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Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Wissenschaftliche Untersuchung der Energieverbrauchsentwicklung und Maßnahmen zur Steigerung der produktbezogenen Energieeffizienz

  • Uta Weiß
    ifeu
  • Mandy Werle
    ifeu
  • Dr. Lars Arvid Brischke
    ifeu
  • Leon Leuser
    ifeu
  • Benjamin Schmolck
    ifeu
  • Alexander Woywode
    ifeu
  • Dr. Corinna Fischer
    Öko-Institut
  • Markus Blepp
    Öko-Institut
  • Ina Rüdenauer
    Öko-Institut
  • Britta Stratmann
    Öko-Institut

Die vorliegende Studie hatte den Auftrag, die wissenschaftliche Basis für langfristige Strategien zur Steigerung der produktbezogenen Energieeffizienz und zur Senkung des von Produkten verursachten Energieverbrauchs zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollten konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs von Produkten entwickelt werden. 

Als zentraler Bestandteil der Studie wurden Wirkungs- und Potenzialabschätzungen zu nationalen Einsparwirkungen von Ökodesign- und Energiekennzeichnungsverordnungen für sechs ausgewählte Produktgruppen durchgeführt. Hierzu zählen Heizkessel und Warmwasserbereiter, Beleuchtung, Elektromotoren, Haushaltskühl- und Gefriergeräte sowie Lüftungsanlagen. Im Gegensatz zu den bereits existierenden Abschätzungen wurde vorliegend ein neuer Ansatz gewählt, der eine bis dato bestehende Forschungslücke zu füllen gedenkt: Überwiegend stellen die bestehenden Abschätzungen Ex-Ante-Projektionen dar, die auf hypothetischen Szenarien basieren. Vorliegend wurden jedoch
tatsächliche Verkaufs- oder Leistungsdaten zugrunde gelegt und somit Energieeinsparungen retrospektiv abgeschätzt. Darüber hinaus beziehen sich existierende Wirkungs- und Potenzialabschätzungen in der Regel auf die EU insgesamt. Die Effekte von Ökodesign- und Energiekennzeichnungsverordnungen können aber je nach Mitgliedsland sehr unterschiedlich ausfallen, da sie unter anderem vom bereits erreichten Effizienzstandard, vom Klima im jeweiligen Land oder Nutzungsgewohnheiten abhängen. Die im Rahmen dieser Studie durchgeführten Abschätzungen beleuchten somit erstmals Wirkungen auf nationaler Ebene.

Basierend auf diesen Abschätzungen wurden als zweiter zentraler Bestandteil der Studie sowohl europäische als auch nationale Handlungsfelder identifiziert, Politikoptionen untersucht, Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und Umsetzungsempfehlungen ausgesprochen. Der Fokus lag hierbei auf fünf Produktgruppen – Klima- und Lüftungsanlagen, Heizgeräte, Wasserhähne und Duschköpfe, Beleuchtung sowie TV-Geräte – und drei Querschnittsthemen: die Weiterentwicklung der europäischen Energieeffizienzkennzeichnung, die Zulässigkeit nationaler Standards für energieverbrauchsrelevante Produkte, die über Ökodesign und Labelling hinausgehen, sowie die Senkung des Stromverbrauchs durch Nutzung verhaltensökonomischer Instrumente auf Stromrechnungen.