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Engagement für nachhaltiges Gemeinwohl (ENGAGE)

Das Projekt untersucht, unter welchen Bedingungen verschiedene Formate der Teilhabe zu „nachhaltigem Gemeinwohl“ beitragen. Dabei arbeitet es mit einem Verständnis eines „nachhaltigen Gemeinwohls“, das sowohl das Wohl der Menschen im „Hier und Jetzt“ wie im „Dort und Später“, d.h. die Sicherung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen zukünftiger Gemeinwohlschaffung in den Blick nimmt. Es geht davon aus, dass (nachhaltiges) Gemeinwohl nicht a-priori definiert werden kann, sondern im Zuge gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse immer wieder neu bestimmt wird.

Um „nachhaltiges Gemeinwohl“ herzustellen, ist die Teilhabe verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure entscheidend. Doch wird gerade neuen Beteiligungsformaten oft vorgeworfen, sie involvierten nur einen bestimmten Teil der Bürger*innen und bedienten potenziell auch v.a. deren Interessen. Teilhabe könnte in solchen Kontexten eher Ungleichheit zementieren als Gemeinwohl fördern. Vor diesem Hintergrund verfolgt ENGAGE die Fragestellung:

Unter welchen Bedingungen trägt Teilhabe zu nachhaltigem Gemeinwohl bei?

Um die Frage zu beantworten untersucht ENGAGE verschiedene Teilhabeformate (Bürger*innenbeteiligung auf nationaler und kommunaler Ebene, über Verbände und selbstorganisierte Initiativen) mit Blick auf Aspekte wie Prozessgestaltung, Inklusionsstrategien, Rahmenbedingungen und Wirkung. Eine enge Einbeziehung von Praxispartnern und die besondere Gewichtung des Wissenstransfers garantiert Praxisnähe.

Das Öko-Institut bearbeitet in Kooperation mit den anderen Verbundpartnern die Arbeitspakete 1 (Begriffsbestimmungen), 2 (Trendanalyse) und 6 (Dissemination). Außerdem führt es in AP 3 federführend eine Fallstudie zu nationalen Beteiligungsformaten und in AP 5 federführend eine Fallstudie zu dezentralem zivilgesellschaftlichem Engagement in traditionellen und prekären Milieus durch. Beispiele sind Kleingartenvereine, Wandervereine und Tafeln. Als Methoden kommen qualitative Interviews, Stakeholder-Workshops, teilnehmede Beobachtung und qualitative Inhaltsanalysen mit MaxQDA zum Einsatz.

 

Mehr Informationen zum Projekt

Projektstatus

Projektende: 2022

Projektleitung

Dr. Corinna Fischer

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektpartner

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Institut für sozial-ökologische Forschung gGmbH (ISOE)
Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN), Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Projektwebseite