Suffizienz als unverzichtbare Strategie für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion
In diesem Beitrag wird die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz mit dem SDG12 zusammengebracht. Beide fokussieren auf nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion, jedoch in unterschiedlicher Weise. Während Suffizienz absolute Grenzen für Konsum und Produktion, im Sinne der Konsum- sowie Produktionskorridore anstrebt und auf starke Nachhaltigkeit bei der Lösung multipler Krisen setzt, bewegt sich das Ziel des SDG12 im Spannungsfeld mit anderen SDG (UN-Nachhaltigkeitszielen), v. a. SDG8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“). Das SDG12 fokussiert stark auf Recycling und Effizienz und setzt eine absolute Entkopplung von Energie- und Ressourcenverbrauch und wirtschaftlichem Wachstum voraus, die bislang nicht evident ist. Es wird argumentiert, dass Suffizienz unverzichtbar ist, um dem Anspruch der SDG gerecht zu werden. Im Beitrag wird auch beschrieben, wie Suffizienz politisch durch die passenden Rahmenbedingungen gesteuert werden kann und welche Suffizienzprinzipien in das SDG12 integriert werden sollten.
Beitrag erschienen in: Hackspiel-Mikosch, E., Liedtke, C., Wilkening, T., Büttgen, A. (eds) SDG 12: Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung. Springer, Berlin, Heidelberg.