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Entwicklung einer Methodik für EPBD-konforme Energieausweise auf Basis von Verbrauchsmessungen für Mehrfamilienhäuser

Das Projekt adressiert die Herausforderung, dass das GEG im Zuge der Umsetzung der EPBD 2024 Energieausweise so weiterentwickeln muss, dass Gebäude methodenunabhängig vergleichbar bewertet werden können – sowohl bei Ausweisen auf Basis des berechneten Energiebedarfs (DIN V 18599 bzw. perspektivisch DIN/TS 18599) als auch bei Ausweisen auf Basis gemessener Energieverbräuche. Da Bedarf und Verbrauch in der Praxis – insbesondere bei Mehrfamilienhäusern – durch reale Bauphysik, Witterung/Standort sowie Komfort- und Nutzungsunterschiede deutlich auseinanderliegen können, genügt die bisherige Verbrauchsausweis-Methodik den EPBD-Vorgaben nicht vollständig. Ziel ist daher eine EPBD-konforme Methodik, mit der die erforderlichen Kennwerte weiterhin verlässlich aus Verbrauchsmessungen abgeleitet werden können und zugleich die Integration in Datenbank- und Kontrollsysteme möglich bleibt.

Zunächst werden EPBD- und GEG-Anforderungen sowie die bestehende „Bekanntmachung“ für Verbrauchsausweise systematisch analysiert und die Datengrundlagen so präzisiert, dass sie EPBD-konform nutzbar sind (u. a. Zeitauflösung/Ableseintervalle, Energieträgerdifferenzierung, relevante Zusatzverbräuche und EE-Anteile am Standort). Darauf aufbauend wird ein Berechnungsverfahren entwickelt, das aus dem gemessenen Verbrauch einen „typischen Verbrauch“ ableitet, Nutzer-/Komforteinflüsse angemessen berücksichtigt und die Kennwerte für Endenergie, Primärenergie und THG-Emissionen konsistent bestimmt. Die Methodik wird an realen Mehrfamilienhäusern verifiziert (Vergleich mit Ergebnissen einer klassischen Bilanzierung; iterative Schärfung und Definition von Anwendungsgrenzen). Parallel werden Kriterien zur Beurteilung der Niedertemperaturfähigkeit von Heizsystemen entwickelt, ein Datenmodell für die nationale Gebäudedatenbank festgelegt (erforderliche Datenfelder, Prozesse, Prüfmechanismen) und die DSGVO-Konformität der Verarbeitung von Verbrauchs- und Nutzungsdaten geprüft, inkl. Optionen zur Aggregation/Anonymisierung und Empfehlungen für eine rechtssichere Umsetzung.

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Projektstatus

Projekt in Bearbeitung

Projektleitung

Projektmitarbeit

Auftraggeber

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Projektpartner

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW)