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Umsetzung des Multilateralen Mechanismus zu digitalen Sequenzinformationen in Deutschland

Das Projekt „NatUR-DSI“ (Nationale Umsetzungs-Roadmap für Digitale Sequenzinformation) untersucht die nationale Umsetzung des multilateralen Mechanismus zum Vorteilsausgleich aus der Nutzung digitaler Sequenzinformationen (DSI). Mit dem auf der CBD COP16 beschlossenen Mechanismus und dem Cali Fund wurde ein neuer internationaler Rahmen geschaffen, der insbesondere kommerzielle DSI-Nutzer*innen zu finanziellen und nicht-monetären Beiträgen zum Vorteilsausgleich anregen soll. Da der Mechanismus wesentlich auf freiwilliger Beteiligung und „soft law“ beruht, liegt ein Schwerpunkt des Vorhabens auf nicht-gesetzgeberischen Steuerungsoptionen für eine wirksame Umsetzung in Deutschland. Dazu verbindet das Projekt juristische und sozialwissenschaftliche Analysen mit empirischen Erhebungen. Zunächst werden die Schnittstellen des DSI-Mechanismus zu anderen internationalen Regelwerken sowie mögliche Überschneidungen, Abgrenzungsfragen und Wechselwirkungen untersucht. Parallel dazu wird die Landschaft relevanter DSI-Datenbanken in Deutschland analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie nicht-monetäre Vorteile aus der Nutzung von DSI identifiziert, erfasst, quantifiziert und sichtbar gemacht werden können. Darüber hinaus untersucht das Projekt unterschiedliche Anreiz- und Zahlungsmodelle für Beiträge zum Cali Fund. Dabei wird insbesondere betrachtet, welche Nutzergruppen adressiert werden können und wie Informations-, Kommunikations- und Anreizmaßnahmen ausgestaltet sein müssen, um eine möglichst breite und wirksame Beteiligung am Mechanismus zu unterstützen. Die Forschungsergebnisse werden im Rahmen von Workshops mit Stakeholdern diskutiert und validiert. Zugleich werden die Arbeiten fortlaufend an die Entwicklungen der internationalen Verhandlungen und an neue Beschlüsse im Rahmen der CBD angepasst.

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Projektstatus

Projekt in Bearbeitung

Projektleitung

Projektmitarbeit

Auftraggeber

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Projektpartner

Leibniz-Institut DSMZ - Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen