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Entwicklung einer Bewertungsmethodik und interdisziplinäre Untersuchung der nuklearen Wertschöpfungskette in Hinblick auf Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitsbewertung der Kernenergie stellt eine besondere methodische Herausforderung dar, weil nukleare Technologien Wirkungen haben, die sich auf sehr unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Ebenen abspielen, und sich auch bezüglich ihrer Wahrscheinlichkeiten und institutionellen Voraussetzungen stark unterscheiden. Dies führt zu Divergenzen und Inkonsistenzen in bisherigen Nachhaltigkeitsbewertungen. Die zentrale Herausforderung besteht vor allem in der methodischen Integration unterschiedlicher Wirkungstypen und normativer Anforderungen.

In diesem Vorhaben wird daher eine methodisch robuste, wissenschaftliche, umfassende und nachvollziehbare sowie durch Beteiligung legitimierte Vorgehensweise entwickelt, mit der sich Nachhaltigkeit im Kernenergiebereich systematisch bewerten lässt. Dabei müssen soziale und Governance-Aspekte, wie etwa Partizipation, Risikobewusstsein, intergenerationelle Verantwortung oder institutionelle Stabilität, gleichberechtigt neben ökologischen und ökonomischen Kriterien berücksichtigt werden. Der Bewertungsrahmen muss auch ausreichend differenziert sein, um die nuklearspezifische Nachhaltigkeitsrisiken der schweren Unfälle, der Endlagerung radioaktiver Abfälle und Proliferationsrisiken angemessen abzubilden. Auf dieser Grundlage wird im Vorhaben schließlich die nuklearen Wertschöpfungskette im Vergleich mit einer Vergleichstechnologie wissenschaftlich tragfähig analysiert.

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Projektstatus

Projekt in Bearbeitung

Projektleitung

Projektmitarbeit

Ryan Kelly
Senior Researcher Nukleartechnik & Anlagensicherheit

Auftraggeber

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)

Projektpartner

Technische Universität Berlin
Becker Büttner Held PartGmbB
Universität für Bodenkultur Wien