zu 75 Prozent erreicht (UBA 2004: 1). Die Siedlungsentwicklung stößt an ihre Grenzen da immer weniger freie Flächen für eine Entwicklung zur Verfügung stehen und das Wachstum der Städte „in die Fläche“ (Suburbanisierung) zu einem Rückgang der vorhanden Naturräume führt.