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Chemisch-toxische Stoffe in einem Endlager für hochradioaktive Abfälle

In ein Endlager für hochradioaktive bzw. wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle (im Folgenden Endlager für hochradioaktive Abfälle genannt) gelangen mit den eingelagerten radioaktiven Abfällen auch chemotoxische Stoffe. Diese sind Bestandteile der Abfälle selbst, ihrer Verpackung, der Materialien für die Verfüllung der Einlagerungsbereiche sowie der Schächte und Zugänge, der Verschlussbauwerke sowie der im Endlager verbleibenden Infrastruktureinrichtungen. Im Rahmen eines Zulassungsverfahrens für ein solches Endlager ist nachzuweisen, dass von diesen Stoffen keine schädliche Verunreinigung des Grundwassers oder sonstige nachteilige Veränderung seiner Eigenschaften ausgeht. Im Verbundprojekt "Chemisch-toxische Stoffe in einem Endlager für hochradioaktive Abfälle", das gemeinsam von Öko-Institut e.V., der DBE TECHNOLOGY GmbH und GRS mbH bearbeitet wurde, wurde für die Wirtsgesteine Steinsalz und Tonstein ein systematisches Nachweiskonzept zum Schutz des Grundwassers vor chemotoxischen Stoffen in einem solchen Endlager entwickelt. In abgestufter Form wird für die künftigen möglichen Entwicklungen eines solchen Endlagers aufgezeigt, wie dieser Nachweis geführt werden kann. Soweit hierbei quantitative Nachweise eine Rolle spielen, sind die dafür verfügbaren Werkzeuge dargestellt, bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit bewertet und an ausgewählten Beispielen demonstriert. Verbleibende offene Punkte werden identifiziert.

Mehr Informationen zum Projekt

Projektstatus

Projektende: 2009

Projektleitung

Projektmitarbeit

Julia Neles
Stv. Bereichsleiterin / Senior Researcher Nukleartechnik & Anlagensicherheit

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)