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Ist gutes Essen wirklich teuer? Die wahren Kosten unserer Lebensmittel

Im Rahmen des von privaten Spendern finanzierten Projektes "Ist gutes Essen wirklich teuer?" "Versteckte Kosten" unserer Ernährung in Deutschland wurden zum einen die realen Kosten verschiedener Ernährungsstile, und zum anderen die Thematik "versteckte" oder "externe" Kosten unserer Ernährung untersucht. Die Studie hat gezeigt, dass durch eine Umstellung des "durchschnittlichen Ernährungsstiles in Deutschland" auf einen fleischreduzierten Ernährungsstil, der aus gesundheitlichen Gründen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, die Mehrkosten, die durch den Einkauf von Bio- und fair gehandelten Produkten entstehen, weit¬gehend kompensiert werden können.

Trotz groβer Unsicherheiten, die es bei der Zuordnung von vorliegenden Daten gibt, hat sich auch gezeigt, dass die Kosten, die in Folge von ernährungsbedingten Krankheiten und auf¬grund der Anwendung von nicht nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken entstehen, diese Mehrkosten deutlich übersteigen.

Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen somit die Forderungen des Sachverständigenrats für Umweltfragen sowie zahlreicher Umweltverbände und Interessenvertreter nach einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion und einer grundlegenden Veränderung der politischen Rahmenbedin¬gungen für die Agrarproduktion. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass der erforderliche gesell¬schaftliche Wandel hin zu einem maβvollen und nachhaltigen Fleischkonsum in Deutschland geleitet und unterstützt werden muss. Hierzu gehört die Einbindung aller Akteure, von der Agrar¬produktion über die Lebensmittelindustrie und den Handel bis hin zu den Krankenkassen und Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung, um nur einige weitere Akteure beispielhaft zu nennen. Wie dieser Wandel zielführend unterstützt werden kann, sollte sorgfältig analysiert und ausge¬arbeitet werden.

Dass eine saisonale und ausgewogene Ernährung auch sehr schmackhaft sein kann, zeigen eine Reihe von Köchen und Köchinnen, die uns ihre Rezepte dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt haben und die mit Hilfe des "Politischen Kochbuchs" einfach nachzukochen sind.

 

Mehr Informationen zum Projekt

Projektstatus

Projektende: 2014

Projektleitung

Auftraggeber

Öko-Institut e.V.