Geht das eigentlich …nachhaltige Chemikalien?
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Ja! Kaufen Sie heute einen Klebstoff ohne Lösemittel, vermeiden Sie schädliche Chemikalien. Nutzen Sie ein Waschmittel mit dem europäischen Umweltzeichen, gibt es nachher weniger Abwasserbelastungen. Nehmen Sie die Outdoorjacke von einem Hersteller, der sich darum kümmert, dass die wasserabweisende Ausrüstung seiner Produkte weder in Ihrem Blut noch in entlegenen Weltgegenden gefunden wird. Achten Sie darauf, was bei Ihnen auf den Tisch kommt. Sie entscheiden, ob hierfür Pestizide in Massen eingesetzt wurden oder Sie eine bessere Landwirtschaft unterstützen. Siegel wie der Blaue Engel erleichtern Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.
Für manche Chemikalien ist die Zeit schon lange abgelaufen. Bestimmte Gruppen von organischen Chemikalien mit sehr viel Fluor (PFAS, per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) gehören dazu. Wir brauchen sie weder in der Döner Box noch in Kosmetikprodukten. Doch manche Hersteller wollen sie weiterhin verkaufen. Die Entscheidungen des Marktes allein reichen nicht aus, um nachhaltigere Produkte zu erhalten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass manchmal Verbote notwendig sind – mit besonderen Ausnahmen für Verwendungen, die unverzichtbar und gesellschaftlich wichtig sind wie etwa Schutzanzüge der Feuerwehr. Deswegen wird momentan auf europäischer Ebene über ein Verbot von PFAS mit langen Übergangsfristen verhandelt. Allen Unkenrufen zum Trotz wurden bisher noch immer gute chemische Ersatzstoffe gefunden. Das wird auch in Zukunft so sein. Und dann sind wir alle weniger Belastungen ausgesetzt.